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Mittelstandsanleihen als Anlagealternative
08.05.14 15:00
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Mittelstandsanleihen erfreuten sich bei Privatanlegern in den vergangenen Jahren großer Beliebtheit, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Die überdurchschnittliche jährliche Verzinsung von knapp 5 Prozent bis 11,5 Prozent und das vermeintliche Qualitätsmerkmal "Mittelstand" hätten jedoch häufig die Risiken verdeckt. Inzwischen habe sich die Stimmung bei vielen Anlegern für das Segment merklich eingetrübt, würden die Kapitalmarktexperten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers beobachten.
Als der Trend zu Mittelstandsanleihen vor vier Jahren seinen Anfang genommen habe, seien die Zinsen auf Tages- und Festgeldkonten bereits auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Auch die Verzinsung von Anleihen großer DAX-Konzerne habe aufgrund der starken Nachfrage nicht mehr ausgereicht, um den Werterhalt von Vermögen sicherzustellen. "Das rief seinerzeit viele Privatinvestoren auf den Plan", sage Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger Privatbankiers.
Doch in der Realität hätten nur wenige dieser Unternehmen dem entsprochen, was man landläufig unter deutschem Mittelstand verstehe. Vielmehr hätten vermehrt bonitätsschwache Unternehmen oder solche, die bei Banken nur schwer eine Finanzierung erhalten hätten, die Gunst der Stunde genutzt und sich durch die Ausgabe von Anleihen frisches Geld verschafft. Inzwischen habe sich - nachdem eine große Anzahl von Unternehmen in Schieflage geraten sei oder sogar einen Insolvenzantrag habe stellen müssen - die Stimmung für das Marktsegment merklich eingetrübt.
"Tatsache ist, dass Mittelstandsanleihen ein weit höheres Risiko beinhalten als Anleihen großer Konzerne", sage Rapp. "Dennoch wäre es für Anleger, die bereit sind, für eine attraktive Rendite auch höhere Risiken in Kauf zu nehmen, kontraproduktiv, sich komplett gegen Mittelstandsanleihen zu entscheiden." Einer Investitionsentscheidung müsse indes eine genaue Einzelprüfung vorausgehen. (08.05.2014/alc/a/a)
Die überdurchschnittliche jährliche Verzinsung von knapp 5 Prozent bis 11,5 Prozent und das vermeintliche Qualitätsmerkmal "Mittelstand" hätten jedoch häufig die Risiken verdeckt. Inzwischen habe sich die Stimmung bei vielen Anlegern für das Segment merklich eingetrübt, würden die Kapitalmarktexperten von Ellwanger & Geiger Privatbankiers beobachten.
Doch in der Realität hätten nur wenige dieser Unternehmen dem entsprochen, was man landläufig unter deutschem Mittelstand verstehe. Vielmehr hätten vermehrt bonitätsschwache Unternehmen oder solche, die bei Banken nur schwer eine Finanzierung erhalten hätten, die Gunst der Stunde genutzt und sich durch die Ausgabe von Anleihen frisches Geld verschafft. Inzwischen habe sich - nachdem eine große Anzahl von Unternehmen in Schieflage geraten sei oder sogar einen Insolvenzantrag habe stellen müssen - die Stimmung für das Marktsegment merklich eingetrübt.
"Tatsache ist, dass Mittelstandsanleihen ein weit höheres Risiko beinhalten als Anleihen großer Konzerne", sage Rapp. "Dennoch wäre es für Anleger, die bereit sind, für eine attraktive Rendite auch höhere Risiken in Kauf zu nehmen, kontraproduktiv, sich komplett gegen Mittelstandsanleihen zu entscheiden." Einer Investitionsentscheidung müsse indes eine genaue Einzelprüfung vorausgehen. (08.05.2014/alc/a/a)


