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Die PBoC im Rampenlicht
19.02.24 14:52
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Börsen des chinesischen Festlands haben zum ersten Mal nach der Feiertagswoche zum chinesischen Neujahrsfest geöffnet, und die Märkte warten auf die morgige Leitzinsentscheidung, nachdem die PBoC heute die mittelfristige Kreditfazilität (MLF) unverändert bei 2,5% gelassen hat, so die Analysten von Postbank Research.
Im Januar seien die Leitzinsen für ein- und fünfjährige Kredite (LPR) unverändert bei 3,45% bzw. 4,20% gehalten worden. Nach allgemeiner Auffassung dürfte die PBoC beide Zinssätze senken und damit von ihrem üblichen Vorgehen abweichen, da die Zentralbank dazu neige, die mittelfristige Kreditfazilität vor den LPR zu senken, um die Rentabilität der Banken zu stützen. Es bestehe daher das Risiko, dass die PBoC beschließe, die LPR doch unverändert zu lassen, was die Märkte vermutlich enttäuschen würde.
Abgesehen davon sollten die neuen Hauspreisdaten am Freitag zeigen, ob sich der Rückgang im angeschlagenen Immobiliensektor verlangsame. Die Nachfrage scheine trotz der Bemühungen Chinas, die Auswirkungen des derzeitigen Einbruchs auf dem Immobilienmarkt abzumildern, weiterhin schwach zu sein.
Fazit: Die Märkte würden die Maßnahmen der PBoC genau beobachten, da die Daten den uneinheitlichen Charakter der wirtschaftlichen Erholung in China unterstreichen würden und der Deflationsdruck die realen Kreditkosten in die Höhe treibe. (19.02.2024/alc/a/a)
Im Januar seien die Leitzinsen für ein- und fünfjährige Kredite (LPR) unverändert bei 3,45% bzw. 4,20% gehalten worden. Nach allgemeiner Auffassung dürfte die PBoC beide Zinssätze senken und damit von ihrem üblichen Vorgehen abweichen, da die Zentralbank dazu neige, die mittelfristige Kreditfazilität vor den LPR zu senken, um die Rentabilität der Banken zu stützen. Es bestehe daher das Risiko, dass die PBoC beschließe, die LPR doch unverändert zu lassen, was die Märkte vermutlich enttäuschen würde.
Abgesehen davon sollten die neuen Hauspreisdaten am Freitag zeigen, ob sich der Rückgang im angeschlagenen Immobiliensektor verlangsame. Die Nachfrage scheine trotz der Bemühungen Chinas, die Auswirkungen des derzeitigen Einbruchs auf dem Immobilienmarkt abzumildern, weiterhin schwach zu sein.
Fazit: Die Märkte würden die Maßnahmen der PBoC genau beobachten, da die Daten den uneinheitlichen Charakter der wirtschaftlichen Erholung in China unterstreichen würden und der Deflationsdruck die realen Kreditkosten in die Höhe treibe. (19.02.2024/alc/a/a)


