Erweiterte Funktionen
Kampf gegen Inflation ist noch nicht beendet
04.04.23 11:15
Eric Sturdza Investments
Genf (www.anleihencheck.de) - Vor zehn Tagen schien die Inflation kurzfristig nicht mehr die Hauptsorge zu sein, so Eric Vanraes, Portfoliomanager des Strategic Bond Opportunities Fund (ISIN IE00BF55G735/ WKN A2PA88) bei Eric Sturdza Investments.
Nun, da die Märkte die SVB und die Credit Suisse bereits in die Geschichtsbücher verbannt hätten, habe der PCE-Index (Personal Consumption Expenditure Index) in den USA von letzter Woche wieder an Bedeutung gewonnen. Und das zu Recht, denn der PCE sei die bevorzugte Maßzahl der Federal Reserve.
Die PCE-Inflationsrate habe im Februar bei 5% im Vergleich zum Vorjahr und damit aufgrund von Korrekturen vom Vormonat leicht unter den Erwartungen gelegen. Die Kerninflationsrate habe bei 4,6% im Vergleich zum Vorjahr gelegen. Nehme man die PCE-Kerninflationsrate als Referenz, da sie die Volatilität der Lebensmittel- und Energiepreise ausschließe, so liege der derzeitige Fed-Funds-Zinssatz zwischen 4,75% und 5% real im positiven Bereich. Bedeute das, dass der FED Funds-Zins sich dem Leitzins der FED angleiche? Wahrscheinlich nicht, aber man komme ihm sicherlich näher.
Noch wichtiger sei nach Erachten der Experten die fortgesetzte Reduzierung der FED-Bilanz mit Ausnahme des "Bank Term Funding Program" (BTFP). Zweitens sehe man, dass die Märkte einen Höchstwert der FED Funds erwarten würden - ein Hoch, auf das schnell eine Senkung folge. In Wirklichkeit, und sofern es nicht zu einem Unfall im Finanzsystem in Form eines Zusammenbruchs einer Bank, eines Hedgefonds, eines Pensionsfonds oder eines Gewerbeimmobilien-Kollapses komme, sollte man mit einer Bodenbildung rechnen.
Wenn die Märkte und die Zentralbanker Recht hätten und das Finanzsystem nun stabilisiert sei, gebe es keinen Grund für die FED, die Zinsen direkt nach dem Erreichen des Höchstwertes zu senken. Wenn die Zinssätze ihren höchsten Wert erreicht hätten, sollten sie aufgrund der möglichen Verzögerung ihrer Wirkung 12 bis 18 Monate lang auf diesem Niveau bleiben, um sicherzustellen, dass die Inflation wirklich eingedämmt werde.
Der Kampf gegen die Inflation sei noch nicht beendet. Wenn die Märkte einen Realitätscheck benötigen sollten, dann biete die OPEC-Rohölproduktionskürzung jetzt einen solchen. (04.04.2023/alc/a/a)
Nun, da die Märkte die SVB und die Credit Suisse bereits in die Geschichtsbücher verbannt hätten, habe der PCE-Index (Personal Consumption Expenditure Index) in den USA von letzter Woche wieder an Bedeutung gewonnen. Und das zu Recht, denn der PCE sei die bevorzugte Maßzahl der Federal Reserve.
Noch wichtiger sei nach Erachten der Experten die fortgesetzte Reduzierung der FED-Bilanz mit Ausnahme des "Bank Term Funding Program" (BTFP). Zweitens sehe man, dass die Märkte einen Höchstwert der FED Funds erwarten würden - ein Hoch, auf das schnell eine Senkung folge. In Wirklichkeit, und sofern es nicht zu einem Unfall im Finanzsystem in Form eines Zusammenbruchs einer Bank, eines Hedgefonds, eines Pensionsfonds oder eines Gewerbeimmobilien-Kollapses komme, sollte man mit einer Bodenbildung rechnen.
Wenn die Märkte und die Zentralbanker Recht hätten und das Finanzsystem nun stabilisiert sei, gebe es keinen Grund für die FED, die Zinsen direkt nach dem Erreichen des Höchstwertes zu senken. Wenn die Zinssätze ihren höchsten Wert erreicht hätten, sollten sie aufgrund der möglichen Verzögerung ihrer Wirkung 12 bis 18 Monate lang auf diesem Niveau bleiben, um sicherzustellen, dass die Inflation wirklich eingedämmt werde.
Der Kampf gegen die Inflation sei noch nicht beendet. Wenn die Märkte einen Realitätscheck benötigen sollten, dann biete die OPEC-Rohölproduktionskürzung jetzt einen solchen. (04.04.2023/alc/a/a)


