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Notenbanken verfolgen mit dreierlei Strategien ein und dasselbe Ziel
06.11.14 15:56
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Unterschiedlicher könnten die drei größten Notenbanken der Welt ihre Geldpolitik nicht betreiben, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
So drehe die eine, die US-amerikanische Notenbank (FED), den Geldhahn zu, während die andere, die Europäische Zentralbank (EZB), behutsam die Schleusen öffne. Und zu guter Letzt reiße die dritte im Bunde, die Bank of Japan (BoJ), die noch vorhandenen Dämme ein und überschwemme das Hinterland.
Zwar stelle die FED keine frischen Gelder mehr zu Verfügung, aber Endfälligkeiten und Rückzahlungen würden nicht zur Reduzierung verwendet, sondern wieder reinvestiert. Dies sei als halbherzig zu bezeichnen und verdeutliche nur zu gut, dass sich Janet Yellen und ihre Notenbanker immer eine Hintertür offen halten würden.
Bei der EZB hingegen habe man im Oktober die erste Stufe der "Erstschlagswaffe zur Vernichtung der Liquidität" bereits gezündet. In dem von Investoren bereits stark beanspruchten Marktsegment für Covered Bonds nominal 4,8 Mrd. Euro aus dem Markt zu nehmen, verstärke nur noch die Probleme der Anleger. Denn viele Investoren seien zur Abdeckung diverser Risiken auf eine Besicherung mittels Wertpapieren guter Bonität angewiesen. Noch versuche man in bestimmten Fällen auf Emittenten der zweiten Reihe zurückzugreifen. Aber auch das werde irgendwann nicht mehr gelingen, da es zur Zündung der zweiten, der dritten und vielleicht auch einer vierten Stufe bei der EZB-Rakete zur Vernichtung der Liquidität kommen werde.
In Japan hingegen habe die BoJ bereits einsehen müssen, dass das bisherige Volumen der Anleihenaufkäufe nicht mehr ausreiche. Gekoppelt mit einer Änderung der Anlagerichtlinien des japanischen Pensionsfonds (Reduzierung der heimischen Staatsanleihen von 60% auf 35% und gleichzeitige Erhöhung der Quote für ausländische Anleihen von 11% auf 15%) seien zusätzliche 30 Billionen JPY jährlich für Staatsanleihen zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig sei auch die Haltedauer auf bis zu zehn Jahre erhöht worden.
Unterm Strich werde somit deutlich, dass die Notenbanken auch in Zukunft nicht umhin kämen, mit Ankäufen eine künstliche Verknappung des Materials zu erzeugen, um die Refinanzierungskosten für die Staatshaushalte möglichst niedrig zu halten. Und das sei schließlich auch das eigentliche Ziel dieser Maßnahmen.
Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik würden sich viele Anleger dennoch nicht vom Rentenmarkt abschrecken lassen. Auf ihrer Suche nach halbwegs rentierlichen Anlagen mit überschaubarem Risiko würden sie immer wieder in der zweiten Reihe bei Corporate Bonds fündig, die nicht selten nahe ihrem Jahreshoch notieren würden. So habe in dieser Woche unter anderem ein Corporate Bond (ISIN XS0542369219 / WKN A1EWSC) von Rheinmetall im Anlegerfokus gestanden. Bei einem Kursniveau von rund 109,65% notiere das Papier auf seinem Jahreshoch. Der Titel, der mit ca. 1,77% rentiere, laufe bis 9/2017.
Rund ein Jahr später im Juli 2018 sei eine Unternehmensanleihe von Wienerberger endfällig, mit der Anleger aktuell eine Rendite von rund 1,70% erzielen könnten. Auch mit einer Anleihe (ISIN FR0011567940 / WKN A1HQZP) von Peugeot, die im Januar 2019 zur Rückzahlung anstehe, sei aktuell eine Rendite von 2,633% machbar.
Ein anderer oft nachgefragter Bond sei ein mit ca. 2,10% rentierender Titel (ISIN XS0847087714 / WKN A1RE7N) von Otto, der im November 2019 zurückgezahlt werde. Auch hier liege der Kurs mit rund 108,00% nahe dem Jahreshoch von Anfang August (109,00%).
Vieles spreche dafür, dass die Bank of England (BoE) auf ihrer heutigen Ratssitzung an ihrer laxen Geldpolitik festhalten und den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,50% belassen werde. Nachdem es lange Zeit so ausgesehen habe, dass die Zentralbanker in der Londoner City in diesem November ihren Leitzins erstmals nach der Finanzkrise wieder anheben würden, müsse die BoE jetzt wohl oder übel zurückrudern.
Die Gründe dafür lägen in der Inflation in Großbritannien, die nun doch deutlich unter dem BoE-Zielwert von 2% liege, sowie den zunehmend düsteren Aussichten für Europas Wirtschaft. So schlittere ausgerechnet Deutschland nach der Herbstprognose der EU-Kommission in diesem Jahr am Rande der Rezession entlang. Demnach werde das Wachstum in den 18 Euro-Ländern insgesamt deutlich schlechter ausfallen als bisher erwartet. Für das laufende Jahr rechne Brüssel für die Eurozone nur noch mit +0,8% statt der prognostizierten +1,2%. Frankreich, so sei anzunehmen, werde sein ausgeufertes Defizit auch auf längere Sicht nicht in den Griff bekommen und Deutschland könne seine Rolle als Konjunkturlokomotive Europas wohl nicht mehr erfüllen.
Vor diesem Hintergrund sei anzunehmen, dass die BoE erst einmal abwarten und Tee trinken werde, um die Leitzinsanhebung zu verschieben - gegebenenfalls bis Herbst kommenden Jahres. Diese oftmals als britische Tugend bezeichnete Verhaltensweise würde auch den anderen europäischen Notenbankern bei der heutigen EZB-Sitzung gut zu Gesicht stehen.
Aus Athen seien neue Töne zu vernehmen, die einen hellhörig machen würden. Seitens der griechischen Regierung heiße es, man wolle "die Beziehung zu internationalen Geldgebern 2015 von Grund auf neu gestalten". Und man spreche von einer Übergangsperiode von "vielleicht sechs Monaten, vielleicht einem Jahr", bevor das Land endgültig aus seinen strengen Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern entlassen werden solle. Damit werde klar: Ein sauberer Ausstieg aus dem Hilfsprogramm, wie es Irland, Portugal oder Spanien aus eigener Kraft geschafft hätten, werde Griechenland nicht gelingen.
Damit werde sich Hellas als erstes Euro-Krisenland nicht einfach aus dem Rettungsprogramm internationaler Geldgeber verabschieden können. Das Land sei vielmehr auch 2015 auf Hilfe angewiesen. Die Vorzeichen seien spätestens im Oktober zu erkennen gewesen, als die griechischen Renditen für Staatsanleihen wieder stark gestiegen seien und die Börse in Athen einen Kurssturz erlebt habe. Athen habe seit Ausbruch der Krise bisher zwei Hilfsprogramme mit einem Umfang von insgesamt rund 240 Mrd. Euro erhalten. Die Hilfen der Eurostaaten würden Ende 2014 auslaufen, das Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) ende am 31. März 2016. Athen habe sich im Gegenzug einer rigiden Spar- und Reformpolitik unterworfen, die im Land immer wieder für Proteste gesorgt habe. Um der strengen Aufsicht der Geldgeber zu entgehen, würde Athen ein drittes Hilfsprogramm gerne umgehen. Dies aber werde in der EU als illusorisch angesehen.
Was aber darüber hinaus aufhorchen lasse, seien die Bestrebungen Athens mit seinen Geldgebern "auch über neue Beziehungen zu sprechen". Solle damit etwa der Boden dafür bereitet werden, dass die Gläubiger für die Staatspleite bluten müssten? Dies könnte in Form eines Abschlags auf die Schulden, also eines Haircuts, erfolgen oder zumindest in Form einer zeitlichen Streckung der Tilgung.
Ein Vorbild dafür, unweit von Griechenland im Mittelmeer gelegen, habe es 2013 mit Zypern gegeben, als man die Gläubiger durch einen Schuldenschnitt an der Rettung der maroden Banken beteiligt habe. Immerhin habe damals der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, durchblicken lassen, Zypern könnte zur "Vorlage" werden, wie Europa künftig mit bankrotten Banken und Staaten umgehe. Später habe Dijsselbloem den Vorbildcharakter von Zypern abgestritten und gesagt, er sei da wohl irgendwie missverstanden worden.
0,5% - 0,0% - minus 0,5% - nur nicht passen! Die Skatbank im thüringischen Altenburg, wo angeblich das Skatspiel erfunden worden sei, sei ausgerechnet zum "Weltspartag" auf die Idee gekommen, den Kunden das Sparen auszutreiben. Wer mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto der Bank habe, bekomme dafür keine Zinsen mehr, sondern müsse eine Strafgebühr von 0,25% bezahlen. Erstmals bringe damit in Deutschland ein Tagesgeldkonto normalen Kunden kein Geld mehr ein, sondern koste sie Geld.
Zugegeben, nicht jeder Privatkunde habe 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto. Aber es gehe bei der Sache um das Signal, das von dem Novum ausgehe. Nicht umsonst würden sich die IT-Abteilungen der Banken seit einiger Zeit auf die Verarbeitung negativer Zinsen vorbereiten. Dänemark habe bereits den Leitzins für einige Zeit ins Minus gesenkt. Und in der Schweiz seien Gebühren für Festgeldkonten nicht unüblich.
Es sei zwar nicht davon auszugehen, dass Privatkunden künftig auf breiter Front für ihre Sparbücher Minuszinsen zu entrichten hätten. Aber es werde auch dem Letzten klar, dass kaum mehr risikolose Pluszinsen zu erwarten seien. Und dies werde die bereits bestehenden Ausweichbewegungen in Richtung der Substanzwert-Assetklassen Aktien oder Immobilien verstärken, was diesen Märkten einen zusätzlichen Schub verleihen werde. Die Folge werde sein, dass bereits bestehende Blasen, vor allem für Toplagen und Ballungszentren am Immobilienmarkt, noch verstärkt würden. Und damit steige auch die Gefahr, die allen Blasen drohe: Zu platzen.
In dieser Handelswoche hätten die Finanzchefs vieler Unternehmen den besonderen Charme einer Refinanzierung in zwei Tranchen für sich entdeckt und somit vielen Investoren einen Gefallen getan. So habe Apple zwei Anleihen über jeweils 1,4 Mrd. Euro aufgelegt. Die eine Tranche (ISIN XS1135334800 / WKN A1ZR66) sei am 10.11.2022 endfällig und mit einem Kupon von 1% ausgestattet. Bei einem Emissionskurs von 99,375% habe sich ein Spread von +30 Bps über Mid Swap ergeben. Die andere Tranche (ISIN XS1135337498 / WKN A1ZR67) sei am 10.11.2026 endfällig und werde jährlich mit 1,625% verzinst. Der Emissionsspread habe bei +45 Bps über Mid Swap gelegen, was einem Emissionskurs von 99,504% entsprochen habe.
Aber auch das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis habe sich über seine luxemburgische Finance-Gruppe mittels zweier Anleihen zu je 600 Mio. Euro zusätzliche Liquidität verschafft. Die bis 09.11.2021 laufende Anleihe (ISIN XS1134758116 / WKN A1ZR2J) habe einen Kupon in Höhe von 0,75%. Der Emissionskurs von 99,134% habe einem Spread von +18 Bps über Mid Swap entsprochen. Die länger laufende Anleihe (09.11.2026) besitze einen Kupon von 1,625% und bei einem Kurs von 99,697% habe dies ein Emissionsspread von +38 Bps über Mid Swap bedeutet.
Dass aber auch andere Unternehmen an der Festschreibung der aktuellen Konditionen interessiert seien, mache die Begebung zweier Anleihen durch die Shell International Finance B. V. deutlich. Eine Gattung (ISIN XS1135276332 / WKN A1ZR62) sei mit einem Kupon von 1% ausgestattet und am 06.04.2022 endfällig. Der Emissionspreis der 1 Mrd. Euro schweren Anleihe sei bei 99,802% fixiert worden. Die zweite Gattung (ISIN XS1135277140 / WKN A1ZR51) sei am 20.01.2027 endfällig, verfüge über einen jährlichen Kupon von 1,625% und habe ein Volumen von 1,25 Mrd. Euro. Der Emissionspreis habe 99,024% gelautet.
Der angekündigte Mega-Streik bei der Bahn erhitze die Gemüter bundesweit. Die Fahrgäste würden allmählich die Geduld verlieren und hätten keinerlei Verständnis mehr für die abermalige Niederlegung der Arbeit. An der Börse sei ein solches Szenario nicht denkbar, auch wenn aktuell die Handelsaktivitäten im Rentenhandel sehr überschaubar seien. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Marktakteure ihre Aufmerksamkeit gänzlich dem heutigen EZB-Treffen widmen würden.
Im Vorfeld der Ratssitzung habe sich der Euro-Bund-Future in einem ruhigen Fahrwasser bewegt. So habe sich das Rentenbarometer zwar deutlich von der Unterstützungslinie bei 150% entfernt, aber ob die Lethargie des gestrigen Handelstages abgelegt werden könne, hänge maßgeblich davon ab, welche Erkenntnisse das heutige EZB-Treffen liefern werde. Heute Morgen handle der Dezember-Kontrakt bei 151,20% und somit rentiere die zehnjährige Bundesanleihe mit 0,82%.
Aufgrund der geringen Volatilität der vergangenen Handelstage zeigt uns auch der obligatorische Blick auf die Charttechnik keine neuen Erkenntnisse, so die Analysten der Baader Bank. Das Kontrakthoch von 152,49% (Hoch vom 15.10.2014) habe weiterhin Bestand. Der Bereich um 150,50% sowie die psychologisch wichtige Marke bei 150% seien als Unterstützung auszumachen. Dennoch sei mit keiner signifikanten Korrektur zu rechnen und der Blick der Marktteilnehmer richte sich nicht zuletzt wegen der Notenbank-Aktivitäten weiterhin nach oben.
In der vergangenen Handelswoche habe sich neben Frankreich, Österreich und Spanien auch Irland wieder am Kapitalmarkt aktiv gezeigt. Hierbei habe Dublin für 15,5 Jahre mittels einer Anleihe (ISIN IE00BJ38CR43 / WKN A1ZR7B) mit einem jährlichen Kupon von 2,4% insgesamt 3,75 Mrd. Euro aufnehmen können. Der erste Kupon sei ein verkürzter Kupon. Die Nachfrage habe das Angebot um mehr als das Doppelte überstiegen. Platziert worden sei die Anleihe zu 27% an Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere 20% seien nach Großbritannien, 15% nach Frankreich und nach Irland selbst nur 11% gegangen. Das restliche Material sei u.a. nach Kanada, die Benelux-Länder und in andere Staaten verkauft worden. Der Emissionskurs von 98,899% habe ein Spread von +102 Bps über Mid Swap ergeben.
In den USA hingegen seien lediglich Geldmarkttitel refinanziert worden. So seien 36 Mrd. USD für vier Wochen, 24 Mrd. USD für drei Monate und 30 Mrd. USD für sechs Monate emittiert worden. Für die nächste Woche stehe die Begebung von T-Bonds mit einer Laufzeit von drei, zehn und 30 Jahren auf der Agenda.
Aber auch die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland habe sich am Primärmarkt getummelt und die fünfjährige Bundesobligation (ISIN DE0001141703 / WKN 114170) Serie 170 um 4 Mrd. Euro auf insgesamt 13 Mrd. Euro aufgestockt. Die Zuteilung der 1,3fach überzeichneten Gattung sei bei einer Durchschnittsrendite von 0,12% erfolgt.
Am vergangenen Freitag sei Halloween gewesen und Kinder hätten mit dem Spruch geklopfte: "Süßes, sonst gibt's Saures" an die Haustüren. Der Euro sei während dieser Handelswoche hingegen von einem altbekannten Schreckgespenst verfolgt worden, der möglichen Zinserhöhung in den USA. Die Marktteilnehmer würden aktuell, mal wieder, von einem früher als bis dato angedachten Zeitpunkt ausgehen. Die Gemeinschaftswährung habe daraufhin die Flucht ergriffen und sei von 1,2632 USD auf 1,2441 USD gefallen. Auf einen solchen Kursverlauf folge erfahrungsgemäß eine Gegenreaktion und dabei habe sich der Euro kurzfristig sogar auf 1,257 USD erholen können.
Vor der heutigen EZB-Sitzung habe sich die Gemeinschaftswährung jedoch wieder in ein sicheres Versteck, bei 1,2507 USD, zurückgezogen. Ob Mario Draghi bei der anschließenden Pressekonferenz als Geisterjäger auftreten werde, bleibe abzuwarten.
Im Vergleich mit dem Brasilianischen Real (BRL) habe es zu Beginn der Handelswoche auch nicht gut für die Währung der Euroländer ausgesehen. Die Brasilianische Zentralbank habe die Leitzinsen erhöht, was den Euro bis auf 3,014 BRL gedrückt habe. Doch dieses Gespenst habe seinen Schrecken mittlerweile schon wieder verloren und die Gemeinschaftswährung notiere aktuell bei 3,1335 BRL.
Das Interesse der Privatanleger habe sich in dieser Handelswoche weiterhin auf Fremdwährungsanleihen im USD, BRL, Neuseeländischen Dollar und Schweizer Franken konzentriert.
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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader und Dieter Brichmann. (06.11.2014/alc/a/a)
So drehe die eine, die US-amerikanische Notenbank (FED), den Geldhahn zu, während die andere, die Europäische Zentralbank (EZB), behutsam die Schleusen öffne. Und zu guter Letzt reiße die dritte im Bunde, die Bank of Japan (BoJ), die noch vorhandenen Dämme ein und überschwemme das Hinterland.
Zwar stelle die FED keine frischen Gelder mehr zu Verfügung, aber Endfälligkeiten und Rückzahlungen würden nicht zur Reduzierung verwendet, sondern wieder reinvestiert. Dies sei als halbherzig zu bezeichnen und verdeutliche nur zu gut, dass sich Janet Yellen und ihre Notenbanker immer eine Hintertür offen halten würden.
Bei der EZB hingegen habe man im Oktober die erste Stufe der "Erstschlagswaffe zur Vernichtung der Liquidität" bereits gezündet. In dem von Investoren bereits stark beanspruchten Marktsegment für Covered Bonds nominal 4,8 Mrd. Euro aus dem Markt zu nehmen, verstärke nur noch die Probleme der Anleger. Denn viele Investoren seien zur Abdeckung diverser Risiken auf eine Besicherung mittels Wertpapieren guter Bonität angewiesen. Noch versuche man in bestimmten Fällen auf Emittenten der zweiten Reihe zurückzugreifen. Aber auch das werde irgendwann nicht mehr gelingen, da es zur Zündung der zweiten, der dritten und vielleicht auch einer vierten Stufe bei der EZB-Rakete zur Vernichtung der Liquidität kommen werde.
In Japan hingegen habe die BoJ bereits einsehen müssen, dass das bisherige Volumen der Anleihenaufkäufe nicht mehr ausreiche. Gekoppelt mit einer Änderung der Anlagerichtlinien des japanischen Pensionsfonds (Reduzierung der heimischen Staatsanleihen von 60% auf 35% und gleichzeitige Erhöhung der Quote für ausländische Anleihen von 11% auf 15%) seien zusätzliche 30 Billionen JPY jährlich für Staatsanleihen zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig sei auch die Haltedauer auf bis zu zehn Jahre erhöht worden.
Unterm Strich werde somit deutlich, dass die Notenbanken auch in Zukunft nicht umhin kämen, mit Ankäufen eine künstliche Verknappung des Materials zu erzeugen, um die Refinanzierungskosten für die Staatshaushalte möglichst niedrig zu halten. Und das sei schließlich auch das eigentliche Ziel dieser Maßnahmen.
Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik würden sich viele Anleger dennoch nicht vom Rentenmarkt abschrecken lassen. Auf ihrer Suche nach halbwegs rentierlichen Anlagen mit überschaubarem Risiko würden sie immer wieder in der zweiten Reihe bei Corporate Bonds fündig, die nicht selten nahe ihrem Jahreshoch notieren würden. So habe in dieser Woche unter anderem ein Corporate Bond (ISIN XS0542369219 / WKN A1EWSC) von Rheinmetall im Anlegerfokus gestanden. Bei einem Kursniveau von rund 109,65% notiere das Papier auf seinem Jahreshoch. Der Titel, der mit ca. 1,77% rentiere, laufe bis 9/2017.
Rund ein Jahr später im Juli 2018 sei eine Unternehmensanleihe von Wienerberger endfällig, mit der Anleger aktuell eine Rendite von rund 1,70% erzielen könnten. Auch mit einer Anleihe (ISIN FR0011567940 / WKN A1HQZP) von Peugeot, die im Januar 2019 zur Rückzahlung anstehe, sei aktuell eine Rendite von 2,633% machbar.
Ein anderer oft nachgefragter Bond sei ein mit ca. 2,10% rentierender Titel (ISIN XS0847087714 / WKN A1RE7N) von Otto, der im November 2019 zurückgezahlt werde. Auch hier liege der Kurs mit rund 108,00% nahe dem Jahreshoch von Anfang August (109,00%).
Vieles spreche dafür, dass die Bank of England (BoE) auf ihrer heutigen Ratssitzung an ihrer laxen Geldpolitik festhalten und den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,50% belassen werde. Nachdem es lange Zeit so ausgesehen habe, dass die Zentralbanker in der Londoner City in diesem November ihren Leitzins erstmals nach der Finanzkrise wieder anheben würden, müsse die BoE jetzt wohl oder übel zurückrudern.
Die Gründe dafür lägen in der Inflation in Großbritannien, die nun doch deutlich unter dem BoE-Zielwert von 2% liege, sowie den zunehmend düsteren Aussichten für Europas Wirtschaft. So schlittere ausgerechnet Deutschland nach der Herbstprognose der EU-Kommission in diesem Jahr am Rande der Rezession entlang. Demnach werde das Wachstum in den 18 Euro-Ländern insgesamt deutlich schlechter ausfallen als bisher erwartet. Für das laufende Jahr rechne Brüssel für die Eurozone nur noch mit +0,8% statt der prognostizierten +1,2%. Frankreich, so sei anzunehmen, werde sein ausgeufertes Defizit auch auf längere Sicht nicht in den Griff bekommen und Deutschland könne seine Rolle als Konjunkturlokomotive Europas wohl nicht mehr erfüllen.
Vor diesem Hintergrund sei anzunehmen, dass die BoE erst einmal abwarten und Tee trinken werde, um die Leitzinsanhebung zu verschieben - gegebenenfalls bis Herbst kommenden Jahres. Diese oftmals als britische Tugend bezeichnete Verhaltensweise würde auch den anderen europäischen Notenbankern bei der heutigen EZB-Sitzung gut zu Gesicht stehen.
Aus Athen seien neue Töne zu vernehmen, die einen hellhörig machen würden. Seitens der griechischen Regierung heiße es, man wolle "die Beziehung zu internationalen Geldgebern 2015 von Grund auf neu gestalten". Und man spreche von einer Übergangsperiode von "vielleicht sechs Monaten, vielleicht einem Jahr", bevor das Land endgültig aus seinen strengen Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern entlassen werden solle. Damit werde klar: Ein sauberer Ausstieg aus dem Hilfsprogramm, wie es Irland, Portugal oder Spanien aus eigener Kraft geschafft hätten, werde Griechenland nicht gelingen.
Damit werde sich Hellas als erstes Euro-Krisenland nicht einfach aus dem Rettungsprogramm internationaler Geldgeber verabschieden können. Das Land sei vielmehr auch 2015 auf Hilfe angewiesen. Die Vorzeichen seien spätestens im Oktober zu erkennen gewesen, als die griechischen Renditen für Staatsanleihen wieder stark gestiegen seien und die Börse in Athen einen Kurssturz erlebt habe. Athen habe seit Ausbruch der Krise bisher zwei Hilfsprogramme mit einem Umfang von insgesamt rund 240 Mrd. Euro erhalten. Die Hilfen der Eurostaaten würden Ende 2014 auslaufen, das Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) ende am 31. März 2016. Athen habe sich im Gegenzug einer rigiden Spar- und Reformpolitik unterworfen, die im Land immer wieder für Proteste gesorgt habe. Um der strengen Aufsicht der Geldgeber zu entgehen, würde Athen ein drittes Hilfsprogramm gerne umgehen. Dies aber werde in der EU als illusorisch angesehen.
Was aber darüber hinaus aufhorchen lasse, seien die Bestrebungen Athens mit seinen Geldgebern "auch über neue Beziehungen zu sprechen". Solle damit etwa der Boden dafür bereitet werden, dass die Gläubiger für die Staatspleite bluten müssten? Dies könnte in Form eines Abschlags auf die Schulden, also eines Haircuts, erfolgen oder zumindest in Form einer zeitlichen Streckung der Tilgung.
Ein Vorbild dafür, unweit von Griechenland im Mittelmeer gelegen, habe es 2013 mit Zypern gegeben, als man die Gläubiger durch einen Schuldenschnitt an der Rettung der maroden Banken beteiligt habe. Immerhin habe damals der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, durchblicken lassen, Zypern könnte zur "Vorlage" werden, wie Europa künftig mit bankrotten Banken und Staaten umgehe. Später habe Dijsselbloem den Vorbildcharakter von Zypern abgestritten und gesagt, er sei da wohl irgendwie missverstanden worden.
0,5% - 0,0% - minus 0,5% - nur nicht passen! Die Skatbank im thüringischen Altenburg, wo angeblich das Skatspiel erfunden worden sei, sei ausgerechnet zum "Weltspartag" auf die Idee gekommen, den Kunden das Sparen auszutreiben. Wer mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto der Bank habe, bekomme dafür keine Zinsen mehr, sondern müsse eine Strafgebühr von 0,25% bezahlen. Erstmals bringe damit in Deutschland ein Tagesgeldkonto normalen Kunden kein Geld mehr ein, sondern koste sie Geld.
Zugegeben, nicht jeder Privatkunde habe 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto. Aber es gehe bei der Sache um das Signal, das von dem Novum ausgehe. Nicht umsonst würden sich die IT-Abteilungen der Banken seit einiger Zeit auf die Verarbeitung negativer Zinsen vorbereiten. Dänemark habe bereits den Leitzins für einige Zeit ins Minus gesenkt. Und in der Schweiz seien Gebühren für Festgeldkonten nicht unüblich.
Es sei zwar nicht davon auszugehen, dass Privatkunden künftig auf breiter Front für ihre Sparbücher Minuszinsen zu entrichten hätten. Aber es werde auch dem Letzten klar, dass kaum mehr risikolose Pluszinsen zu erwarten seien. Und dies werde die bereits bestehenden Ausweichbewegungen in Richtung der Substanzwert-Assetklassen Aktien oder Immobilien verstärken, was diesen Märkten einen zusätzlichen Schub verleihen werde. Die Folge werde sein, dass bereits bestehende Blasen, vor allem für Toplagen und Ballungszentren am Immobilienmarkt, noch verstärkt würden. Und damit steige auch die Gefahr, die allen Blasen drohe: Zu platzen.
In dieser Handelswoche hätten die Finanzchefs vieler Unternehmen den besonderen Charme einer Refinanzierung in zwei Tranchen für sich entdeckt und somit vielen Investoren einen Gefallen getan. So habe Apple zwei Anleihen über jeweils 1,4 Mrd. Euro aufgelegt. Die eine Tranche (ISIN XS1135334800 / WKN A1ZR66) sei am 10.11.2022 endfällig und mit einem Kupon von 1% ausgestattet. Bei einem Emissionskurs von 99,375% habe sich ein Spread von +30 Bps über Mid Swap ergeben. Die andere Tranche (ISIN XS1135337498 / WKN A1ZR67) sei am 10.11.2026 endfällig und werde jährlich mit 1,625% verzinst. Der Emissionsspread habe bei +45 Bps über Mid Swap gelegen, was einem Emissionskurs von 99,504% entsprochen habe.
Aber auch das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis habe sich über seine luxemburgische Finance-Gruppe mittels zweier Anleihen zu je 600 Mio. Euro zusätzliche Liquidität verschafft. Die bis 09.11.2021 laufende Anleihe (ISIN XS1134758116 / WKN A1ZR2J) habe einen Kupon in Höhe von 0,75%. Der Emissionskurs von 99,134% habe einem Spread von +18 Bps über Mid Swap entsprochen. Die länger laufende Anleihe (09.11.2026) besitze einen Kupon von 1,625% und bei einem Kurs von 99,697% habe dies ein Emissionsspread von +38 Bps über Mid Swap bedeutet.
Der angekündigte Mega-Streik bei der Bahn erhitze die Gemüter bundesweit. Die Fahrgäste würden allmählich die Geduld verlieren und hätten keinerlei Verständnis mehr für die abermalige Niederlegung der Arbeit. An der Börse sei ein solches Szenario nicht denkbar, auch wenn aktuell die Handelsaktivitäten im Rentenhandel sehr überschaubar seien. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Marktakteure ihre Aufmerksamkeit gänzlich dem heutigen EZB-Treffen widmen würden.
Im Vorfeld der Ratssitzung habe sich der Euro-Bund-Future in einem ruhigen Fahrwasser bewegt. So habe sich das Rentenbarometer zwar deutlich von der Unterstützungslinie bei 150% entfernt, aber ob die Lethargie des gestrigen Handelstages abgelegt werden könne, hänge maßgeblich davon ab, welche Erkenntnisse das heutige EZB-Treffen liefern werde. Heute Morgen handle der Dezember-Kontrakt bei 151,20% und somit rentiere die zehnjährige Bundesanleihe mit 0,82%.
Aufgrund der geringen Volatilität der vergangenen Handelstage zeigt uns auch der obligatorische Blick auf die Charttechnik keine neuen Erkenntnisse, so die Analysten der Baader Bank. Das Kontrakthoch von 152,49% (Hoch vom 15.10.2014) habe weiterhin Bestand. Der Bereich um 150,50% sowie die psychologisch wichtige Marke bei 150% seien als Unterstützung auszumachen. Dennoch sei mit keiner signifikanten Korrektur zu rechnen und der Blick der Marktteilnehmer richte sich nicht zuletzt wegen der Notenbank-Aktivitäten weiterhin nach oben.
In der vergangenen Handelswoche habe sich neben Frankreich, Österreich und Spanien auch Irland wieder am Kapitalmarkt aktiv gezeigt. Hierbei habe Dublin für 15,5 Jahre mittels einer Anleihe (ISIN IE00BJ38CR43 / WKN A1ZR7B) mit einem jährlichen Kupon von 2,4% insgesamt 3,75 Mrd. Euro aufnehmen können. Der erste Kupon sei ein verkürzter Kupon. Die Nachfrage habe das Angebot um mehr als das Doppelte überstiegen. Platziert worden sei die Anleihe zu 27% an Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere 20% seien nach Großbritannien, 15% nach Frankreich und nach Irland selbst nur 11% gegangen. Das restliche Material sei u.a. nach Kanada, die Benelux-Länder und in andere Staaten verkauft worden. Der Emissionskurs von 98,899% habe ein Spread von +102 Bps über Mid Swap ergeben.
In den USA hingegen seien lediglich Geldmarkttitel refinanziert worden. So seien 36 Mrd. USD für vier Wochen, 24 Mrd. USD für drei Monate und 30 Mrd. USD für sechs Monate emittiert worden. Für die nächste Woche stehe die Begebung von T-Bonds mit einer Laufzeit von drei, zehn und 30 Jahren auf der Agenda.
Aber auch die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland habe sich am Primärmarkt getummelt und die fünfjährige Bundesobligation (ISIN DE0001141703 / WKN 114170) Serie 170 um 4 Mrd. Euro auf insgesamt 13 Mrd. Euro aufgestockt. Die Zuteilung der 1,3fach überzeichneten Gattung sei bei einer Durchschnittsrendite von 0,12% erfolgt.
Am vergangenen Freitag sei Halloween gewesen und Kinder hätten mit dem Spruch geklopfte: "Süßes, sonst gibt's Saures" an die Haustüren. Der Euro sei während dieser Handelswoche hingegen von einem altbekannten Schreckgespenst verfolgt worden, der möglichen Zinserhöhung in den USA. Die Marktteilnehmer würden aktuell, mal wieder, von einem früher als bis dato angedachten Zeitpunkt ausgehen. Die Gemeinschaftswährung habe daraufhin die Flucht ergriffen und sei von 1,2632 USD auf 1,2441 USD gefallen. Auf einen solchen Kursverlauf folge erfahrungsgemäß eine Gegenreaktion und dabei habe sich der Euro kurzfristig sogar auf 1,257 USD erholen können.
Vor der heutigen EZB-Sitzung habe sich die Gemeinschaftswährung jedoch wieder in ein sicheres Versteck, bei 1,2507 USD, zurückgezogen. Ob Mario Draghi bei der anschließenden Pressekonferenz als Geisterjäger auftreten werde, bleibe abzuwarten.
Im Vergleich mit dem Brasilianischen Real (BRL) habe es zu Beginn der Handelswoche auch nicht gut für die Währung der Euroländer ausgesehen. Die Brasilianische Zentralbank habe die Leitzinsen erhöht, was den Euro bis auf 3,014 BRL gedrückt habe. Doch dieses Gespenst habe seinen Schrecken mittlerweile schon wieder verloren und die Gemeinschaftswährung notiere aktuell bei 3,1335 BRL.
Das Interesse der Privatanleger habe sich in dieser Handelswoche weiterhin auf Fremdwährungsanleihen im USD, BRL, Neuseeländischen Dollar und Schweizer Franken konzentriert.
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