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Internationale Rentenmärkte im Umbruch
28.11.22 09:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die internationalen Rentenmärkte befinden sich derzeit im Umbruch, so die Analysten der National-Bank AG.
Im Kern würden die Hochpunkt der Notenbankzinspfade näher rücken, sodass die Kurven allmählich zu invertieren beginnen würden. In der Tat dürfte die Zeit der "großen" Zinsschritte nunmehr vorbei sein, Mitglieder des FOMC würden auf erste Erfolge bei der Inflationsbekämpfung verweisen. Der verringerte Preisdruck müsse sich in den nächsten Monaten aber noch bestätigen: Die FED werde also vermutlich auf der Dezember-Sitzung weitere 50 Basispunkte beschließen und dann die weitere Datenentwicklung abwarten.
Auch die EZB werde das Tempo der Leitzinswende nunmehr verringern. Als Gründe würden unter anderem die zunehmenden Rezessionsrisiken und die Möglichkeit eines nachlassenden Inflationsdrucks genannt. Zentral für die Ermäßigung des Tempos dürfte vor allem auch die Furcht vor einer Rezession sein, mehr und mehr werde hier insbesondere die geplante Bilanzverkürzung kritisch hinterfragt: Erwartungsgemäß werde vor allem in Südeuropa, aber auch im Baltikum ein weniger aggressives Vorgehen der EZB favorisiert. Es sei also gut möglich, dass vor allem die quantitative Straffung bei einer weiteren Intensivierung des und/oder einem Nachlassen des Inflationsdrucks ausgesetzt werde.
Die zentrale Frage für die internationalen Rentenmärkte bleibe insgesamt, wie schnell nunmehr ein Rückgang des Inflationsdrucks weltweit zu verzeichnen sein werde. Die jüngsten Daten vor allem in den USA würden weiterhin in die richtige Richtung weisen, die statistische Unschärfe bzw. das Prognoserisiko bleibe aber noch extrem hoch, der unterliegende Trend werde voraussichtlich erst im Frühjahr einigermaßen verlässlich abschätzbar. In der Summe scheinen die Daten aber die Einschätzung der Analysten, dass der globale Inflationspfad sein Hochpunkt bereits hinter sich habe, klar zu bestätigen.
Mit Blick auf die geschilderte Datenentwicklung würden die Analysten den Hochpunkt der FED-Funds nunmehr bei 5,0% sehen, für die EZB könnte einem Hauptrefinanzierungssatz von 2,75 Schluss sein, die Unsicherheit für diese Projektion sei hier allerdings extrem hoch. Im Ergebnis hätten die Analysten auch die Projektion für die zehnjährigen Bundrenditen auf den Prognosehorizont auf nunmehr 1,8% wieder deutlich ermäßigt. Die Projektionen für die US-amerikanischen zehnjährigen Benchmark-Sätze würden sie auf Werte um 3,7% auf Jahressicht zurücknehmen. (Ausgabe vom 25.11.2022) (28.11.2022/alc/a/a)
Im Kern würden die Hochpunkt der Notenbankzinspfade näher rücken, sodass die Kurven allmählich zu invertieren beginnen würden. In der Tat dürfte die Zeit der "großen" Zinsschritte nunmehr vorbei sein, Mitglieder des FOMC würden auf erste Erfolge bei der Inflationsbekämpfung verweisen. Der verringerte Preisdruck müsse sich in den nächsten Monaten aber noch bestätigen: Die FED werde also vermutlich auf der Dezember-Sitzung weitere 50 Basispunkte beschließen und dann die weitere Datenentwicklung abwarten.
Die zentrale Frage für die internationalen Rentenmärkte bleibe insgesamt, wie schnell nunmehr ein Rückgang des Inflationsdrucks weltweit zu verzeichnen sein werde. Die jüngsten Daten vor allem in den USA würden weiterhin in die richtige Richtung weisen, die statistische Unschärfe bzw. das Prognoserisiko bleibe aber noch extrem hoch, der unterliegende Trend werde voraussichtlich erst im Frühjahr einigermaßen verlässlich abschätzbar. In der Summe scheinen die Daten aber die Einschätzung der Analysten, dass der globale Inflationspfad sein Hochpunkt bereits hinter sich habe, klar zu bestätigen.
Mit Blick auf die geschilderte Datenentwicklung würden die Analysten den Hochpunkt der FED-Funds nunmehr bei 5,0% sehen, für die EZB könnte einem Hauptrefinanzierungssatz von 2,75 Schluss sein, die Unsicherheit für diese Projektion sei hier allerdings extrem hoch. Im Ergebnis hätten die Analysten auch die Projektion für die zehnjährigen Bundrenditen auf den Prognosehorizont auf nunmehr 1,8% wieder deutlich ermäßigt. Die Projektionen für die US-amerikanischen zehnjährigen Benchmark-Sätze würden sie auf Werte um 3,7% auf Jahressicht zurücknehmen. (Ausgabe vom 25.11.2022) (28.11.2022/alc/a/a)


