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Norwegen-Staatsanleihe: unter Pari vergleichsweise hohe Rendite von über 2%
18.10.12 16:11
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN NO0010646813 / WKN A1G5CF) von Norwegen für eine interessante Alternative für risikoscheue Anleger.
Die Währungsanleihe, emittiert vom Königreich Norwegen, sei mit einem Kupon von 2,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 24.05.2023 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Norwegische Kronen (NOK) (entspreche knapp 133 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 99,53% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,09%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten nur ein minimales Kreditrisiko.
Der Markt halte anscheinend eine Lösung der Euro-Schuldenkrise für möglich. Seit Wochen befänden sich die Zinsen der europäischen Risikoländer wie Italien, Spanien und Portugal auf dem Rückzug und die Zinsaufschläge seien so niedrig wie zuletzt Anfang des Jahres. Unterstützung würden die "Optimisten" von Frühindikatoren aus Deutschland und Frankreich erhalten. Zudem habe Moody's zuletzt das Rating für Spanien bestätigt, hier sei Schlimmeres befürchtet worden, die Kreditverhandlungen in Griechenland würden vielversprechend verlaufen und sollte sich Spanien mit der EZB auf ein "Refinanzierungs-Konstrukt" einigen, dürfte nachhaltig die Refinanzierung des Landes über den Kapitalmarkt gesichert sein.
Trotz des zuletzt positiven Nachrichtenflusses dürften nicht die bestehenden Risiken für die Euro-Zone außer Acht gelassen werden. Sicherheitsorientierte Anleger würden somit nach wie vor nach Schuldnern mit Top-Bonitäten Ausschau halten. Für Anleger, die weiterhin dem Euro gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten u.a. Fremdwährungsanleihen von erstklassigen Emittenten interessant sein. Diese befänden sich u.a. in Skandinavien, hier seien vor allem Norwegen und Schweden zu nennen.
Aufgrund seiner hohen Öl- und Gasbestände erziele Norwegen hohe Überschüsse. So habe zum Beispiel der Nettoüberschuss (vor Überweisungen an den Ölfonds) in 2011 von 172 Mrd. NOK auf 235 Mrd. NOK gesteigert werden können. Zwar ist das Land stark von der Entwicklung der Öl- und Gaspreise abhängig, doch da die Analysten von Anleihencheck Research in Kürze von einer weltweiten Wirtschaftserholung ausgehen, sollte Norwegen auch in Zukunft über einen stabilen Haushalt verfügen. Daher dürfte auch die Landeswährung, die Norwegische Krone, weiter gefragt bleiben, auch wenn diese gegenüber dem Euro in den letzten Jahren bereits stark aufgewertet habe. So notiere das Währungspaar NOK/EUR derzeit bei 0,1356 Euro, Ende 2008 habe es bei lediglich rund 0,10 Euro gelegen.
Die BIP-Daten Norwegens für das erste Quartal 2012 seien beeindruckend ausgefallen. Anscheinend werde das Land von der Euro-Schuldenkrise kaum tangiert. So sei das BIP (preis- und saisonbereinigt) in Q1'2012 um 1,4% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Vor allem der stabile private Konsum sei einer der Wachstumssäulen gewesen. Frühindikatoren wie der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe und das seit Anfang des Jahres steigende Konsumentenvertrauen würden auch für die zweite Jahreshälfte eine robuste Wirtschaftsentwicklung erwarten lassen. Hinzu komme eine stabile Arbeitslosenquote von lediglich 3,0%. Lediglich ein Einkaufsmanagerindex von unter 50 deute auf eine leichte Abflachung der aktuell dynamischen Wirtschaftsentwicklung hin. Nichtsdestotrotz würden die Analysten der Nord LB für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 4,0% prognostizieren.
Norwegens Finanzministerium halte für 2013 eine Steigerung des BIP von knapp 3% für möglich. Die Regierung habe aktuell das "Luxusproblem", die Wirtschaft Norwegens nicht zu stark anzuheizen. Daher wolle man im kommenden Jahr etwas weniger Milliarden aus seinem Erdöl-Fonds in den Haushalt überweisen.
Insgesamt erscheint den Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Norwegen weiterhin als eine durchaus interessante Anlagealternative für risikoscheue Anleger. Die Rendite liege immer noch rund 0,30 Prozentpunkte über der von vergleichbaren Bundesanleihen. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Währungsanleihe steigern, sollte die Norwegische Krone gegenüber dem Euro weiter aufwerten. Aktuell sehe man zumindest keinen deutlichen Abwärtsdruck für die NOK. (Analyse vom 18.10.2012) (18.10.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Währungsanleihe, emittiert vom Königreich Norwegen, sei mit einem Kupon von 2,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 24.05.2023 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Norwegische Kronen (NOK) (entspreche knapp 133 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 99,53% biete das Papier eine jährliche Rendite von 2,09%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten nur ein minimales Kreditrisiko.
Der Markt halte anscheinend eine Lösung der Euro-Schuldenkrise für möglich. Seit Wochen befänden sich die Zinsen der europäischen Risikoländer wie Italien, Spanien und Portugal auf dem Rückzug und die Zinsaufschläge seien so niedrig wie zuletzt Anfang des Jahres. Unterstützung würden die "Optimisten" von Frühindikatoren aus Deutschland und Frankreich erhalten. Zudem habe Moody's zuletzt das Rating für Spanien bestätigt, hier sei Schlimmeres befürchtet worden, die Kreditverhandlungen in Griechenland würden vielversprechend verlaufen und sollte sich Spanien mit der EZB auf ein "Refinanzierungs-Konstrukt" einigen, dürfte nachhaltig die Refinanzierung des Landes über den Kapitalmarkt gesichert sein.
Trotz des zuletzt positiven Nachrichtenflusses dürften nicht die bestehenden Risiken für die Euro-Zone außer Acht gelassen werden. Sicherheitsorientierte Anleger würden somit nach wie vor nach Schuldnern mit Top-Bonitäten Ausschau halten. Für Anleger, die weiterhin dem Euro gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten u.a. Fremdwährungsanleihen von erstklassigen Emittenten interessant sein. Diese befänden sich u.a. in Skandinavien, hier seien vor allem Norwegen und Schweden zu nennen.
Aufgrund seiner hohen Öl- und Gasbestände erziele Norwegen hohe Überschüsse. So habe zum Beispiel der Nettoüberschuss (vor Überweisungen an den Ölfonds) in 2011 von 172 Mrd. NOK auf 235 Mrd. NOK gesteigert werden können. Zwar ist das Land stark von der Entwicklung der Öl- und Gaspreise abhängig, doch da die Analysten von Anleihencheck Research in Kürze von einer weltweiten Wirtschaftserholung ausgehen, sollte Norwegen auch in Zukunft über einen stabilen Haushalt verfügen. Daher dürfte auch die Landeswährung, die Norwegische Krone, weiter gefragt bleiben, auch wenn diese gegenüber dem Euro in den letzten Jahren bereits stark aufgewertet habe. So notiere das Währungspaar NOK/EUR derzeit bei 0,1356 Euro, Ende 2008 habe es bei lediglich rund 0,10 Euro gelegen.
Norwegens Finanzministerium halte für 2013 eine Steigerung des BIP von knapp 3% für möglich. Die Regierung habe aktuell das "Luxusproblem", die Wirtschaft Norwegens nicht zu stark anzuheizen. Daher wolle man im kommenden Jahr etwas weniger Milliarden aus seinem Erdöl-Fonds in den Haushalt überweisen.
Insgesamt erscheint den Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Norwegen weiterhin als eine durchaus interessante Anlagealternative für risikoscheue Anleger. Die Rendite liege immer noch rund 0,30 Prozentpunkte über der von vergleichbaren Bundesanleihen. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Währungsanleihe steigern, sollte die Norwegische Krone gegenüber dem Euro weiter aufwerten. Aktuell sehe man zumindest keinen deutlichen Abwärtsdruck für die NOK. (Analyse vom 18.10.2012) (18.10.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


