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High-Yield-Anleihen auch in 2021 chancenreich


17.12.20 10:15
Fisch Asset Management

Zürich (www.anleihencheck.de) - Wir gehen davon aus, dass High-Yield-Anleihen im Jahr 2021 positive Erträge generieren werden, so Kyle Kloc, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich.

Angesichts der Kombination aus anhaltend tiefen Zinsen, bereits engeren Spreads nahe ihrer historischen Durchschnittsniveaus und Sorgen um Kapitalstrukturen bestimmter Marktsegmente (vor allem Energie, Einzelhandel und Freizeit) im Anschluss an die Pandemie kämen die Experten von Fisch Asset Management zur Überzeugung, dass die Gesamtrenditen von Hochzinsanleihen 2021 im unteren einstelligen Bereich liegen würden. Gleichzeitig würden die Experten erwarten, dass sich die Volatilität dank weiterer fiskal- und geldpolitischer Anreize in Grenzen halte, solange es keinen schweren Rückschlag bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gebe.

Nach der enormen Spreadausweitung im März würden sich die Bewertungen infolge einer beispiellosen Erholung wieder ihren Ständen von vor der Pandemie nähern. Das zurückgehende Tail-Risk aufgrund der Pandemie und der Anlagenotstand im andauernden Niedrigzinsumfeld dürften aus unserer Sicht 2021 jedoch zu einer weiteren Spreadeinengung führen, so die Experten von Fisch Asset Management. Die Experten würden Anleihen mit B-Rating solchen mit CCC-Rating vorziehen, da die Verengung im CCC-Segment aus ihrer Sicht bereits sehr erheblich gewesen sei. Die Experten von Fisch Asset Management würden außerdem glauben, dass mit B geratete Papiere das beste Risiko-Ertragsprofil für den Fall aufweisen würden, dass die für 2021 erwartete Verbesserung der Kreditqualität und Normalisierung ausbleiben würden. Anleihen mit BB-Rating könnten zusätzlich von Anlegern im Investment-Grade-Segment nachgefragt werden, die ihre Suche nach Rendite auf die unteren Ratingkategorien ausweiten würden.

Die Experten von Fisch Asset Management hätten zum Jahreswechsel eine leichte Präferenz für europäische High-Yield-Anleihen. Aus ihrer Sicht besitze das europäische High-Yield-Segment nach der Pandemie etwas mehr Spielraum für eine Spreadeinengung als das US-Segment. Außerdem beinhalte es mehr qualitativ höherwertige Emittenten und sei nicht so stark auf Rohstoffe und insbesondere Energie ausgerichtet. Die Experten von Fisch Asset Management würden erwarten, dass die Ausfallraten im Vergleich zu ihrem pandemiebedingten Höchststand sinken würden und sich ihrem langfristigen Durchschnitt von rund vier Prozent annähern würden. Allerdings würden sie aus Sicht der Experten ihren langfristigen Durchschnitt vorerst kaum unterschreiten, da die Unternehmen infolge der Pandemie womöglich noch Probleme mit ihren Kapitalstrukturen hätten. Dies gelte vor allem für den Energiesektor, der darüber hinaus unter anhaltend tiefen Energiepreisen leide. (17.12.2020/alc/a/a)