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Katastrophenanleihen - immer noch eine attraktive Beimischung
17.02.26 12:14
L&G
London (www.anleihencheck.de) - Mit einer Gesamtperformance von nahezu 50% erzielten Katastrophenanleihen zwischen 2023 und 2025 das beste Drei‑Jahres‑Ergebnis ihrer Geschichte, so Volker Kurr, Head of Europe bei L&G, Asset Management.
Auslöser hierfür sei eine außergewöhnlich günstige Phase mit geringen versicherten Schäden und attraktiven Risikoaufschlägen nach dem Hurrikan Ian Ende 2022 gewesen. Spätestens als Cat Bonds 2023 als Anlagestrategie mit der besten Performance festgestanden hätten, sei das öffentliche Interesse groß gewesen.
Erfolg führe jedoch häufig dazu, dass sich die zukünftigen Renditechancen verschlechterten. Steigende Zuflüsse von Investoren und mehrere ruhige Jahre ohne größere Naturkatastrophen hätten dazu geführt, dass die vormals sehr hohen Risikoprämien dieser Anlageklasse inzwischen deutlich zurückgegangen seien:
- Trotz mehrerer heftiger Hurrikane in den letzten Jahren seien deren Auswirkungen für Katastrophenanleihen überschaubar gewesen. Das habe einerseits an hohen Rückversicherungsvolumina wie bei den Hurrikanen Helene und Milton 2024 gelegen, aber auch daran, dass die größten Metropolen glücklicherweise von den Stürmen verschont geblieben seien. 2025 habe erstmals seit zehn Jahren kein einziger der fünf Hurrikane im Atlantik das US-Festland erreicht.
- Hohe Renditen würden Kapital anziehen. Da das Angebot an Cat Bonds nur schwer mit diesem Zufluss Schritt habe halten können, hätten sich die Spreads verringert - trotz der Emission neuer Anleihen mit immer neuen Rekordvolumina. Der Markt für Katastrophenanleihen entwickle sich zum Teil isoliert von den herkömmlichen Kapital- und Versicherungsmärkten. Das könne zu einem Boom-Bust-Zyklus führen, der eher von Emissionsmustern und den jüngsten Schadensereignissen als von den Fundamentaldaten allein bestimmt werde.
- Volker Kurr beobachte außerdem, dass Cat Bonds in neue Regionen und Gefahrenarten expandierten, von denen einige weniger rentabel seien als die Absicherung der bekannten Sturm- und Erdbebenrisiken in den USA.
Liege also der attraktivste Teil des Cat-Bond-Zyklus hinter uns?
Nein, denn tatsächlich böten Katastrophenanleihen trotz der niedrigeren Spreads weiterhin eine attraktive Prämie gegenüber Investment-Grade- und Hochzins-Unternehmensanleihen. Volker Kurrs Ansicht nach eröffne dies Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, selektiv in gut vergütete Risiken zu investieren, um die Performance in einem Umfeld rückläufiger Spreads zu stabilisieren. Institutionelle Investoren müssten bei konzentrierten Engagements jedoch Governance-Aspekte berücksichtigen. Große, ereignisbedingte Drawdowns könnten zu einer verstärkten Kontrolle führen, selbst dann, wenn sie die Charakteristik der Anlageklasse widerspiegeln würden und nicht auf Mängel im Investmentprozess hindeuten würden.
Zudem hätten Katastrophenanleihen trotz aller Widrigkeiten ihre entscheidende Stärke, nämlich die geringe Korrelation mit den traditionellen Anlageklassen, beibehalten. Volker Kurrs Ansicht nach könne für Anleger, die eine Gesamtportfolio-Perspektive verfolgen würden, ein selektives Engagement in den attraktivsten Versicherungsrisiken weiterhin eine potenziell wertvolle strategische wie auch dynamische Rolle spielen. Multi-Asset-Anleger könnten somit ihre Allokation in dieser Anlageklasse beibehalten und gleichzeitig auf günstigere Einstiegsmöglichkeiten warten, ohne die Integrität des Gesamtportfolios zu beeinträchtigen. (17.02.2026/alc/a/a)
Auslöser hierfür sei eine außergewöhnlich günstige Phase mit geringen versicherten Schäden und attraktiven Risikoaufschlägen nach dem Hurrikan Ian Ende 2022 gewesen. Spätestens als Cat Bonds 2023 als Anlagestrategie mit der besten Performance festgestanden hätten, sei das öffentliche Interesse groß gewesen.
Erfolg führe jedoch häufig dazu, dass sich die zukünftigen Renditechancen verschlechterten. Steigende Zuflüsse von Investoren und mehrere ruhige Jahre ohne größere Naturkatastrophen hätten dazu geführt, dass die vormals sehr hohen Risikoprämien dieser Anlageklasse inzwischen deutlich zurückgegangen seien:
- Trotz mehrerer heftiger Hurrikane in den letzten Jahren seien deren Auswirkungen für Katastrophenanleihen überschaubar gewesen. Das habe einerseits an hohen Rückversicherungsvolumina wie bei den Hurrikanen Helene und Milton 2024 gelegen, aber auch daran, dass die größten Metropolen glücklicherweise von den Stürmen verschont geblieben seien. 2025 habe erstmals seit zehn Jahren kein einziger der fünf Hurrikane im Atlantik das US-Festland erreicht.
- Volker Kurr beobachte außerdem, dass Cat Bonds in neue Regionen und Gefahrenarten expandierten, von denen einige weniger rentabel seien als die Absicherung der bekannten Sturm- und Erdbebenrisiken in den USA.
Liege also der attraktivste Teil des Cat-Bond-Zyklus hinter uns?
Nein, denn tatsächlich böten Katastrophenanleihen trotz der niedrigeren Spreads weiterhin eine attraktive Prämie gegenüber Investment-Grade- und Hochzins-Unternehmensanleihen. Volker Kurrs Ansicht nach eröffne dies Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, selektiv in gut vergütete Risiken zu investieren, um die Performance in einem Umfeld rückläufiger Spreads zu stabilisieren. Institutionelle Investoren müssten bei konzentrierten Engagements jedoch Governance-Aspekte berücksichtigen. Große, ereignisbedingte Drawdowns könnten zu einer verstärkten Kontrolle führen, selbst dann, wenn sie die Charakteristik der Anlageklasse widerspiegeln würden und nicht auf Mängel im Investmentprozess hindeuten würden.
Zudem hätten Katastrophenanleihen trotz aller Widrigkeiten ihre entscheidende Stärke, nämlich die geringe Korrelation mit den traditionellen Anlageklassen, beibehalten. Volker Kurrs Ansicht nach könne für Anleger, die eine Gesamtportfolio-Perspektive verfolgen würden, ein selektives Engagement in den attraktivsten Versicherungsrisiken weiterhin eine potenziell wertvolle strategische wie auch dynamische Rolle spielen. Multi-Asset-Anleger könnten somit ihre Allokation in dieser Anlageklasse beibehalten und gleichzeitig auf günstigere Einstiegsmöglichkeiten warten, ohne die Integrität des Gesamtportfolios zu beeinträchtigen. (17.02.2026/alc/a/a)


