Leitzinssenkungen voraus


23.01.24 12:30
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Ab Mitte 2024 ist für die US-Notenbank FED und für die Europäische Zentralbank mit den ersten Leitzinssenkungen zu rechnen, so die Analysten der DekaBank.

Dennoch dürften die Leitzinsen noch für geraume Zeit oberhalb des neutralen Zinsniveaus verharren, um keine erneuten Inflationsfantasien aufkommen zu lassen. So dürfte das Zinsniveau längerfristig auf einem im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt höheren, aber insgesamt moderaten Niveau bleiben.

Auf dem Leitzinsplateau erscheine die Liquiditätshaltung wieder attraktiver. Doch Vorsicht, die Geldmarktzinsen würden die Inflation mittelfristig bestenfalls knapp ausgleichen. Liquidität werde zwar im Vergleich zu den letzten Jahren attraktiver, sie sei jedoch weiterhin nur zum Zwecke des notwendigen Liquiditätspuffers (in Höhe von etwa drei Netto-Monatsgehältern) und für kurzfristig geplante Ausgaben zu empfehlen.

Für die Kapitalmärkte biete das Jahr 2024 gute Aussichten. Aus dem zu erwartenden Inflations- und Zinsumfeld würden in den drei Anlageklassen Renten, Immobilien und Aktien nominale Gesamtertragserwartungen oberhalb der Inflationsrate resultieren. Langfristig biete eine aktive Wertpapieranlage mit einer individuell angepassten Mischung aus den Anlageklassen Aktien, Renten und Immobilien gute Perspektiven für den Vermögensaufbau.

Für den sinnvollen Vermögensaufbau benötige man weiterhin eine geeignete Mischung der Wertpapier-Anlageklassen, um das Portfolio besser gegen Schwankungen zu schützen und zugleich die Chancen auf attraktive Renditen zu wahren. Mit regelmäßigen Sparraten mache man sich als Anleger zudem unabhängig von der Frage nach dem "richtigen" Einstiegszeitpunkt. Denn dieser lasse sich immer erst im Nachhinein sicher bestimmen. (23.01.2024/alc/a/a)





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