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Leitzins in Brasilien bleibt unverändert
03.09.15 11:46
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Das geldpolitische Komitee der Banco Central do Brasil (BCB) entschied bei seinem gestrigen Treffen, den Leitzins Brasiliens unverändert bei 14,25% zu belassen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Nach BIP-Quartalsrückgängen von 0,7% im 1. Quartal und 1,9% im Zeitraum von April bis Juni befinde sich Südamerikas größte Volkswirtschaft definitionsgemäß in einer Rezession. Diese Kontraktion verunsichere die ohnehin pessimistischen Einkaufsmanager des Landes: Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe sei im August von 47,2 auf 45,8 Punkte gefallen. Im Dienstleistungssektor sei die Stimmung noch angespannter, hier habe der Wert im Juli zuletzt gerade noch bei 39,1 Punkten gelegen. Die negative Unternehmensstimmung schlage sich auch am Arbeitsmarkt nieder: Im Juli habe die offizielle Arbeitslosenquote 7,5% betragen, während es im Juni noch 6,9% gewesen seien.
Die oben genannten Faktoren würden für eine geldpolitische Lockerung sprechen. Die BCB habe sich in ihren Statuten jedoch einem Inflationsziel von 4,5% verschrieben. Mit zuletzt 9,6% im Vergleich zum Vorjahr habe die Inflationsrate im Juli, wie bereits im gesamten Jahresverlauf, weit über dieser Zielmarke gelegen. Bei einer expansiveren Geldpolitik trotz Zielverfehlung würden die brasilianischen Währungshüter ein wichtiges Gut aufs Spiel setzen: Ihre Glaubwürdigkeit. Aufgrund der aktuellen Konfliktsituation, der sich die BCB gegenübersehe - zu hohe Inflation bei simultaner Rezession -, würden die Analysten erst im kommenden Jahr mit Zinssenkungsschritten der brasilianischen Notenbank rechnen. (03.09.2015/alc/a/a)
Nach BIP-Quartalsrückgängen von 0,7% im 1. Quartal und 1,9% im Zeitraum von April bis Juni befinde sich Südamerikas größte Volkswirtschaft definitionsgemäß in einer Rezession. Diese Kontraktion verunsichere die ohnehin pessimistischen Einkaufsmanager des Landes: Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe sei im August von 47,2 auf 45,8 Punkte gefallen. Im Dienstleistungssektor sei die Stimmung noch angespannter, hier habe der Wert im Juli zuletzt gerade noch bei 39,1 Punkten gelegen. Die negative Unternehmensstimmung schlage sich auch am Arbeitsmarkt nieder: Im Juli habe die offizielle Arbeitslosenquote 7,5% betragen, während es im Juni noch 6,9% gewesen seien.
Die oben genannten Faktoren würden für eine geldpolitische Lockerung sprechen. Die BCB habe sich in ihren Statuten jedoch einem Inflationsziel von 4,5% verschrieben. Mit zuletzt 9,6% im Vergleich zum Vorjahr habe die Inflationsrate im Juli, wie bereits im gesamten Jahresverlauf, weit über dieser Zielmarke gelegen. Bei einer expansiveren Geldpolitik trotz Zielverfehlung würden die brasilianischen Währungshüter ein wichtiges Gut aufs Spiel setzen: Ihre Glaubwürdigkeit. Aufgrund der aktuellen Konfliktsituation, der sich die BCB gegenübersehe - zu hohe Inflation bei simultaner Rezession -, würden die Analysten erst im kommenden Jahr mit Zinssenkungsschritten der brasilianischen Notenbank rechnen. (03.09.2015/alc/a/a)
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