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Gewitterwolken bei Staatsanleihen der Kernländer?
03.07.14 13:53
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - Die klare Erwartung eines Großteils der Marktteilnehmer war zu Jahresanfang 2014, dass die Zinsen in den USA und in Europa aufgrund der erwarteten Wirtschaftserholung steigen werden, berichten die Experten von Pioneer Investments Austria.
Tatsächlich seien sie aber weiter gefallen - und die Anleihenkurse dementsprechend gestiegen. Die meisten Marktteilnehmer seien wegen der gegenteiligen Erwartung in längeren Laufzeiten zunächst untergewichtet gewesen, was sukzessive zu vermehrter Nachfrage geführt habe. "Wir halten das Niveau, das Staatsanleihen der Kernländer erreicht haben, schon länger nicht mehr für attraktiv. Das Potenzial für eine Korrektur ist deutlich angestiegen", sage Hans Köck, Investmentstratege bei Pioneer Investments Austria.
Die EZB habe deutliche Maßnahmen gegen die Deflationsgefahr ergriffen. "Wir sehen entstehende Gewitterwolken an den Staatsanleihenmärkten vor allem in den USA, aber auch in der Eurozone", erkläre Köck. Daher, so der Experte, sei es notwendig, bei Veranlagungen das Zinsänderungsrisiko in Staatsanleihen der Kernländer zu reduzieren und auf Strategien zu setzen, die in einem Umfeld möglicherweise steigender Zinsen das Portfolio stabilisieren könnten. Breite Risikostreuung über mehrere Assetklassen und ein flexibler Investmentansatz seien in diesem Umfeld besonders wichtig. Köck: "Wir setzen daher auf breit diversifizierte Fonds über mehrere Anleihen-Assetklassen und/oder die Beimischung von Aktienfonds, je nach Risikobereitschaft und Anlagezielen des einzelnen Anlegers."
Die Auswirkungen des extrem kalten vergangenen Winters auf das US-Wirtschaftswachstum seien noch gravierender gewesen, als erwartet. Die Entwicklung des BIP sei im ersten Quartal mit -2,9% klar negativ gewesen. Köck: "Die US-Wirtschaft ist aber jetzt dabei, wieder Schwung aufzunehmen. Die aktuell niedrigen Lagerbestände können positiv für das künftige Wachstum sein, auch die Inflation ist zuletzt wieder über 2% gestiegen." Für die nächsten Quartale würden ca. 3% BIP-Wachstum in den USA erwartet.
Die Experten von Pioneer Investments Austria gehen davon aus, dass die Volatilitäten in den nächsten Monaten von den aktuell extrem niedrigen Niveaus ansteigen werden. Die diversen Quantitative Easing (QE)-Programme und die Forward Guidance der Notenbanken hätten zu deutlich rückläufigen Volatilitäten geführt. "Wenn QE gut für riskante Assets war, dann sollte eine erwartete Rücknahme folglich belastend wirken", meine Köck. "Sollte die erwartete Wirtschaftserholung ins Stocken geraten, sind "riskante Assets" anfällig für Gewinnmitnahmen, wenn auch derzeit nicht mit einer Trendumkehr an den Aktienmärkten gerechnet wird." Was wiederum die Sinnhaftigkeit breit diversifizierter (gemischter) Fonds unterstreiche.
Ganz grundsätzlich bleiben die Experten von Pioneer Investments Austria bei ihrer Einschätzung, Aktien und Unternehmensanleihen stärker zu gewichten und sind in Staatsanleihen der Kernländer untergewichtet. Bei den einzelnen Aktienmärkten würden sie Europa gegenüber den USA etwas bevorzugen (wegen der höheren Bewertung von US-Aktien gegenüber europäischen). Emerging Markets würden die Experten neutral sehen, seien aber in Indien und China übergewichtet. (03.07.2014/alc/a/a)
Tatsächlich seien sie aber weiter gefallen - und die Anleihenkurse dementsprechend gestiegen. Die meisten Marktteilnehmer seien wegen der gegenteiligen Erwartung in längeren Laufzeiten zunächst untergewichtet gewesen, was sukzessive zu vermehrter Nachfrage geführt habe. "Wir halten das Niveau, das Staatsanleihen der Kernländer erreicht haben, schon länger nicht mehr für attraktiv. Das Potenzial für eine Korrektur ist deutlich angestiegen", sage Hans Köck, Investmentstratege bei Pioneer Investments Austria.
Die Auswirkungen des extrem kalten vergangenen Winters auf das US-Wirtschaftswachstum seien noch gravierender gewesen, als erwartet. Die Entwicklung des BIP sei im ersten Quartal mit -2,9% klar negativ gewesen. Köck: "Die US-Wirtschaft ist aber jetzt dabei, wieder Schwung aufzunehmen. Die aktuell niedrigen Lagerbestände können positiv für das künftige Wachstum sein, auch die Inflation ist zuletzt wieder über 2% gestiegen." Für die nächsten Quartale würden ca. 3% BIP-Wachstum in den USA erwartet.
Die Experten von Pioneer Investments Austria gehen davon aus, dass die Volatilitäten in den nächsten Monaten von den aktuell extrem niedrigen Niveaus ansteigen werden. Die diversen Quantitative Easing (QE)-Programme und die Forward Guidance der Notenbanken hätten zu deutlich rückläufigen Volatilitäten geführt. "Wenn QE gut für riskante Assets war, dann sollte eine erwartete Rücknahme folglich belastend wirken", meine Köck. "Sollte die erwartete Wirtschaftserholung ins Stocken geraten, sind "riskante Assets" anfällig für Gewinnmitnahmen, wenn auch derzeit nicht mit einer Trendumkehr an den Aktienmärkten gerechnet wird." Was wiederum die Sinnhaftigkeit breit diversifizierter (gemischter) Fonds unterstreiche.
Ganz grundsätzlich bleiben die Experten von Pioneer Investments Austria bei ihrer Einschätzung, Aktien und Unternehmensanleihen stärker zu gewichten und sind in Staatsanleihen der Kernländer untergewichtet. Bei den einzelnen Aktienmärkten würden sie Europa gegenüber den USA etwas bevorzugen (wegen der höheren Bewertung von US-Aktien gegenüber europäischen). Emerging Markets würden die Experten neutral sehen, seien aber in Indien und China übergewichtet. (03.07.2014/alc/a/a)


