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Kapitalmarktausblick 2025: Strategiewechsel hin zu Anleihen
11.12.24 11:45
apoBank
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ändert ihre Kapitalmarktstrategie und startet defensiver ins neue Jahr: Deutschlands größte genossenschaftliche Primärbank senkt den Aktienanteil in der Vermögensverwaltung der apoBank auf "untergewichtet" von "neutral", gleichzeitig werden Renten "übergewichtet", so die Analysten der apoBank.
"Die Luft für Aktien wird im kommenden Jahr dünner und die Risikoprämie weniger attraktiv", habe Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer (CIO) der apoBank gesagt. "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben zwar für eine stabile Gewinnentwicklung intakt. Doch die Risiken haben zugenommen. Diese resultieren aus Unwägbarkeiten der Politik und den hohen Aktienbewertungen, die mit einem überdurchschnittlich optimistischen Bild vieler Investoren einhergeht. Unsere Einschätzung, dass die Notenbanken schneller als von den Märkten erwartet ihre Leitzinsen senken, prägt unser positives Bild auf Staatsanleihen. Wir erhöhen deshalb unsere Investitionsquote bei Renten."
Die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft seien grundsätzlich weiterhin günstig für die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte. Die im Zuge der Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine Kriegs kräftig gestiegenen Inflationsraten seien weltweit weiter auf dem Rückzug und in manchen Fällen bereits wieder auf ähnlich niedrigen Niveaus wie vor fünf Jahren.
Vor diesem Hintergrund erwarte die apoBank 2025 erneut ein solides globales Wachstum oberhalb des so genannten Wachstumspotenzials von rund zweieinhalb Prozent. Dabei würden erneut die USA hervorstechen. Die größte Volkswirtschaft der Welt werde das dritte Jahr in Folge schneller wachsen als alle anderen großen Industrieländer und werde die durchschnittliche Wachstumserwartung der Analysten deutlich übertreffen.
Die wirtschaftspolitische Agenda des neuen Präsidenten Trump stelle im Hinblick auf das US-Wachstum keinen "Game Changer" dar. Die restriktivere Handelspolitik werde sich über den privaten Konsum zwar etwas negativ auf das Wachstum auswirken, doch die geplanten Erleichterungen bei der Einkommen- und Unternehmenssteuer würden einen positiven Wachstumsimpuls setzen.
Die deutsche Wirtschaft werde dagegen ihren Negativtrend fortsetzen und das durchschnittliche Wachstum im Euroraum auch 2025 wieder bremsen. Das deutsche Wachstumspotenzial werde weiter schrumpfen, und die staatliche Ausgabenpolitik werde aufgrund der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse nur in geringem Maße eine antizyklische Konjunkturpolitik zulassen. Unterm Strich rechne die apoBank für Deutschland wie in den beiden Jahren zuvor mit einer Gratwanderung zwischen geringem Wachstum und Mini-Rezession. Von der neuen Bundesregierung erwarteten die Volkswirte kurzfristig keine großen Impulse für das Wirtschaftswachstum. Die fiskalischen Spielräume blieben begrenzt, und mögliche Lockerungen würden ohnehin nicht vor der zweiten Jahreshälfte kommen. (11.12.2024/alc/a/a)
"Die Luft für Aktien wird im kommenden Jahr dünner und die Risikoprämie weniger attraktiv", habe Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer (CIO) der apoBank gesagt. "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben zwar für eine stabile Gewinnentwicklung intakt. Doch die Risiken haben zugenommen. Diese resultieren aus Unwägbarkeiten der Politik und den hohen Aktienbewertungen, die mit einem überdurchschnittlich optimistischen Bild vieler Investoren einhergeht. Unsere Einschätzung, dass die Notenbanken schneller als von den Märkten erwartet ihre Leitzinsen senken, prägt unser positives Bild auf Staatsanleihen. Wir erhöhen deshalb unsere Investitionsquote bei Renten."
Vor diesem Hintergrund erwarte die apoBank 2025 erneut ein solides globales Wachstum oberhalb des so genannten Wachstumspotenzials von rund zweieinhalb Prozent. Dabei würden erneut die USA hervorstechen. Die größte Volkswirtschaft der Welt werde das dritte Jahr in Folge schneller wachsen als alle anderen großen Industrieländer und werde die durchschnittliche Wachstumserwartung der Analysten deutlich übertreffen.
Die wirtschaftspolitische Agenda des neuen Präsidenten Trump stelle im Hinblick auf das US-Wachstum keinen "Game Changer" dar. Die restriktivere Handelspolitik werde sich über den privaten Konsum zwar etwas negativ auf das Wachstum auswirken, doch die geplanten Erleichterungen bei der Einkommen- und Unternehmenssteuer würden einen positiven Wachstumsimpuls setzen.
Die deutsche Wirtschaft werde dagegen ihren Negativtrend fortsetzen und das durchschnittliche Wachstum im Euroraum auch 2025 wieder bremsen. Das deutsche Wachstumspotenzial werde weiter schrumpfen, und die staatliche Ausgabenpolitik werde aufgrund der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse nur in geringem Maße eine antizyklische Konjunkturpolitik zulassen. Unterm Strich rechne die apoBank für Deutschland wie in den beiden Jahren zuvor mit einer Gratwanderung zwischen geringem Wachstum und Mini-Rezession. Von der neuen Bundesregierung erwarteten die Volkswirte kurzfristig keine großen Impulse für das Wirtschaftswachstum. Die fiskalischen Spielräume blieben begrenzt, und mögliche Lockerungen würden ohnehin nicht vor der zweiten Jahreshälfte kommen. (11.12.2024/alc/a/a)


