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Larry Hatheway: China bleibt nach wie vor das größte Risiko
27.06.17 11:45
GAM
Berlin (www.anleihencheck.de) - Nach einem guten Jahresbeginn notieren die globalen Aktien- und Anleihemärkte derzeit auf einem Niveau nahe ihrer historischen Höchststände, so Larry Hatheway, Group Head GAM Investment Solutions und Chefökonom beim Asset Manager GAM.
Die Anleihemärkte hätten sich infolge der unerwartet niedrigen Inflation sehr gut entwickelt. Aktienmärkte würden weiterhin vom moderaten Wachstum und den sehr guten Unternehmensgewinnen unterstützt. Auch wenn Anleger Vorbehalte gegenüber den Bewertungen haben mögen würden - Alternativen würden sich derzeit kaum bieten. Das globale Wachstum basiere auf guten Fundamentaldaten und werde daher trotz der Abflachung der Renditekurven nicht infrage gestellt. Außerdem würden Anleger aufgrund der im Juli anstehenden Berichtssaison zögern, ihre Aktienpositionen zu reduzieren. Nach Erachten der Experten sei daher nach wie vor mit mäßigen Erträgen und einer relativ niedrigen Volatilität zu rechnen.
Die Inflation stagniere und in vielen Industrieländern sinke sie sogar. Dies habe vor allem zu flacher verlaufenden Renditekurven geführt: Anleihen hätten sich sehr gut entwickelt, während die Erwartung einer restriktiveren Geldpolitik in den USA die kurzfristigen Zinssätze habe steigen lassen. Flachere Renditekurven hätten weitreichende Effekte auf die Kapitalmärkte. Unter anderem könnten sie zu einem schwächeren US-Dollar führen. Die Zinsunterschiede am langen Ende der Kurve würden einen stärkeren Einfluss auf den US-Dollar zu haben scheinen als jene am kurzen Ende. Ebenfalls bedeutsam sei die Rotation an den Aktienmärkten. Steile Renditekurven würden im Regelfall Substanzwerte und Titel aus dem Finanzsektor begünstigen, während von flacheren Renditekurven eher Qualitätsaktien, Dividendentitel und Growth-Stile profitieren würden.
Die Entscheidung der US-Notenbank (FED) die Zinssätze zu erhöhen und die Verkündung ihrer Strategie in Bezug auf bevorstehende Bilanzanpassungen würden die Märkte paradoxerweise beruhigt zu haben scheinen. Laut FED sei das Wachstum robust und Inflationsrückgänge nur vorübergehender Natur. Eine Aussage, die die Berechenbarkeit und die Zusage der US-Notenbank zu allmählichen Zinsschritten untermauere, welche in der Vergangenheit das Anlegervertrauen gestärkt hätten.
Das nach wie vor größte Risiko im nächsten Quartal stelle eine unvorteilhaftere Entwicklung Chinas dar. Der Kreditimpuls sei mittlerweile negativ. Zugleich würden auf regulatorischer Ebene - ganz gleich, ob außerbilanziell oder bei kleinen Banken - mehr Beschränkungen für die Kreditschöpfung gelten. In der Vergangenheit habe ein negativer Kreditimpuls häufig zu rückläufigen Sachinvestitionen geführt. Dies wiederum habe die Rohstoffnachfrage und Rohstoffpreise belastet. Die globalen Märkte würden seit geraumer Zeit von einem beruhigenden Wachstum Chinas profitieren. Es werde sich zeigen, ob dies so bleibe. (27.06.2017/alc/a/a)
Die Anleihemärkte hätten sich infolge der unerwartet niedrigen Inflation sehr gut entwickelt. Aktienmärkte würden weiterhin vom moderaten Wachstum und den sehr guten Unternehmensgewinnen unterstützt. Auch wenn Anleger Vorbehalte gegenüber den Bewertungen haben mögen würden - Alternativen würden sich derzeit kaum bieten. Das globale Wachstum basiere auf guten Fundamentaldaten und werde daher trotz der Abflachung der Renditekurven nicht infrage gestellt. Außerdem würden Anleger aufgrund der im Juli anstehenden Berichtssaison zögern, ihre Aktienpositionen zu reduzieren. Nach Erachten der Experten sei daher nach wie vor mit mäßigen Erträgen und einer relativ niedrigen Volatilität zu rechnen.
Die Entscheidung der US-Notenbank (FED) die Zinssätze zu erhöhen und die Verkündung ihrer Strategie in Bezug auf bevorstehende Bilanzanpassungen würden die Märkte paradoxerweise beruhigt zu haben scheinen. Laut FED sei das Wachstum robust und Inflationsrückgänge nur vorübergehender Natur. Eine Aussage, die die Berechenbarkeit und die Zusage der US-Notenbank zu allmählichen Zinsschritten untermauere, welche in der Vergangenheit das Anlegervertrauen gestärkt hätten.
Das nach wie vor größte Risiko im nächsten Quartal stelle eine unvorteilhaftere Entwicklung Chinas dar. Der Kreditimpuls sei mittlerweile negativ. Zugleich würden auf regulatorischer Ebene - ganz gleich, ob außerbilanziell oder bei kleinen Banken - mehr Beschränkungen für die Kreditschöpfung gelten. In der Vergangenheit habe ein negativer Kreditimpuls häufig zu rückläufigen Sachinvestitionen geführt. Dies wiederum habe die Rohstoffnachfrage und Rohstoffpreise belastet. Die globalen Märkte würden seit geraumer Zeit von einem beruhigenden Wachstum Chinas profitieren. Es werde sich zeigen, ob dies so bleibe. (27.06.2017/alc/a/a)


