Erweiterte Funktionen
Green Bonds - die größten Irrtümer, die wichtigsten Fakten
21.12.18 15:00
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Weihnachten steht vor der Tür, und für AXA Investment Managers (AXA IM) gibt es zum Jahresabschied noch einen Grund mehr zu feiern: Der AXA WF Global Green Bonds wurde im November 2018 drei Jahre alt, so die Experten von AXA Investment Managers.
Seit seiner Auflegung habe der Fonds ähnlich hohe Renditen wie ein vergleichbarer Fonds aus dem Standard-Anleihenuniversum erzielen können. Damit biete er Investoren die Möglichkeit, in Umweltprojekte zu investieren, ohne Kompromisse bei der Rendite eingehen zu müssen.
Seit rund einem Jahrzehnt könnten Emittenten und Investoren mit einem Engagement in Green Bonds positive Renditen erwirtschaften und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun. Denn Green Bonds würden eine Vielzahl verschiedener Initiativen für eine nachhaltigere Umwelt, darunter zum Beispiel erneuerbare Energien, Verschmutzungsprävention, Energieeffizienz und den Erhalt der Artenvielfalt finanzieren. Das globale Bewusstsein für die Umwelt und den Klimaschutz nehme zu - unter anderem auch durch das Pariser Klimaabkommen. Daher sei es kaum verwunderlich, dass der Markt für grüne Anleihen in den vergangenen Jahren stark gewachsen sei.
Zwar würden Green Bonds immer noch einen vergleichweise kleinen Teil des Marktes ausmachen, aber die Anlageklasse scheine sich allmählich zu etablieren. Investoren seien entsprechend mit einigen weit verbreiteten - und unter anderem auch falschen - Klischees zu Green Bonds konfrontiert. Anlass genug für AXA IM, im Folgenden damit aufzuräumen.
1. Green Bonds seien projektbezogene Anleihen
FALSCH - Green Bonds seien keine projektbezogenen Anleihen. In fast allen Fällen handele es sich bei grünen Anleihen um vorrangig unbesicherte Anleihen, bei denen der Emittent das Kreditrisiko trage. Das sei die häufigste Form der Anleiheemission und aus der Sicht von AXA IM einer der Hauptgründe für die weit verbreitete Ausgabe von Green Bonds durch Emittenten mit Benchmark-Größe und institutionelle Investoren. Im Zuge der jüngsten Entwicklung des Green-Bond-Marktes seien auch nachrangige Anleihen und andere Wertpapier-Arten wie Asset-Backed-Securities verfügbar geworden.
2. Grüne Anleihen würden sich schlechter als konventionelle Anleihen entwickeln
FALSCH - Grüne Anleihen seien vorrangig unbesicherte Anleihen. Unter der Annahme, dass alle Merkmale der Anleihe (Emittent, Laufzeit, Währung usw.) gleich seien - bis auf den Unterschied, dass die Anleihe entweder grün oder grau (nicht-grüne Anleihen) sei, zeige das Research von AXA IM keinen signifikanten Unterschied im Primär- oder Sekundärmarkt.
3. Es sei unklar, was grüne Anleihen finanzieren würden
FALSCH - Der wesentliche Unterschied zwischen einer grünen und einer grauen Anleihe bestehe darin, dass der Erlös aus der Anleihe speziell für die Finanzierung von ökologisch wertvollen Projekten verwendet werde. Die Erlöse aus grauen Anleihen hätten eine breite Palette von Verwendungsmöglichkeiten, seien aber in den meisten Fällen für den allgemeinen Unternehmenseinsatz bestimmt. Als absolutes Minimum erwarte AXA IM von den Emittenten von Green Bonds, dass sie transparent seien - also genau darlegen würden, für was die Erlöse verwendet würden. Die Art der Transparenz sei unterschiedlich. Einige offenbaren Details zu jedem einzelnen Projekt, das pro Green Bond finanziert werde. Andere würden diese Detailgenauigkeit möglicherweise nicht bieten, weil es schlicht und einfach nicht praktisch darstellbar wäre - unter anderem wenn sie Tausende von kleinen Projekten finanzieren würden, die die Umweltkriterien des Emittenten erfüllen würden.
4. Green Bonds würden keine Standards erfüllen
WAHR - Emittenten von Green Bonds seien nicht dazu verpflichtet, sich an irgendwelche Standards zu halten. Es gebe anerkannte Standards wie die Zertifizierung der Climate Bond Initiative, aber diese würden derzeit nur von einer kleinen Anzahl von Emittenten übernommen. Die wichtigste branchenübliche Richtlinie zur Definition der Eigenschaften einer grünen Anleihe seien die Green Bond Principles. Diese bestünden aus vier Säulen: Verwendung der Erlöse, Prozess zur Projektbewertung und -auswahl, Verwaltung der Erlöse und Berichterstattung. Es gebe jedoch keine festen Regeln, die Emittenten von grünen Anleihen verpflichten würden, diese Grundsätze einzuhalten. Allerdings gebe es kaum grüne Anleihen, die die Prinzipien ignorieren würden.
Im Zuge des weltweiten Marktwachstums hätten sich unterschiedliche lokale Ansätze etabliert, unter anderem eine chinesische Variante für lokale Emittenten. Daher habe AXA IM einen internen Bewertungsrahmen festgelegt, nach dem jede Anleihe bewertet werde. Dies sei ein wichtiger Bestandteil des Investmentprozesses: Er stelle sicher, dass grüne Anleihen, die hinter den Erwartungen der Experten zurückbleiben würden (und die einige abschätzig als "Green-Washing"-Anleihen bezeichnet hätten), nicht versehentlich in die Portfolios von AXA IM gelangen würden.
5. Emittenten von Green Bonds könnten umweltschädlich handeln
WAHR - Nichts hindere ein kontroverses Unternehmen mit umweltschädlichen Praktiken daran, eine grüne Anleihe auszugeben. Konkrete Beispiele gebe es bisher bereits. Einige Anleger würden sich ausschließlich auf den ökologischen Nutzen der Anleihe konzentrieren - aber der Bewertungsrahmen von AXA IM verlange, dass die Experten die breiteren Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken (ESG) und die Performance des Emittenten sorgfältig analysieren würden. Wenn die Experten zu dem Schluss kommen würden, dass die Praktiken nicht ihren Erwartungen entsprechen würden, sei die Anleihe für Investitionen nicht geeignet.
Mit dem AXA WF Global Green Bonds setze AXA IM genau auf die Anleihen, die zur Finanzierung von umweltfreundlichen Projekten oder Anlagen emittiert würden. Der Fonds sei dazu konzipiert, das ihm anvertraute Kapital für Projekte mit positivem Nutzen für die Umwelt einzusetzen. Mithilfe des Green Bond Analysis Framework identifiziere AXA IM Emittenten mit einer klaren Umweltstrategie, um in glaubwürdig grüne Projekte zu investieren. Der globale Fixed-Income-Investmentprozess ermögliche darüber hinaus, Top-Down und Bottom-Up-Chancen zu erkennen und adäquat auf einen rasch wachsenden Markt zu reagieren.
Der AXA WF Global Green Bonds sei am 5. November 2015 lanciert worden und sei seither auf ein Volumen von mehr als 115 Millionen Euro angewachsen. Das Portfolio bestehe vor allem aus Anleihen in Euro (55,4 Prozent) und US-Dollar (31,1 Prozent). Rund 75 Prozent der enthaltenen Anleihen würden Ratings im Bereich A oder besser aufweisen. Der Fonds investiere vor allem in Erneuerbare Energien (40 Prozent), Transportwesen (28 Prozent), nachhaltiges Bauen (18 Prozent) und Energieeffizienz (6 Prozent). Der AXA WF Global Green Bonds sei vormals unter dem Namen AXA WF Planet Bonds bekannt gewesen und sei 2018 umbenannt worden. (21.12.2018/alc/a/a)
Seit seiner Auflegung habe der Fonds ähnlich hohe Renditen wie ein vergleichbarer Fonds aus dem Standard-Anleihenuniversum erzielen können. Damit biete er Investoren die Möglichkeit, in Umweltprojekte zu investieren, ohne Kompromisse bei der Rendite eingehen zu müssen.
Seit rund einem Jahrzehnt könnten Emittenten und Investoren mit einem Engagement in Green Bonds positive Renditen erwirtschaften und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun. Denn Green Bonds würden eine Vielzahl verschiedener Initiativen für eine nachhaltigere Umwelt, darunter zum Beispiel erneuerbare Energien, Verschmutzungsprävention, Energieeffizienz und den Erhalt der Artenvielfalt finanzieren. Das globale Bewusstsein für die Umwelt und den Klimaschutz nehme zu - unter anderem auch durch das Pariser Klimaabkommen. Daher sei es kaum verwunderlich, dass der Markt für grüne Anleihen in den vergangenen Jahren stark gewachsen sei.
Zwar würden Green Bonds immer noch einen vergleichweise kleinen Teil des Marktes ausmachen, aber die Anlageklasse scheine sich allmählich zu etablieren. Investoren seien entsprechend mit einigen weit verbreiteten - und unter anderem auch falschen - Klischees zu Green Bonds konfrontiert. Anlass genug für AXA IM, im Folgenden damit aufzuräumen.
1. Green Bonds seien projektbezogene Anleihen
FALSCH - Green Bonds seien keine projektbezogenen Anleihen. In fast allen Fällen handele es sich bei grünen Anleihen um vorrangig unbesicherte Anleihen, bei denen der Emittent das Kreditrisiko trage. Das sei die häufigste Form der Anleiheemission und aus der Sicht von AXA IM einer der Hauptgründe für die weit verbreitete Ausgabe von Green Bonds durch Emittenten mit Benchmark-Größe und institutionelle Investoren. Im Zuge der jüngsten Entwicklung des Green-Bond-Marktes seien auch nachrangige Anleihen und andere Wertpapier-Arten wie Asset-Backed-Securities verfügbar geworden.
FALSCH - Grüne Anleihen seien vorrangig unbesicherte Anleihen. Unter der Annahme, dass alle Merkmale der Anleihe (Emittent, Laufzeit, Währung usw.) gleich seien - bis auf den Unterschied, dass die Anleihe entweder grün oder grau (nicht-grüne Anleihen) sei, zeige das Research von AXA IM keinen signifikanten Unterschied im Primär- oder Sekundärmarkt.
3. Es sei unklar, was grüne Anleihen finanzieren würden
FALSCH - Der wesentliche Unterschied zwischen einer grünen und einer grauen Anleihe bestehe darin, dass der Erlös aus der Anleihe speziell für die Finanzierung von ökologisch wertvollen Projekten verwendet werde. Die Erlöse aus grauen Anleihen hätten eine breite Palette von Verwendungsmöglichkeiten, seien aber in den meisten Fällen für den allgemeinen Unternehmenseinsatz bestimmt. Als absolutes Minimum erwarte AXA IM von den Emittenten von Green Bonds, dass sie transparent seien - also genau darlegen würden, für was die Erlöse verwendet würden. Die Art der Transparenz sei unterschiedlich. Einige offenbaren Details zu jedem einzelnen Projekt, das pro Green Bond finanziert werde. Andere würden diese Detailgenauigkeit möglicherweise nicht bieten, weil es schlicht und einfach nicht praktisch darstellbar wäre - unter anderem wenn sie Tausende von kleinen Projekten finanzieren würden, die die Umweltkriterien des Emittenten erfüllen würden.
4. Green Bonds würden keine Standards erfüllen
WAHR - Emittenten von Green Bonds seien nicht dazu verpflichtet, sich an irgendwelche Standards zu halten. Es gebe anerkannte Standards wie die Zertifizierung der Climate Bond Initiative, aber diese würden derzeit nur von einer kleinen Anzahl von Emittenten übernommen. Die wichtigste branchenübliche Richtlinie zur Definition der Eigenschaften einer grünen Anleihe seien die Green Bond Principles. Diese bestünden aus vier Säulen: Verwendung der Erlöse, Prozess zur Projektbewertung und -auswahl, Verwaltung der Erlöse und Berichterstattung. Es gebe jedoch keine festen Regeln, die Emittenten von grünen Anleihen verpflichten würden, diese Grundsätze einzuhalten. Allerdings gebe es kaum grüne Anleihen, die die Prinzipien ignorieren würden.
Im Zuge des weltweiten Marktwachstums hätten sich unterschiedliche lokale Ansätze etabliert, unter anderem eine chinesische Variante für lokale Emittenten. Daher habe AXA IM einen internen Bewertungsrahmen festgelegt, nach dem jede Anleihe bewertet werde. Dies sei ein wichtiger Bestandteil des Investmentprozesses: Er stelle sicher, dass grüne Anleihen, die hinter den Erwartungen der Experten zurückbleiben würden (und die einige abschätzig als "Green-Washing"-Anleihen bezeichnet hätten), nicht versehentlich in die Portfolios von AXA IM gelangen würden.
5. Emittenten von Green Bonds könnten umweltschädlich handeln
WAHR - Nichts hindere ein kontroverses Unternehmen mit umweltschädlichen Praktiken daran, eine grüne Anleihe auszugeben. Konkrete Beispiele gebe es bisher bereits. Einige Anleger würden sich ausschließlich auf den ökologischen Nutzen der Anleihe konzentrieren - aber der Bewertungsrahmen von AXA IM verlange, dass die Experten die breiteren Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken (ESG) und die Performance des Emittenten sorgfältig analysieren würden. Wenn die Experten zu dem Schluss kommen würden, dass die Praktiken nicht ihren Erwartungen entsprechen würden, sei die Anleihe für Investitionen nicht geeignet.
Mit dem AXA WF Global Green Bonds setze AXA IM genau auf die Anleihen, die zur Finanzierung von umweltfreundlichen Projekten oder Anlagen emittiert würden. Der Fonds sei dazu konzipiert, das ihm anvertraute Kapital für Projekte mit positivem Nutzen für die Umwelt einzusetzen. Mithilfe des Green Bond Analysis Framework identifiziere AXA IM Emittenten mit einer klaren Umweltstrategie, um in glaubwürdig grüne Projekte zu investieren. Der globale Fixed-Income-Investmentprozess ermögliche darüber hinaus, Top-Down und Bottom-Up-Chancen zu erkennen und adäquat auf einen rasch wachsenden Markt zu reagieren.
Der AXA WF Global Green Bonds sei am 5. November 2015 lanciert worden und sei seither auf ein Volumen von mehr als 115 Millionen Euro angewachsen. Das Portfolio bestehe vor allem aus Anleihen in Euro (55,4 Prozent) und US-Dollar (31,1 Prozent). Rund 75 Prozent der enthaltenen Anleihen würden Ratings im Bereich A oder besser aufweisen. Der Fonds investiere vor allem in Erneuerbare Energien (40 Prozent), Transportwesen (28 Prozent), nachhaltiges Bauen (18 Prozent) und Energieeffizienz (6 Prozent). Der AXA WF Global Green Bonds sei vormals unter dem Namen AXA WF Planet Bonds bekannt gewesen und sei 2018 umbenannt worden. (21.12.2018/alc/a/a)


