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Geldpolitik: Die kleinen Brüder der EZB
14.02.19 09:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Geldpolitik der Welt wird zwar durch die US-FED gemacht, auf das Europa außerhalb der Eurozone hat die EZB allerdings unbestrittenen Einfluss, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Die kleinen Brüder der EZB in Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik, Norwegen, Schweden und der Schweiz würden allerdings in unterschiedlichem Maße aus Frankfurt beeinflusst. Erstaunlich sei, dass gerade die skandinavischen Zentralbanken und die Schweiz stärker von der EZB abhängig seien und dieser seit ihrem Bestehen deutlich öfter bei geldpolitischen Lockerungen und Straffungen gefolgt seien. Am unabhängigsten habe sich überraschenderweise Prag gezeigt, trotz der engen Verflechtung mit der europäischen Wirtschaft.
Im momentanen Zyklus würden sich die sechs Zentralbanken in drei Gruppen einteilen lassen. Die erste bestehe aus der ungarischen Nationalbank, die demnächst einen Zinszyklus einleiten dürfte, und der tschechischen Nationalbank, die seit 2017 bereits mehrfach ihren Zinssatz angehoben habe. Die zweite Gruppe sei die schweizerische Nationalbank und die Zentralbank Polens. Beide würden bisher strikt eine Anhebung ablehnen. Würden die Skandinavier bleiben: Trotz niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Inflation hätten sie bisher den Leitzins nur widerwillig einmal angehoben. Für sie könnte von größter Bedeutung sein, dass die Deutsche Bank den Einlagenzinssatz der EZB bis Dezember 2020 unverändert erwartet. Beide seien zuletzt zwar noch von einem weiteren Zinsanstieg 2019 ausgegangen, dieser könnte aber zunehmend in Gefahr geraten, wenn sich die Konjunktur der Eurozone weiter eintrübe. (14.02.2019/alc/a/a)
Die kleinen Brüder der EZB in Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik, Norwegen, Schweden und der Schweiz würden allerdings in unterschiedlichem Maße aus Frankfurt beeinflusst. Erstaunlich sei, dass gerade die skandinavischen Zentralbanken und die Schweiz stärker von der EZB abhängig seien und dieser seit ihrem Bestehen deutlich öfter bei geldpolitischen Lockerungen und Straffungen gefolgt seien. Am unabhängigsten habe sich überraschenderweise Prag gezeigt, trotz der engen Verflechtung mit der europäischen Wirtschaft.
Im momentanen Zyklus würden sich die sechs Zentralbanken in drei Gruppen einteilen lassen. Die erste bestehe aus der ungarischen Nationalbank, die demnächst einen Zinszyklus einleiten dürfte, und der tschechischen Nationalbank, die seit 2017 bereits mehrfach ihren Zinssatz angehoben habe. Die zweite Gruppe sei die schweizerische Nationalbank und die Zentralbank Polens. Beide würden bisher strikt eine Anhebung ablehnen. Würden die Skandinavier bleiben: Trotz niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Inflation hätten sie bisher den Leitzins nur widerwillig einmal angehoben. Für sie könnte von größter Bedeutung sein, dass die Deutsche Bank den Einlagenzinssatz der EZB bis Dezember 2020 unverändert erwartet. Beide seien zuletzt zwar noch von einem weiteren Zinsanstieg 2019 ausgegangen, dieser könnte aber zunehmend in Gefahr geraten, wenn sich die Konjunktur der Eurozone weiter eintrübe. (14.02.2019/alc/a/a)


