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Großbritannien: Keine Leitzinserhöhung 2014 und 2015 erwartet
22.01.14 11:18
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Seit August 2013 nutzt die britische Notenbank bei der Ausgestaltung ihrer Geldpolitik die "forward guidance", so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Ins Deutsche übersetzt verstehe man hierunter laut der Bundesbank "zukunftsgerichtete Hinweise" oder "Orientierung über die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik". Gemeint seien damit vor allem Ankündigungen der Notenbank über die zukünftige Entwicklung ihrer Leitzinsen. Würden die Auskünfte neue Informationen beinhalten oder die Unsicherheit über die weitere Leitzinsentwicklung reduzieren, dann sollte dies entsprechende Auswirkungen auf die längerfristigen Zinssätze haben.
Damals habe die britische Notenbank beschlossen, die Base Rate von 0,50% mindestens so lange auf dem historisch niedrigen Niveau zu belassen, bis die Arbeitslosenquote die Marke von nur noch 7% erreiche. Zu diesem Zeitpunkt habe die Arbeitslosenquote bei 7,7% gelegen. Damals hätten die Währungshüter mit der "Zielerreichung" erst Mitte 2016 gerechnet. Im Marktdurchschnitt sei im August 2013 für das Kalenderjahr 2013 mit einem BIP-Zuwachs von 1,2% gerechnet worden (2014: 1,9%).
Die Analysten würden mittlerweile für das abgelaufene Jahr einen Zuwachs der Wirtschaftsaktivität von 1,9% und für 2014 ein Zuwachs um 2,6% erwarten (aktuelle Konsenswerte: 1,7% bzw. 2,6%). Die damalige Annahme der Notenbank, dass das Vorkrisenniveau beim britischen BIP aus dem 1. Quartal 2008 erst im 3. Quartal 2014 erreicht werde, habe zwar nach Erachten der Analysten noch Bestand. Andererseits entwickele sich die Arbeitslosenquote deutlich günstiger als gedacht und dürfte im November auf 7,2% gesunken sein. Ein baldiges Erreichen der "Zielmarke" der BoE sei durchaus möglich.
Die Notenbankvertreter hätten zwar zuletzt klar zum Ausdruck gebracht, dass beim Erreichen der Arbeitslosenquote von 7% kein entsprechender Automatismus zu einer Verschärfung der Geldpolitik einsetzen müsse. Das jüngste Sitzungsprotokoll der BoE - wo wohl sowohl Einmütigkeit für ein unverändertes Leitzinsniveau als auch ein konstantes Volumen der Assetkäufe von 375 Mrd. GBP vorgeherrscht habe - dürfte aber sorgfältig darauf hin abgeklopft werden, ob sich Hinweise auf das weitere Vorgehen würden ableiten lassen, sobald die Arbeitslosenquote die Marke von 7% unterschreite. Nach Erachten der Analysten werde es weder in 2014 noch in 2015 zu einer Leitzinserhöhung kommen. (22.01.2014/alc/a/a)
Ins Deutsche übersetzt verstehe man hierunter laut der Bundesbank "zukunftsgerichtete Hinweise" oder "Orientierung über die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik". Gemeint seien damit vor allem Ankündigungen der Notenbank über die zukünftige Entwicklung ihrer Leitzinsen. Würden die Auskünfte neue Informationen beinhalten oder die Unsicherheit über die weitere Leitzinsentwicklung reduzieren, dann sollte dies entsprechende Auswirkungen auf die längerfristigen Zinssätze haben.
Die Analysten würden mittlerweile für das abgelaufene Jahr einen Zuwachs der Wirtschaftsaktivität von 1,9% und für 2014 ein Zuwachs um 2,6% erwarten (aktuelle Konsenswerte: 1,7% bzw. 2,6%). Die damalige Annahme der Notenbank, dass das Vorkrisenniveau beim britischen BIP aus dem 1. Quartal 2008 erst im 3. Quartal 2014 erreicht werde, habe zwar nach Erachten der Analysten noch Bestand. Andererseits entwickele sich die Arbeitslosenquote deutlich günstiger als gedacht und dürfte im November auf 7,2% gesunken sein. Ein baldiges Erreichen der "Zielmarke" der BoE sei durchaus möglich.
Die Notenbankvertreter hätten zwar zuletzt klar zum Ausdruck gebracht, dass beim Erreichen der Arbeitslosenquote von 7% kein entsprechender Automatismus zu einer Verschärfung der Geldpolitik einsetzen müsse. Das jüngste Sitzungsprotokoll der BoE - wo wohl sowohl Einmütigkeit für ein unverändertes Leitzinsniveau als auch ein konstantes Volumen der Assetkäufe von 375 Mrd. GBP vorgeherrscht habe - dürfte aber sorgfältig darauf hin abgeklopft werden, ob sich Hinweise auf das weitere Vorgehen würden ableiten lassen, sobald die Arbeitslosenquote die Marke von 7% unterschreite. Nach Erachten der Analysten werde es weder in 2014 noch in 2015 zu einer Leitzinserhöhung kommen. (22.01.2014/alc/a/a)
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