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Interventionen der schweizerischen Nationalbank unwahrscheinlich
21.06.19 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Auseinandersetzung über das geplante Rahmenabkommen der EU mit der Schweiz verhärteten sich die Fronten zuletzt, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Eine Mehrheit für das Abkommen sei nicht in Sicht. Die EU habe bereits gedroht, die EU-Anerkennung der schweizerischen Regulierung für den Finanzmarkt am 30. Juni auslaufen zu lassen. Dies würde es EU-Investoren erschweren, schweizerische Aktien zu handeln. Eine weitere Verwässerung des Abkommens werde es nicht geben, so habe die Botschaft der EU-Kommission nach Bern gelautet, wobei dies auch als Signal an London gewertet worden sei. Dort hätten fast alle Nachfolger von Premierministerin May Nachverhandlungen mit der EU gefordert. Die zuletzt starke Kursentwicklung des Schweizer Franken habe derweil für Spekulationen gesorgt, dass die schweizerische Nationalbank am Devisenmarkt intervenieren könnte.
Wir sehen dafür allerdings eher geringe Chancen, so die Deutsche Bank AG. Zum einen scheine die Wirtschaft mit dem Franken-Kurs gut zurechtzukommen. Zum anderen entspreche die Inflationsentwicklung bislang den Erwartungen der Währungshüter. Zu guter Letzt könnte eine solche Intervention bei der US-Regierung den Verdacht auf Währungsmanipulation wecken, was die Verhandlungen rund um ein Handelsabkommen zwischen den beiden Ländern erschweren könnte. (21.06.2019/alc/a/a)
Eine Mehrheit für das Abkommen sei nicht in Sicht. Die EU habe bereits gedroht, die EU-Anerkennung der schweizerischen Regulierung für den Finanzmarkt am 30. Juni auslaufen zu lassen. Dies würde es EU-Investoren erschweren, schweizerische Aktien zu handeln. Eine weitere Verwässerung des Abkommens werde es nicht geben, so habe die Botschaft der EU-Kommission nach Bern gelautet, wobei dies auch als Signal an London gewertet worden sei. Dort hätten fast alle Nachfolger von Premierministerin May Nachverhandlungen mit der EU gefordert. Die zuletzt starke Kursentwicklung des Schweizer Franken habe derweil für Spekulationen gesorgt, dass die schweizerische Nationalbank am Devisenmarkt intervenieren könnte.
Wir sehen dafür allerdings eher geringe Chancen, so die Deutsche Bank AG. Zum einen scheine die Wirtschaft mit dem Franken-Kurs gut zurechtzukommen. Zum anderen entspreche die Inflationsentwicklung bislang den Erwartungen der Währungshüter. Zu guter Letzt könnte eine solche Intervention bei der US-Regierung den Verdacht auf Währungsmanipulation wecken, was die Verhandlungen rund um ein Handelsabkommen zwischen den beiden Ländern erschweren könnte. (21.06.2019/alc/a/a)


