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Performancemotoren im Anleihensegment: Allokation in Unternehmensanleihen blieb mit 29% stabil
14.05.13 16:51
Carmignac Gestion
Luxemburg (www.anleihencheck.de) - Im vergangenen Quartal blieb die Performance des Finanzsektors hinter derjenigen nichtfinanzieller Unternehmen zurück, so die Experten von Carmignac Gestion.
Die relative Risikoprämie sei um 40 Basispunkte gesunken und biete die Chance eines Aufschwungs. Die Rahmenbedingungen der europäischen Bankenunion würden vorsehen, dass für die Eurozone ein geordnetes System für die Abwicklung von Banken erarbeitet werden müsse, das ab 2015, spätestens aber ab 2018 gelten solle. Es solle einen differenzierten Umgang mit Banken erlauben, der solide Institute begünstige, während die schwächsten Banken dadurch bestraft würden, dass bei Verlusten automatisch auch Gläubiger in Anspruch genommen werden könnten.
Der Anteil der von Banken der Eurozone emittierten Anleihen am Anlagevermögen liege bei 6%. Unsere Anlagen beschränken sich auf erstklassige Adressen, und wir vermeiden zweitrangige Banken. Unsere größte Position ist die Bank Santander (2,1% des Anlagevermögens), deren Bilanz sich gebessert hat, so die Experten von Carmignac Gestion. Durch einen Anstieg der Einlagen um 28% im Zeitraum von 2009 bis 2012 habe sich die Abhängigkeit der Bank von den Finanzmärkten verringert, während ihre Verschuldung um 15% habe abgebaut werden können.
Angesichts der veränderten Lage in Japan würden die Experten mit einer weitaus konstruktiveren Sicht in das zweite Quartal als noch Anfang des Jahres gehen. Die japanische Zentralbank verfolge das Ziel, ihre Bilanz innerhalb von zwei Jahren zu verdoppeln, und werde 70% der Emissionen japanischer Staatsanleihen statt wie zuvor 39% kaufen. Durch die Herbeiführung eines Verdrängungseffekts einheimischer Privatanleger werde die Japanische Zentralbank für Geldflüsse in Höhe von rund 1 Trillion Dollar im Jahr 2013 die Suche nach Renditen im Ausland forcieren.
Europäische Anleihen seien seit sechs Monaten äußerst gefragt: Japanische Anleger hätten 20% der Bruttoemissionen der Eurokernländer gekauft. Diese Geldflüsse würden etwaige Zinserhöhungen verzögern. Wir sind mit 7% des Anlagevermögens in europäischen Staatsanleihen investiert, insbesondere in Spanien (3%), Italien (2,75%) und Irland (0,8%), so die Experten von Carmignac Gestion. Die derzeitigen Credit Spreads für diese Anleihen über zehn Jahre dürften sich infolge der Wirkung der Käufe von Anlegern auf der Suche nach Renditen verengen. Wir beenden das Quartal mit einer modifizierten Duration von 5,5, so die Experten von Carmignac Gestion. Es sei damit zu rechnen, dass die Zinsen bis auf absehbare Zeit niedrig bleiben würden, während die Credit Spreads weiterhin sinken würden.
Staatsanleihen aus Schwellenländern hätten eine differenzierte Entwicklung verzeichnet. Mexiko sei dabei besonders hervorzuheben. Mexikanische Staatsanleihen hätten von einer Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte und einer Währungsaufwertung von 2,9% gegenüber dem Euro profitiert. Unsere Anlagen in Osteuropa leisteten einen neutralen Beitrag zur Performance und wurden trotz der Zinssenkungen in der Türkei und Polen unter der Krise in Zypern in Mitleidenschaft gezogen, so die Experten von Carmignac Gestion. Die Käufe japanischer Privatanleger dürften dieser Anlageklasse neuen Auftrieb geben. Die Türkei scheine gut aufgestellt und habe ein Investment Grade-Rating erhalten. Die türkische Zinskurve habe bereits jetzt 20% der japanischen Uridashi-Emissionen (Titel in Lokalwährungen für japanische Privatanleger) angelockt.
In den kommenden Monaten dürfte sich die Abwertung des Yen fortsetzen, da die japanischen Anleger die Währungsabsicherungsquoten ihrer Vermögenswerte im Ausland noch nicht geändert hätten. Diese würden noch nahe an ihrem Höchststand von 60% liegen. Die Experten würden mit einer Aufwertung des Dollars rechnen. Begünstigt durch die Wachstumsunterschiede dürfte der Dollar in geringerem Maße als Finanzierungswährung verwendet werden, zugleich aber die Attraktivität amerikanischer Vermögenswerte stärker widerspiegeln. In Bezug auf die Fundamentaldaten des Euro müsse die EZB die geldpolitischen Bedingungen in diesem Jahr lockern. Sie müsse sich mit einem schleppenden Wachstum, einem Wechselkurs, der die Wettbewerbsfähigkeit nicht stimuliere, und wachsendem Deflationsdruck auseinandersetzen. Dennoch habe sie bisher als einzige Bank ihre Bilanz reduzieren können. (14.05.2013/alc/a/a)
Die relative Risikoprämie sei um 40 Basispunkte gesunken und biete die Chance eines Aufschwungs. Die Rahmenbedingungen der europäischen Bankenunion würden vorsehen, dass für die Eurozone ein geordnetes System für die Abwicklung von Banken erarbeitet werden müsse, das ab 2015, spätestens aber ab 2018 gelten solle. Es solle einen differenzierten Umgang mit Banken erlauben, der solide Institute begünstige, während die schwächsten Banken dadurch bestraft würden, dass bei Verlusten automatisch auch Gläubiger in Anspruch genommen werden könnten.
Der Anteil der von Banken der Eurozone emittierten Anleihen am Anlagevermögen liege bei 6%. Unsere Anlagen beschränken sich auf erstklassige Adressen, und wir vermeiden zweitrangige Banken. Unsere größte Position ist die Bank Santander (2,1% des Anlagevermögens), deren Bilanz sich gebessert hat, so die Experten von Carmignac Gestion. Durch einen Anstieg der Einlagen um 28% im Zeitraum von 2009 bis 2012 habe sich die Abhängigkeit der Bank von den Finanzmärkten verringert, während ihre Verschuldung um 15% habe abgebaut werden können.
Europäische Anleihen seien seit sechs Monaten äußerst gefragt: Japanische Anleger hätten 20% der Bruttoemissionen der Eurokernländer gekauft. Diese Geldflüsse würden etwaige Zinserhöhungen verzögern. Wir sind mit 7% des Anlagevermögens in europäischen Staatsanleihen investiert, insbesondere in Spanien (3%), Italien (2,75%) und Irland (0,8%), so die Experten von Carmignac Gestion. Die derzeitigen Credit Spreads für diese Anleihen über zehn Jahre dürften sich infolge der Wirkung der Käufe von Anlegern auf der Suche nach Renditen verengen. Wir beenden das Quartal mit einer modifizierten Duration von 5,5, so die Experten von Carmignac Gestion. Es sei damit zu rechnen, dass die Zinsen bis auf absehbare Zeit niedrig bleiben würden, während die Credit Spreads weiterhin sinken würden.
Staatsanleihen aus Schwellenländern hätten eine differenzierte Entwicklung verzeichnet. Mexiko sei dabei besonders hervorzuheben. Mexikanische Staatsanleihen hätten von einer Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte und einer Währungsaufwertung von 2,9% gegenüber dem Euro profitiert. Unsere Anlagen in Osteuropa leisteten einen neutralen Beitrag zur Performance und wurden trotz der Zinssenkungen in der Türkei und Polen unter der Krise in Zypern in Mitleidenschaft gezogen, so die Experten von Carmignac Gestion. Die Käufe japanischer Privatanleger dürften dieser Anlageklasse neuen Auftrieb geben. Die Türkei scheine gut aufgestellt und habe ein Investment Grade-Rating erhalten. Die türkische Zinskurve habe bereits jetzt 20% der japanischen Uridashi-Emissionen (Titel in Lokalwährungen für japanische Privatanleger) angelockt.
In den kommenden Monaten dürfte sich die Abwertung des Yen fortsetzen, da die japanischen Anleger die Währungsabsicherungsquoten ihrer Vermögenswerte im Ausland noch nicht geändert hätten. Diese würden noch nahe an ihrem Höchststand von 60% liegen. Die Experten würden mit einer Aufwertung des Dollars rechnen. Begünstigt durch die Wachstumsunterschiede dürfte der Dollar in geringerem Maße als Finanzierungswährung verwendet werden, zugleich aber die Attraktivität amerikanischer Vermögenswerte stärker widerspiegeln. In Bezug auf die Fundamentaldaten des Euro müsse die EZB die geldpolitischen Bedingungen in diesem Jahr lockern. Sie müsse sich mit einem schleppenden Wachstum, einem Wechselkurs, der die Wettbewerbsfähigkeit nicht stimuliere, und wachsendem Deflationsdruck auseinandersetzen. Dennoch habe sie bisher als einzige Bank ihre Bilanz reduzieren können. (14.05.2013/alc/a/a)


