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Griechenland CDS: Ein Credit Non-event


20.03.12 10:30
BayernLB

München (www.anleihencheck.de) - Zu Wochenbeginn bewegten sich Bunds in ruhigem Handel um ihre Niveaus vom Freitagsschluss; die 10j Rendite handelte weiter nahe der Obergrenze ihrer engen Handelsspanne (2,05/2,07%), so die Analysten der BayernLB.

Schwache italienische Orderdaten und mahnende IWF-Äußerungen zum Wachstumsausblick hätten keinen nachhaltigen Markteinfluss. Nachmittags habe die CDS-Händlerauktion gemäß ISDA Reglement für griechische Staatsanleihen eine Verwertungsquote von 21,5%, mithin eine Auszahlungssumme von 1,9 Mrd. EUR aus Griechenland CDS und somit ein überschaubares systemisches Risiko ergeben.

Neben T-Bill Auktionen der Niederlande und Frankreich habe die EFSF eine neue Anleihe (3,875% 30.03.2032, Rendite 3,956%) mit Volumen 1,5 Mrd. EUR begeben. In den USA habe die 10J Breakeven Inflatinsrate bei 2,43% ihren höchsten Stand seit August 2011 erreicht.

Die Wohnungsbaubeginne hätten im Februar wohl auf dem Niveau des Vormonats stagniert. In den Vormonaten habe die ungewöhnlich milde Witterung die Bautätigkeit begünstigt; dieser unterstützende Einfluss habe aber wohl etwas nachgelassen.

Die deutschen Erzeugerpreise seien im Februar, bedingt durch höhere Energiepreise, erneut deutlich ggü. Vormonat gestiegen; die Jahresrate sei von 3,4% auf 3,2% zurückgefallen.

Die EZB habe in der Vorwoche - wie in den letzten vier Wochen, mit Ausnahme der Vorwoche - keine SMP-Staatsanleihekäufe getätigt. Laut Fisher, FED Mitglied, brauche die US-Wirtschaf nicht mehr Liquidität; diese sei reichlich vorhanden.

Griechenlands Finanzminister Venizelos sei gestern zurückgetreten, um sich auf den Wahlkampf der nun von ihm geführten PASOK zu konzentrieren. (20.03.2012/alc/a/a)