Erweiterte Funktionen
Japans Geldpolitik fruchtet nicht
15.02.16 08:30
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Seit Wochen quälen dieselben Nachrichten die Kapitalmärkte, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Sinkende Ölpreise, ein schwächelndes Wachstum in China und ein stotternder US-Wirtschaftsmotor. Auch Japan sei davon betroffen. Im Dezember 2015 sei nicht nur die Industrieproduktion um 1,4 Prozent gesunken. Auch die Exporte seien im Vorjahresvergleich um 8 Prozent zurückgegangen. Die Bank of Japan habe auf den Exportrückgang überraschend mit der Einführung von negativen Einlagezinsen reagiert. Damit sollte der Yen wieder geschwächt werden, was den exportorientierten japanischen Konzernen helfen und die Aktienkurse antreiben sollte. Nur: Der Markt reagiere nicht wie gewünscht auf die Geldpolitik.
Der Nikkei komme nicht aus dem Abwärtsstrudel heraus. Die seit Jahresanfang anhaltende Baisse habe dem japanischen Index bereits ein Minus von etwa 17 Prozent eingebrockt - und ein Ende scheine nicht in Sicht. Denn die erhoffte Yen-Abwertung finde nicht mehr statt. Aus Furcht vor weiteren Verlusten an den Börsen in Asien würden viele Investoren in den Yen flüchten, der nun immer mehr aufwerte.
Allein in diesem Jahr habe der Dollar gegenüber der japanischen Währung rund 7 Prozent verloren. Die Flucht in den Yen beflügele auch japanische Staatsanleihen - und zwar so sehr, dass zehnjährige Bonds zuletzt eine negative Rendite aufgewiesen hätten. Darüber hinaus treibe die Baisse an den Börsen immer mehr Anleger zum Gold. Solange diese Flucht in vermeintlich sichere Anlageklassen anhalte, dürfte es für den Nikkei schwer werden, dem Abwärtsstrudel zu entkommen. (Ausgabe vom 12.02.2016) (15.02.2016/alc/a/a)
Sinkende Ölpreise, ein schwächelndes Wachstum in China und ein stotternder US-Wirtschaftsmotor. Auch Japan sei davon betroffen. Im Dezember 2015 sei nicht nur die Industrieproduktion um 1,4 Prozent gesunken. Auch die Exporte seien im Vorjahresvergleich um 8 Prozent zurückgegangen. Die Bank of Japan habe auf den Exportrückgang überraschend mit der Einführung von negativen Einlagezinsen reagiert. Damit sollte der Yen wieder geschwächt werden, was den exportorientierten japanischen Konzernen helfen und die Aktienkurse antreiben sollte. Nur: Der Markt reagiere nicht wie gewünscht auf die Geldpolitik.
Der Nikkei komme nicht aus dem Abwärtsstrudel heraus. Die seit Jahresanfang anhaltende Baisse habe dem japanischen Index bereits ein Minus von etwa 17 Prozent eingebrockt - und ein Ende scheine nicht in Sicht. Denn die erhoffte Yen-Abwertung finde nicht mehr statt. Aus Furcht vor weiteren Verlusten an den Börsen in Asien würden viele Investoren in den Yen flüchten, der nun immer mehr aufwerte.
Allein in diesem Jahr habe der Dollar gegenüber der japanischen Währung rund 7 Prozent verloren. Die Flucht in den Yen beflügele auch japanische Staatsanleihen - und zwar so sehr, dass zehnjährige Bonds zuletzt eine negative Rendite aufgewiesen hätten. Darüber hinaus treibe die Baisse an den Börsen immer mehr Anleger zum Gold. Solange diese Flucht in vermeintlich sichere Anlageklassen anhalte, dürfte es für den Nikkei schwer werden, dem Abwärtsstrudel zu entkommen. (Ausgabe vom 12.02.2016) (15.02.2016/alc/a/a)


