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Kanada-Anleihe: Immer noch rentabler als Bundesanleihen
20.08.12 16:20
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN CA135087YL25 / WKN A0TMG1) von Kanada für eine interessante Alternative für den top-gerateten Staatsanleihen-Sektor.
Die Währungsanleihe, emittiert vom Government of Canada, sei mit einem Kupon von 4,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 01.06.2018 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Kanadische Dollar (CAD) (entspreche rund 775 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 114,68% biete das Papier eine jährliche Rendite von 1,54%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten nur ein minimales Kreditrisiko.
Wie erwartet beschere die Euro-Schuldenkrise den Märkten einen heißen Sommer. Trotz des positiven Wahlausgangs stehe Griechenland kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, dem Safe-haven Deutschland sei ein Downgrade seines Top-Ratings angedroht worden und die Renditen für italienische sowie spanische Staatsanleihen seien zwischenzeitlich auf neue Rekordhochs geklettert. Immerhin habe sich Griechenland vor Kurzem mit ausländischen Investoren auf ein neues, milliardenschweres Hilfspaket verständigen können. Und Mario Draghi habe auf der letzten EZB-Sitzung nochmals betont, dass er alles tun werde, um den Euro zu retten. Kurzfristig könnte sich damit die Lage etwas entspannen, da wohl die EZB wieder als Käufer am Anleihenmarkt auftreten werde, langfristig könnten sich die angeschlagenen Euro-Staaten aber nur selbst retten.
Für Anleger, die weiterhin dem Euro gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten daher u.a. Fremdwährungsanleihen von erstklassigen Emittenten außerhalb der Euro-Zone interessant sein. Diese befänden sich u.a. in Skandinavien, aber auch mit Kanada in Nordamerika.
Kanadas Wirtschaft sei stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten geprägt. Denn neben großen Öl- und Gasreserven verfüge das Land auch über hohe Bestände an Industrie- und Edelmetallen. Damit bilde der Rohstoff- und Energiesektor die treibende Kraft für Kanadas Wirtschaftswachstum. Weitere wichtige Säulen seien noch die Industrie und Landwirtschaft.
Zwar habe Kanada unter den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise gelitten, doch in 2010 habe sich die Wirtschaft bereits wieder spürbar erholt und in 2011 sei das BIP wieder um 2,6% gestiegen. Vor allem die Exporte in die USA, einer der wichtigsten Handelspartner, würden sich positiv auf die Wirtschaft auswirken. Für dieses Jahr erwarte Kanadas Regierung ein Wirtschaftswachstum von 2,1%. Auch wenn dies einen Rückgang gegenüber dem starken Vorjahr darstelle, sei dies im internationalen Vergleich immer noch sehr respektabel. Nachdem das BIP in Q1'2012 um 1,8% gewachsen sei, habe es sich in Q2'2012 um 0,1% abgeschwächt. Zudem habe die Bank of Canada auf ihrer letzten Sitzung den Leitzins unverändert bei 1,0% belassen. Damit trage dieser der schwachen Wirtschaftsentwicklung in Europa und der nur zähen Erholung in den USA Rechnung.
Ein Risikofaktor für Kanadas Wirtschaft bleibe der hohe Kurs des CAD gegenüber dem US-Dollar, der - verstärkt durch den geringen Anstieg der Produktivität - eine Verteuerung kanadischer Exporte in den Hauptabsatzmarkt und eine relative Verteuerung des Produktionsstandortes Kanada zur Folge habe.
Wie erwartet hätten sich die Rohstoffpreise zuletzt stabilisieren können. Somit sei für Kanada eine weiterhin überdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung zu erwarten, zumal die USA als wichtiger Handelspartner ebenfalls auf ihrem Wachstumskurs bleiben dürften.
Anleger, die nach sicheren Staatsanleihen für ihr Depot suchen, sollten sich nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Kanada näher ansehen. Die Rendite des Papiers liege etwa 0,6 Prozentpunkt über der von vergleichbaren Bundesanleihen. Jedoch gelte es ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Die Wechselkursentwicklung könne sich aber auch positiv auf den Anleihekurs auswirken. (Analyse vom 20.08.2012) (20.08.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Währungsanleihe, emittiert vom Government of Canada, sei mit einem Kupon von 4,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 01.06.2018 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Kanadische Dollar (CAD) (entspreche rund 775 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 114,68% biete das Papier eine jährliche Rendite von 1,54%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit der Bestnote von "Aaa" bewertet. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten nur ein minimales Kreditrisiko.
Wie erwartet beschere die Euro-Schuldenkrise den Märkten einen heißen Sommer. Trotz des positiven Wahlausgangs stehe Griechenland kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, dem Safe-haven Deutschland sei ein Downgrade seines Top-Ratings angedroht worden und die Renditen für italienische sowie spanische Staatsanleihen seien zwischenzeitlich auf neue Rekordhochs geklettert. Immerhin habe sich Griechenland vor Kurzem mit ausländischen Investoren auf ein neues, milliardenschweres Hilfspaket verständigen können. Und Mario Draghi habe auf der letzten EZB-Sitzung nochmals betont, dass er alles tun werde, um den Euro zu retten. Kurzfristig könnte sich damit die Lage etwas entspannen, da wohl die EZB wieder als Käufer am Anleihenmarkt auftreten werde, langfristig könnten sich die angeschlagenen Euro-Staaten aber nur selbst retten.
Für Anleger, die weiterhin dem Euro gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten daher u.a. Fremdwährungsanleihen von erstklassigen Emittenten außerhalb der Euro-Zone interessant sein. Diese befänden sich u.a. in Skandinavien, aber auch mit Kanada in Nordamerika.
Kanadas Wirtschaft sei stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten geprägt. Denn neben großen Öl- und Gasreserven verfüge das Land auch über hohe Bestände an Industrie- und Edelmetallen. Damit bilde der Rohstoff- und Energiesektor die treibende Kraft für Kanadas Wirtschaftswachstum. Weitere wichtige Säulen seien noch die Industrie und Landwirtschaft.
Ein Risikofaktor für Kanadas Wirtschaft bleibe der hohe Kurs des CAD gegenüber dem US-Dollar, der - verstärkt durch den geringen Anstieg der Produktivität - eine Verteuerung kanadischer Exporte in den Hauptabsatzmarkt und eine relative Verteuerung des Produktionsstandortes Kanada zur Folge habe.
Wie erwartet hätten sich die Rohstoffpreise zuletzt stabilisieren können. Somit sei für Kanada eine weiterhin überdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung zu erwarten, zumal die USA als wichtiger Handelspartner ebenfalls auf ihrem Wachstumskurs bleiben dürften.
Anleger, die nach sicheren Staatsanleihen für ihr Depot suchen, sollten sich nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Kanada näher ansehen. Die Rendite des Papiers liege etwa 0,6 Prozentpunkt über der von vergleichbaren Bundesanleihen. Jedoch gelte es ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Die Wechselkursentwicklung könne sich aber auch positiv auf den Anleihekurs auswirken. (Analyse vom 20.08.2012) (20.08.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
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