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High-Yield Unternehmensanleihen interessante Zins- und Ertragschance im aktuellen Anlageklima
02.03.12 16:50
Franklin Templeton
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Vor dem Hintergrund der Turbulenzen der Eurozone, des politischen Stillstands angesichts der Schuldenobergrenze sowie verheerender Naturkatastrophen prägte Volatilität 2011 die Finanzmärkte, so die Experten von Franklin Templeton.
Man hätte deshalb annehmen können, dass die Performance von Unternehmensanleihen schlecht sei. Sie hätten sich stattdessen im Jahresverlauf generell unerwartet gut entwickelt. Erstklassige Papiere seien im Jahr 8% gestiegen, High-Yield-Anleihen seien um 5% gewachsen, und der Bereich Bank Loan/Leveraged Loan habe sich auf Gesamtertragsbasis leicht positiv erhöht.
Die Ergebnisse würden die Grundtendenzen unterstreichen, die diese Anlageklasse unterstützen würden. Unternehmen hätten positives Gewinnwachstum erzeugt, selbst als ihre Barmittelbestände ein Rekordhoch erreicht hätten. Der nicht finanzielle Verschuldungsgrad habe sein 10-Jahres-Tief erreicht und veranschauliche die konservative Haltung vieler Management-Teams. Die Banken hätten den Fremdkapitalabbau ihrer Bilanzen fortgesetzt. Die Fälligkeit von Schuldtiteln sei hinausgeschoben worden und die Ausfallquoten seien historisch auf dem tiefsten Stand. Diese günstige Lage werde voraussichtlich bis 2012 anhalten.
Die Verbesserung der Markt-Fundamentaldaten habe im Jahresverlauf die Preise von Unternehmensanleihen weniger beeinflusst. Negative Schlagzeilen seien eher die Treibfaktoren gewesen. Die Ursache seien größtenteils niedrigere Zinsspread-Bewertungen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte von 2011 gewesen. Die Spreads von High-Yield-Anleihen gegenüber vergleichbaren Laufzeiten von US-Schatzpapieren seien von 500 auf 700 Basispunkte gestiegen.
Dieses zusätzliche Spread-Niveau sei nach Auffassung der Experten beträchtlich niedriger als die tatsächlichen Ausfallquoten des vergangenen Jahres gewesen. Ein ähnlicher Trend habe sich im Bereich Leveraged Loan abgezeichnet. Mit anderen Worten: Die Anleihemärkte hätten notleidende Titel eingepreist, und zwar auf einem Niveau, das nicht durch Fundamental- und Unternehmensdaten unterstützt worden sei.
Die Entwicklungen der Eurozone und anderenorts könnten das Preisniveau von Unternehmensanleihen künftig beeinflussen. Die Experten seien jedoch der Auffassung, dass andere Faktoren der Anlageklasse zuträglich seien. Die High-Yield-Anlageklasse biete ihres Erachtens allerdings bei Marktverzerrungen einen besseren Schutz gegen den Abwärtstrend, wenn die Ertragskomponente verglichen zur Kapital-Allokation größer sei.
Bei überraschendem Wirtschaftsaufschwung biete die High-Yield-Anlageklasse dem Investor im Gegensatz zu anderen Rentensektoren die Chance, vom Wirtschaftswachstum zu profitieren. Der High-Yield-Anleihemarkt korreliere besser mit den Aktienmärkten angesichts deren Reaktion auf Unternehmenswachstum und die Verbesserung der Fundamentaldaten.
High-Yield-Anleihen würden auch durch ein größeres Ertragspotenzial in Märkten überzeugen, in denen sich Zinsen von einem niedrigen auf ein höheres Niveau entwickeln würden. Ein steigendes Zinsniveau heiße oftmals eine Verbesserung der Wirtschaftslage. Da High-Yield-Anleihen eher mit den allgemeinen Konjunkturaussichten und den Unternehmensgewinnen als mit dem absoluten Zinsniveau der US-Schatzpapiere korrelieren würden, würden sie bei Zinserhöhungen gut abschneiden. Bei niedrigen Zinsen könne die Rendite dieser Instrumente nach Einschätzung der Experten auf risikoadjustierter Grundlage durchwegs attraktiv sein.
Starke Zuflüsse und abnehmende Emissionen würden ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gestalten. Davon würden High-Yield-Anleihepreise und der Reiz der Anlageklasse profitieren. Anders formuliert: Die Neuemissionen seien zwar 2011 und bis in 2012 hinein zurückgegangen, aber die Zuflüsse von Investmentfonds hätten sich durchwegs verbessert. Investoren, auf der Suche nach attraktiven Zinsen der Anlageklasse, würden so daraus Nutzen ziehen. Die Zuflüsse der Investmentfonds in den letzten Monaten würden scheinbar ein großes Interesse der Anleger an dieser Anlageklasse zeigen.
Angesichts der Marktlage betrachtet das Anleiheteam von Franklin Templeton die Anlageklasse mit Zuversicht. Solange die US-Konjunktur wachse und die Eurozone Fortschritte bei der Lösung der konjunkturellen Grundsatzfragen erziele, würden die Experten Unternehmensanleihen für eine interessante Zins- und Ertragschance im aktuellen Anlageklima halten. (Perspektiven Februar 2012) (02.03.2012/alc/a/a)
Man hätte deshalb annehmen können, dass die Performance von Unternehmensanleihen schlecht sei. Sie hätten sich stattdessen im Jahresverlauf generell unerwartet gut entwickelt. Erstklassige Papiere seien im Jahr 8% gestiegen, High-Yield-Anleihen seien um 5% gewachsen, und der Bereich Bank Loan/Leveraged Loan habe sich auf Gesamtertragsbasis leicht positiv erhöht.
Die Ergebnisse würden die Grundtendenzen unterstreichen, die diese Anlageklasse unterstützen würden. Unternehmen hätten positives Gewinnwachstum erzeugt, selbst als ihre Barmittelbestände ein Rekordhoch erreicht hätten. Der nicht finanzielle Verschuldungsgrad habe sein 10-Jahres-Tief erreicht und veranschauliche die konservative Haltung vieler Management-Teams. Die Banken hätten den Fremdkapitalabbau ihrer Bilanzen fortgesetzt. Die Fälligkeit von Schuldtiteln sei hinausgeschoben worden und die Ausfallquoten seien historisch auf dem tiefsten Stand. Diese günstige Lage werde voraussichtlich bis 2012 anhalten.
Die Verbesserung der Markt-Fundamentaldaten habe im Jahresverlauf die Preise von Unternehmensanleihen weniger beeinflusst. Negative Schlagzeilen seien eher die Treibfaktoren gewesen. Die Ursache seien größtenteils niedrigere Zinsspread-Bewertungen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte von 2011 gewesen. Die Spreads von High-Yield-Anleihen gegenüber vergleichbaren Laufzeiten von US-Schatzpapieren seien von 500 auf 700 Basispunkte gestiegen.
Die Entwicklungen der Eurozone und anderenorts könnten das Preisniveau von Unternehmensanleihen künftig beeinflussen. Die Experten seien jedoch der Auffassung, dass andere Faktoren der Anlageklasse zuträglich seien. Die High-Yield-Anlageklasse biete ihres Erachtens allerdings bei Marktverzerrungen einen besseren Schutz gegen den Abwärtstrend, wenn die Ertragskomponente verglichen zur Kapital-Allokation größer sei.
Bei überraschendem Wirtschaftsaufschwung biete die High-Yield-Anlageklasse dem Investor im Gegensatz zu anderen Rentensektoren die Chance, vom Wirtschaftswachstum zu profitieren. Der High-Yield-Anleihemarkt korreliere besser mit den Aktienmärkten angesichts deren Reaktion auf Unternehmenswachstum und die Verbesserung der Fundamentaldaten.
High-Yield-Anleihen würden auch durch ein größeres Ertragspotenzial in Märkten überzeugen, in denen sich Zinsen von einem niedrigen auf ein höheres Niveau entwickeln würden. Ein steigendes Zinsniveau heiße oftmals eine Verbesserung der Wirtschaftslage. Da High-Yield-Anleihen eher mit den allgemeinen Konjunkturaussichten und den Unternehmensgewinnen als mit dem absoluten Zinsniveau der US-Schatzpapiere korrelieren würden, würden sie bei Zinserhöhungen gut abschneiden. Bei niedrigen Zinsen könne die Rendite dieser Instrumente nach Einschätzung der Experten auf risikoadjustierter Grundlage durchwegs attraktiv sein.
Starke Zuflüsse und abnehmende Emissionen würden ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gestalten. Davon würden High-Yield-Anleihepreise und der Reiz der Anlageklasse profitieren. Anders formuliert: Die Neuemissionen seien zwar 2011 und bis in 2012 hinein zurückgegangen, aber die Zuflüsse von Investmentfonds hätten sich durchwegs verbessert. Investoren, auf der Suche nach attraktiven Zinsen der Anlageklasse, würden so daraus Nutzen ziehen. Die Zuflüsse der Investmentfonds in den letzten Monaten würden scheinbar ein großes Interesse der Anleger an dieser Anlageklasse zeigen.
Angesichts der Marktlage betrachtet das Anleiheteam von Franklin Templeton die Anlageklasse mit Zuversicht. Solange die US-Konjunktur wachse und die Eurozone Fortschritte bei der Lösung der konjunkturellen Grundsatzfragen erziele, würden die Experten Unternehmensanleihen für eine interessante Zins- und Ertragschance im aktuellen Anlageklima halten. (Perspektiven Februar 2012) (02.03.2012/alc/a/a)


