Koreas Leitzinsen auf Rekordtief


12.06.15 10:24
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Auf ihrer gestrigen Zinsentscheidung senkten die Währungshüter der Bank of Korea (BoK) den Leitzinssatz um 25 BP auf das historisch niedrige Niveau von 1,50%, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

In Anbetracht einer erneut schwächelnden heimischen Nachfrage im Zuge des Ausbruchs des MERS-Virus und des anhaltend wackeligen Exportsektors sei dieser Schritt vom Markt bereits erwartet worden. Zunehmend belastet werde der Außenhandel durch die Stärke des Koreanischen Wons gegenüber dem Yen. Während die BoK mit verbesserten Wachstumsaussichten für die USA und die Eurozone rechne, dürfte sich der Trend eines langsameren Wirtschaftswachstums in China - Koreas größtem Handelspartner - weiter fortsetzen und somit keinen Schub für den koreanischen Exportsektor generieren.

Bezüglich ihrer im April veröffentlichten Wachstumsprognose für die koreanische Wirtschaft von 3,1% gg. Vj. für 2015 (HSBCe: 2,8% gg. Vj.) sehe die BoK nunmehr die Risiken auf der Unterseite. Notenbankpräsident Lee habe den Zinsschritt als präventive Maßnahme begründet, um die bereits erkennbaren Auswirkungen des MERS-Virus auf die Konsumentenstimmung und die Nachfrage selbst abzuschwächen. Den Einfluss der Zinssenkung auf den koreanischen Wechselkurs und damit verbundene Exportgewinne sehe die BoK jedoch begrenzt. Aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen Risiken sei mit weiteren Expansivmaßnahmen zu rechnen, die zunächst von der Fiskalpolitik ausgehen dürften. (12.06.2015/alc/a/a)




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