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Neue EZB-Chefin, gleicher Kurs: Zinslosigkeit dauert an
13.12.19 13:15
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Der Leitzins im Euroraum bleibt unverändert bei null Prozent, verkündete Christine Lagarde auf ihrer ersten Sitzung als EZB-Präsidentin, so die Experten von "FONDS professionell".
Welche Pläne die Grande Dame für die Eurozone habe und wie Marktbeobachter darauf reagieren würden.
In Sachen Leitzins setze Christine Lagarde auf Kontinuität statt Aktionismus. Er bleibe unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent, habe die seit Anfang November amtierende Französin auf ihrer ersten Sitzung als Präsidentin der Europäischen Zentralbankbank (EZB) verkündet. Das berichte der Nachrichtensender n-tv. Marktbeobachter hätten aber auch so früh nicht mit einem grundlegenden Kurswechsel gerechnet.
Sie hätten ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Zwischentöne gerichtet: So habe Lagarde zwar bekräftigt, dass sie eine ultralockere Geldpolitik auf absehbare Zeit für notwendig halte. Allerdings wolle sie mögliche Nebenwirkungen genauer untersuchen und jeden Stein umdrehen. "Lagarde gab eine etwas optimistischere Einschätzung der Wachstums- und Inflationsaussichten ab, klang allerdings vorsichtiger in Bezug auf die möglichen Folgen negativer Zinsen", analysiere Paul Diggle, Volkswirt bei Aberdeen Standard.
EZB dürfte 2020 überrascht werden
Einen Großteil der Konferenz hätten die Ausführungen Lagardes zur Überarbeitung der geldpolitischen Strategie eingenommen. Diese solle im Januar beginnen und vor Jahresende abgeschlossen sein. "Es sollen alle Aspekte der Geldpolitik durchleuchtet werden, Dreh- und Angelpunkt wird aber die Definition des mittelfristigen Ziels für die Preisstabilität sein, das zurzeit mit einer Inflationsrate von unter, aber nahe zwei Prozent definiert ist", sage Bantleon-Anlagestratege Jörg Angelé.
Er halte Lagardes Prognosen für Wachstum und Inflation für das Jahr 2020 für zu vorsichtig. "Wir gehen davon aus, dass die EZB im nächsten Jahr von einem stärkeren Anstieg der Inflation als jetzt projiziert überrascht wird und sich die Konjunktur besser entwickeln wird als derzeit erwartet", erkläre Angelé. Eine nochmalige Leitzinssenkung wäre damit vom Tisch. (13.12.2019/alc/a/a)
Welche Pläne die Grande Dame für die Eurozone habe und wie Marktbeobachter darauf reagieren würden.
In Sachen Leitzins setze Christine Lagarde auf Kontinuität statt Aktionismus. Er bleibe unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent, habe die seit Anfang November amtierende Französin auf ihrer ersten Sitzung als Präsidentin der Europäischen Zentralbankbank (EZB) verkündet. Das berichte der Nachrichtensender n-tv. Marktbeobachter hätten aber auch so früh nicht mit einem grundlegenden Kurswechsel gerechnet.
EZB dürfte 2020 überrascht werden
Einen Großteil der Konferenz hätten die Ausführungen Lagardes zur Überarbeitung der geldpolitischen Strategie eingenommen. Diese solle im Januar beginnen und vor Jahresende abgeschlossen sein. "Es sollen alle Aspekte der Geldpolitik durchleuchtet werden, Dreh- und Angelpunkt wird aber die Definition des mittelfristigen Ziels für die Preisstabilität sein, das zurzeit mit einer Inflationsrate von unter, aber nahe zwei Prozent definiert ist", sage Bantleon-Anlagestratege Jörg Angelé.
Er halte Lagardes Prognosen für Wachstum und Inflation für das Jahr 2020 für zu vorsichtig. "Wir gehen davon aus, dass die EZB im nächsten Jahr von einem stärkeren Anstieg der Inflation als jetzt projiziert überrascht wird und sich die Konjunktur besser entwickeln wird als derzeit erwartet", erkläre Angelé. Eine nochmalige Leitzinssenkung wäre damit vom Tisch. (13.12.2019/alc/a/a)


