Erweiterte Funktionen

Heute tagt die Bank of England


01.08.24 09:34
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die japanische Notenbank hat die Zinsen erhöht und rechnet mit einer Inflation von etwa 2% in den kommenden Jahren, so die Analysten der Nord LB.

Mit einer Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen habe der neunköpfige Vorstand den Zielsatz für den Tagesgeldzinssatz von 0,1% auf 0,25% angehoben. Die Zentralbank habe zudem einen detaillierten Plan zur quantitativen Straffung vorgelegt, der die monatlichen Anleihekäufe von Januar bis März 2026 in mehreren Schritten auf rund drei Billionen Yen (18,1 Mrd. EUR) reduzieren solle. Damit habe sie ihre Entschlossenheit signalisiert, ein Jahrzehnt massiver geldpolitischer Anreize schrittweise zurückzufahren.

Die Inflation in der Euro-Zone ziehe überraschend an. Die Verbraucherpreise hätten sich im Juli in der 20-Länder-Gemeinschaft um 2,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. Volkswirte hätten hingegen mit einer Rate wie im Juni von 2,5% gerechnet.

Angesichts der Fortschritte beim Kampf gegen die Inflation ebne die US-Notenbank den Weg für eine Zinswende. Die Währungshüter um Federal Reserve-Chef Powell hätten den geldpolitischen Schlüsselsatz zwar in der Spanne von 5,25 bis 5,50% belassen. Zugleich hätten sie jedoch auf Fortschritte auf dem Weg zum Inflationsziel von 2% verwiesen. Die Notenbank sehe den Preisdruck zudem nur noch als "etwas erhöht" an. Powell habe betont, unter bestimmten Bedingungen könne eine Zinssenkung bereits auf der nächsten Sitzung im September "auf den Tisch" kommen.

Nach dem gestrigen Tag mit zwei Notenbanksitzungen in zentralen Währungsräumen tage heute noch die Bank of England. Die Meinungen, ob es bereits am aktuellen Rand zu einer Zinssenkung kommen werde, seien derzeit ziemlich gemischt. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko für ein Handeln der Notenbank in London sei sicherlich vorhanden, die Analysten würden aber noch durchaus gute Gründe für ein Zögern der Bank of England sehen.

Weiterhin werde auf die Zahlen zum ISM PMI Manufacturing zu achten sein. Zentrale Frage dürfte hier sein, ob dieser wichtige US-Stimmungsindikator im Juli wieder über die "magische" Marke von 50 Zählern werde springen können. Es könnte knapp werden. Auf der Unternehmensseite stünden heute u.a. Zahlen von VW und Vonovia an. Die Halbjahresbilanz des größten deutschen Wohnungskonzerns dürfte Aufschluss darüber geben, ob der drastische Preisverfall am deutschen Immobilienmarkt ein Ende gefunden habe. (01.08.2024/alc/a/a)