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High Yield-Anleihe von Tesla ist nicht im Interesse unserer Kunden
23.08.17 09:45
Kames Capital
London (www.anleihencheck.de) - Laut unserer Erfahrung sind einige der besten Hochzinsanleihen mit den Investoren zu vergleichen, die in sie investieren: Mauerblümchenartig, zuverlässig und häufig zutiefst langweilig, so David Ennett von Kames Capital.
Die "Eintönigkeit" eines Geschäfts, das verlässlich attraktive, aber sichere Cashflows liefere? Dem stimme Ennett zu! Einige ihrer beliebtesten Positionen halten die Experten von Kames Capital in eher unprätentiösen Branchen, so etwa in Pappkartonherstellern, Bestattungsunternehmen, Konservendosenproduzenten und Zulieferern gelartiger Kapseln, die mit Wirkstoffen gegen Ihre Kopfschmerzen gefüllt werden. Glanz, Glamour und eine gute Story findet man hingegen eher auf dem Aktienmarkt, und das ist uns auch recht so, so die Experten von Kames Capital.
Auf die Probe gestellt worden sei die Haltung der Experten kürzlich durch den US-Elektroautohersteller Tesla, der seine erste konventionelle Hochzinsanleihe begeben habe. Tesla sei zweifelsohne ein beeindruckendes Unternehmen. Seine Fahrzeuge seien technologische Wunder, die vergleichbare Autos in fast jeder Hinsicht übertreffen würden. Fest steht auch, dass der Wert dieses Wunders durch unsere Freunde am Aktienmarkt entsprechend stolz bewertet wird, so die Experten von Kames Capital.
Teslas derzeitiger Aktienkurs impliziere einen Unternehmenswert (Gesamtwert aus Teslas Fremd- und Eigenkapital), der in etwa dem 96Fachen seines Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) entspreche. Das EBITDA stelle für Hochzinsanleger eine nicht unbedingt perfekte (aber zweckmäßige) Kennzahl für Cashflow dar und zeige die Cash-Erträge, die ein Unternehmen mit seinem Anlagevermögen erwirtschafte, abzüglich einer größtmöglichen Anzahl buchhalterischer Faktoren. Nun, 96x sei wirklich hoch. Zyniker würden behaupten, dass sämtliche guten Dinge, die diesem Unternehmen jemals widerfahren seien oder überhaupt widerfahren könnten, darin bereits eingepreist seien.
Zum Vergleich: BMW sei ein bekannter Autohersteller, der im Bereich konventioneller Luxusfahrzeuge sehr stark positioniert sei, aber gleichzeitig mit seinen beeindruckenden Modellen i3 und i8 erfolgreich in den Markt für Elektroautos dränge. Eins stehe für die Experten daher fest: Egal, welche Richtung die Autoindustrie in Zukunft einschlage, sie werde es nicht ohne Tesla tun, aber auch nicht ohne BMW. Die bayrische Motorenschmiede zeichne sich durch ein bedeutendes und äußerst profitables Geschäft mit konventionell angetriebenen Fahrzeugen, jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich und ein Cashflow-Profil aus, das beachtliche F&E-Investitionen zulasse.
Die Bewertung von BMW (61 Mrd. USD) und Tesla (60,7 Mrd. USD) durch den Aktienmarkt sei fast identisch. In Bezug auf Cashflow und Größe lägen zwischen beiden Unternehmen hingegen Welten. Im vergangenen Jahr habe Tesla knapp über 76.000 Fahrzeuge produziert, während es bei BMW 2.260.000 gewesen seien; das entspreche einem Verhältnis von 31:1. Der wirkliche Unterschied bestehe allerdings beim Cashflow. Was BMWs Cashflow anbelange, so würden dessen Aktien mit dem 7,5Fachen des gegenwärtigen EBITDA bewertet. Der Markt sei also fest davon überzeugt, dass Tesla in Zukunft deutlich wachsen werde.
Da Teslas Ambitionen gegenwärtig dessen Cashflow klar übersteigen würden, habe es am Hochzinsmarkt eine Anleihe begeben. Damit möchte es die Lücke schließen zwischen den erforderlichen Investitionen, um seiner Bewertung wachstumsmäßig gerecht zu werden, und dem Cashflow, den es derzeit generiere. Dies stellt für uns das Gegenteil der eigentlichen Funktion einer Hochzinsanleihe dar, so die Experten von Kames Capital. Mit einer Investition in Tesla-Anleihen würden Anleger dem Unternehmen Wachstumskapital zur Verfügung stellen. Hierbei würden sie das gesamte, damit verbundene, denkbare Verlustrisiko in Kauf nehmen, würden aber lediglich mit dem Aufwärtspotenzial einer Anleihe belohnt.
Ungeachtet ihrer Bewunderung für Tesla finden die Experten von Kames Capital keinen Gefallen am Chance-Risiko-Profil des Titels, weshalb sie vom Kauf der neuen Papiere Abstand nahmen. Wir bevorzugen Unternehmen, die den Cashflow, den wir benötigen, um unsere Zins- und Kapitalrückzahlungen leisten zu können, tatsächlich und nicht nur voraussichtlich generieren, so die Experten von Kames Capital. In guten Zeiten könne es schnell passieren, dass sich Anleger den Kopf von neuen und dynamischen Unternehmen verdrehen lassen würden. Bei Kames Capital glaube man jedoch nicht, dass ein derartiger Ansatz den Interessen der Kunden diene. Eher das Gegenteil stelle für Anleiheinvestoren die weitaus lukrativere Alternative dar. Das möge die Präsentationen der Experten etwas langweiliger machen, zahle sich aber aus. (23.08.2017/alc/a/a)
Die "Eintönigkeit" eines Geschäfts, das verlässlich attraktive, aber sichere Cashflows liefere? Dem stimme Ennett zu! Einige ihrer beliebtesten Positionen halten die Experten von Kames Capital in eher unprätentiösen Branchen, so etwa in Pappkartonherstellern, Bestattungsunternehmen, Konservendosenproduzenten und Zulieferern gelartiger Kapseln, die mit Wirkstoffen gegen Ihre Kopfschmerzen gefüllt werden. Glanz, Glamour und eine gute Story findet man hingegen eher auf dem Aktienmarkt, und das ist uns auch recht so, so die Experten von Kames Capital.
Auf die Probe gestellt worden sei die Haltung der Experten kürzlich durch den US-Elektroautohersteller Tesla, der seine erste konventionelle Hochzinsanleihe begeben habe. Tesla sei zweifelsohne ein beeindruckendes Unternehmen. Seine Fahrzeuge seien technologische Wunder, die vergleichbare Autos in fast jeder Hinsicht übertreffen würden. Fest steht auch, dass der Wert dieses Wunders durch unsere Freunde am Aktienmarkt entsprechend stolz bewertet wird, so die Experten von Kames Capital.
Zum Vergleich: BMW sei ein bekannter Autohersteller, der im Bereich konventioneller Luxusfahrzeuge sehr stark positioniert sei, aber gleichzeitig mit seinen beeindruckenden Modellen i3 und i8 erfolgreich in den Markt für Elektroautos dränge. Eins stehe für die Experten daher fest: Egal, welche Richtung die Autoindustrie in Zukunft einschlage, sie werde es nicht ohne Tesla tun, aber auch nicht ohne BMW. Die bayrische Motorenschmiede zeichne sich durch ein bedeutendes und äußerst profitables Geschäft mit konventionell angetriebenen Fahrzeugen, jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich und ein Cashflow-Profil aus, das beachtliche F&E-Investitionen zulasse.
Die Bewertung von BMW (61 Mrd. USD) und Tesla (60,7 Mrd. USD) durch den Aktienmarkt sei fast identisch. In Bezug auf Cashflow und Größe lägen zwischen beiden Unternehmen hingegen Welten. Im vergangenen Jahr habe Tesla knapp über 76.000 Fahrzeuge produziert, während es bei BMW 2.260.000 gewesen seien; das entspreche einem Verhältnis von 31:1. Der wirkliche Unterschied bestehe allerdings beim Cashflow. Was BMWs Cashflow anbelange, so würden dessen Aktien mit dem 7,5Fachen des gegenwärtigen EBITDA bewertet. Der Markt sei also fest davon überzeugt, dass Tesla in Zukunft deutlich wachsen werde.
Da Teslas Ambitionen gegenwärtig dessen Cashflow klar übersteigen würden, habe es am Hochzinsmarkt eine Anleihe begeben. Damit möchte es die Lücke schließen zwischen den erforderlichen Investitionen, um seiner Bewertung wachstumsmäßig gerecht zu werden, und dem Cashflow, den es derzeit generiere. Dies stellt für uns das Gegenteil der eigentlichen Funktion einer Hochzinsanleihe dar, so die Experten von Kames Capital. Mit einer Investition in Tesla-Anleihen würden Anleger dem Unternehmen Wachstumskapital zur Verfügung stellen. Hierbei würden sie das gesamte, damit verbundene, denkbare Verlustrisiko in Kauf nehmen, würden aber lediglich mit dem Aufwärtspotenzial einer Anleihe belohnt.
Ungeachtet ihrer Bewunderung für Tesla finden die Experten von Kames Capital keinen Gefallen am Chance-Risiko-Profil des Titels, weshalb sie vom Kauf der neuen Papiere Abstand nahmen. Wir bevorzugen Unternehmen, die den Cashflow, den wir benötigen, um unsere Zins- und Kapitalrückzahlungen leisten zu können, tatsächlich und nicht nur voraussichtlich generieren, so die Experten von Kames Capital. In guten Zeiten könne es schnell passieren, dass sich Anleger den Kopf von neuen und dynamischen Unternehmen verdrehen lassen würden. Bei Kames Capital glaube man jedoch nicht, dass ein derartiger Ansatz den Interessen der Kunden diene. Eher das Gegenteil stelle für Anleiheinvestoren die weitaus lukrativere Alternative dar. Das möge die Präsentationen der Experten etwas langweiliger machen, zahle sich aber aus. (23.08.2017/alc/a/a)


