Höhere Leitzinsen in Mittelosteuropa


10.12.20 10:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Trotz hoher Inflation und schwacher Währungen haben die Staaten Mittelosteuropas ihre Geldpolitik in diesem Jahr gelockert, um die Wirtschaft zu unterstützen, so die Analysten von Postbank Research.

2021 könnten sie zu den ersten gehören, in denen die Notenbanken auf die Bremse treten müssten. Die Analysten würden erwarten, dass Ungarn die Leitzinsen bereits im zweiten Quartal anheben werde, gefolgt von Polen und Tschechien in der zweiten Jahreshälfte. Denn die Staaten würden besonders unter der zweiten Coronavirus-Welle leiden und dürften von einem Impfstoff daher stark profitieren.

Gleichzeitig sei der Arbeitsmarkt trotz Krise ausgelastet, sodass der Inflationsdruck im Aufschwung schnell steigen dürfte. Im zweiten Halbjahr 2021 könnte das Wachstum durch erste Mittelzuflüsse aus dem EU-Wiederaufbaufonds zusätzliche Impulse erfahren. Ob Polen und Ungarn überhaupt Fördergelder bekommen würden, hänge vom Ausgang des Streits um den geplanten EU-Rechtsstaatsmechanismus ab. Beide hätten viel zu verlieren - sie würden aus dem Fonds jeweils Mittel in Höhe von gut vier Prozent ihrer Wirtschaftsleistung erhalten. (10.12.2020/alc/a/a)




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