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Notenbanken im Fokus
20.12.21 09:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn der vergangenen Handelswoche drückten erneut die Sorgen vor der Omikron-Variante, der anstehende Kurswechsel der europäischen und US-amerikanischen Notenbank sowie die anhaltende Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt auf die Stimmung an den Kapitalmärkten, so die Experten von Union Investment.
Positive Nachrichten habe das Robert Koch Institut gemeldet. Nachdem Anfang Dezember die vierte Welle der Corona-Pandemie ihren Höhepunkt erreicht habe, seien die Zahlen der Neuinfektionen gesunken. Darüber hinaus sei in Deutschland ein neuer Impfrekord gemeldet worden. So seien fast 1,5 Millionen Impfdosen an einem Tag in Deutschland verabreicht worden. Die Impfquote liege nun oberhalb von 70 Prozent. Traurige Nachrichten habe es derweil bei der Anzahl der Todesopfer durch Corona-Infektionen gegeben, die kontinuierlich ansteige.
Ein besonderer Fokus habe in dieser Woche auf den Notenbanksitzungen am Mittwoch in den USA sowie der Eurozone, Großbritanniens und Japans an den Folgetagen gelegen. Die Nervosität vor den Sitzungen der Notenbanken habe zu Beginn der Handelswoche zu einer eher abwartenden Haltung der Investoren am Kapitalmarkt geführt. Zur Wochenmitte hätten dann der Anstieg der US-Erzeugerpreise im November um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Aktienmärkte zusätzlich verunsichert und Sorgen vor einem Anstieg des Leitzinses erhöht.
Nach den mit Spannung erwarteten Sitzungen der Notenbanken hätten sich die Märkte zum Ende der Woche erholt und positiv auf die neuen geldpolitischen Ausrichtungen der Währungshüter reagiert. Begonnen worden seien die Sitzungen mit der Tagung der US-Notenbank FED am Mittwoch. Jene habe bekannt gegeben, ihre milliardenschweren Anleihekäufe doppelt so schnell zurück zu fahren wie geplant.
Am Donnerstag habe dann die Bank of England (BoE) und im Anschluss die Europäische Zentralbank (EZB) getagt. Beide hätten zwar mit ihren Entscheidungen überrascht, die Marktreaktion sei aber moderat ausgefallen.
China halte in der Bekämpfung der Corona-Pandemie an seiner Null-Toleranz-Politik fest. Dabei werde bereits bei kleinsten Ausbrüchen mit harten Maßnahmen durchgegriffen. So habe zu Beginn der Handelswoche ein Coronaausbruch in einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Chinas zu Produktionsstopps in unter anderem mehr als 20 börsennotierten Firmen geführt. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen mit denen die Regierung lokale Ausbrüche verhindern möchte sowie Probleme in der Immobilienbranche, hätten die Wirtschaftszahlen für November die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. So sei der Umsatz im Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 3,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu habe das Plus im Oktober bei 4,9 Prozent gelegen. Ebenfalls schwächer als erwartet hätten sich die Sachinvestitionen entwickelt. Dabei sei besonders das Wachstum der Immobilieninvestitionen zurückgegangen. Die Industrieproduktion sei etwas stärker als geschätzt ausgefallen. Ob für die chinesische Volkswirtschaft das Schlimmste bereits vorüber sei, lasse sich zwar noch nicht endgültig sagen, aber es gebe erste Zeichen der Stabilisierung. Zuletzt hätten die Regierung und die Zentralbank Schritte unternommen, um das makroökonomische Umfeld zu stabilisieren. Das Risiko einer weiteren Verschlechterung habe sich dadurch verringert.
Auch nach Ende des Corona-Unterstützungsprogramms der britischen Regierung erhole sich der britischen Arbeitsmarkt. So habe das Statistikamt ONS am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass die Beschäftigung im Oktober gestiegen und die Arbeitslosigkeit gesunken sei. Demnach habe die Arbeitslosenquote im Oktober bei 4,2 Prozent und damit bei 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert gelegen. Trotz dessen, dass die Beschäftigungsquote in den drei Monaten bis Oktober um 0,2 Punkte auf 75,5 Prozent angestiegen sei, liege sie immer noch unter dem Vorkrisenniveau.
Ebenfalls seien in dieser Woche die Verbraucherpreise in Großbritannien veröffentlicht worden. Jene seien gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent stiegen und hätten damit die höchste Rate seit etwa zehn Jahren erreicht. Im Vormonat habe die Rate bei 4,2 Prozent gelegen. (Ausgabe vom 17.12.2021) (20.12.2021/alc/a/a)
Positive Nachrichten habe das Robert Koch Institut gemeldet. Nachdem Anfang Dezember die vierte Welle der Corona-Pandemie ihren Höhepunkt erreicht habe, seien die Zahlen der Neuinfektionen gesunken. Darüber hinaus sei in Deutschland ein neuer Impfrekord gemeldet worden. So seien fast 1,5 Millionen Impfdosen an einem Tag in Deutschland verabreicht worden. Die Impfquote liege nun oberhalb von 70 Prozent. Traurige Nachrichten habe es derweil bei der Anzahl der Todesopfer durch Corona-Infektionen gegeben, die kontinuierlich ansteige.
Ein besonderer Fokus habe in dieser Woche auf den Notenbanksitzungen am Mittwoch in den USA sowie der Eurozone, Großbritanniens und Japans an den Folgetagen gelegen. Die Nervosität vor den Sitzungen der Notenbanken habe zu Beginn der Handelswoche zu einer eher abwartenden Haltung der Investoren am Kapitalmarkt geführt. Zur Wochenmitte hätten dann der Anstieg der US-Erzeugerpreise im November um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Aktienmärkte zusätzlich verunsichert und Sorgen vor einem Anstieg des Leitzinses erhöht.
Am Donnerstag habe dann die Bank of England (BoE) und im Anschluss die Europäische Zentralbank (EZB) getagt. Beide hätten zwar mit ihren Entscheidungen überrascht, die Marktreaktion sei aber moderat ausgefallen.
China halte in der Bekämpfung der Corona-Pandemie an seiner Null-Toleranz-Politik fest. Dabei werde bereits bei kleinsten Ausbrüchen mit harten Maßnahmen durchgegriffen. So habe zu Beginn der Handelswoche ein Coronaausbruch in einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Chinas zu Produktionsstopps in unter anderem mehr als 20 börsennotierten Firmen geführt. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen mit denen die Regierung lokale Ausbrüche verhindern möchte sowie Probleme in der Immobilienbranche, hätten die Wirtschaftszahlen für November die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. So sei der Umsatz im Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 3,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu habe das Plus im Oktober bei 4,9 Prozent gelegen. Ebenfalls schwächer als erwartet hätten sich die Sachinvestitionen entwickelt. Dabei sei besonders das Wachstum der Immobilieninvestitionen zurückgegangen. Die Industrieproduktion sei etwas stärker als geschätzt ausgefallen. Ob für die chinesische Volkswirtschaft das Schlimmste bereits vorüber sei, lasse sich zwar noch nicht endgültig sagen, aber es gebe erste Zeichen der Stabilisierung. Zuletzt hätten die Regierung und die Zentralbank Schritte unternommen, um das makroökonomische Umfeld zu stabilisieren. Das Risiko einer weiteren Verschlechterung habe sich dadurch verringert.
Auch nach Ende des Corona-Unterstützungsprogramms der britischen Regierung erhole sich der britischen Arbeitsmarkt. So habe das Statistikamt ONS am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass die Beschäftigung im Oktober gestiegen und die Arbeitslosigkeit gesunken sei. Demnach habe die Arbeitslosenquote im Oktober bei 4,2 Prozent und damit bei 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert gelegen. Trotz dessen, dass die Beschäftigungsquote in den drei Monaten bis Oktober um 0,2 Punkte auf 75,5 Prozent angestiegen sei, liege sie immer noch unter dem Vorkrisenniveau.
Ebenfalls seien in dieser Woche die Verbraucherpreise in Großbritannien veröffentlicht worden. Jene seien gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent stiegen und hätten damit die höchste Rate seit etwa zehn Jahren erreicht. Im Vormonat habe die Rate bei 4,2 Prozent gelegen. (Ausgabe vom 17.12.2021) (20.12.2021/alc/a/a)


