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Geldpolitik im Blickfeld der Anleger - Der Sommer wird heiß
25.06.19 08:45
La Financière de l´Echiquier
Paris (www.anleihencheck.de) - Die vergangene Woche war in vielerlei Hinsicht ereignisreich und dies dürfte auch auf diese Woche mit dem G20-Gipfel am 28. und 29. Juni als Höhepunkt zutreffen, so Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Clément Inbona, Fondsmanager von La Financière de l'Echiquier.
Auf geldpolitischer Ebene hätten sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank FED geäußert, neue Liquiditätsspritzen seien möglich, um dem Risiko einer Deflation und einer Wachstumsverlangsamung der Wirtschaft entgegenzutreten. Zuerst habe EZB-Präsident Mario Draghi auf der jährlichen Konferenz der Notenbank in Sintra von dem Erfordernis gesprochen, "weitere Stützungsmaßnahmen" umzusetzen, falls sich die Aussichten auf eine nachhaltige Rückkehr der Inflation auf ihren Zielwert von 2 Prozent nicht bewahrheiten würden.
In Washington habe sich FED-Chef Jerome Powell von den zunehmenden "Unsicherheiten" um die Wirtschaftsaussichten, und insbesondere die Schwäche der Inflation, besorgt gezeigt. Derzeit fasse rund die Hälfte der FED-Gouverneure ein oder zwei Leitzinssenkungen bis Ende des Jahres ins Auge. Die Preise für Staatsanleihen hätten daher neue Hochs erreicht, während Aktien die Woche mit einem deutlichen Plus beendet hätten. Die Sucht der Anleger nach Liquiditätsspritzen für die Wirtschaft habe gegenüber makroökonomischen Indikatoren, die bei den Aussichten für das Verarbeitende Gewerbe kaum noch glänzend seien, die Oberhand gewonnen.
Auf politischer Ebene sei die Europäische Union Misstönen ausgesetzt, die dem Reigen der bevorstehenden Nominierungen vorangehen würden: Neu besetzt werden müssten die Ämter des EZB-Präsidenten, des Kommissionspräsidenten und die EU-Ratspräsidentschaft.
Im Vereinigten Königreich schicke sich Boris Johnson an, neuer Regierungschef zu werden. Beim Brexit dürfte er einen härteren Kurs einschlagen als seine Vorgängerin Theresa May. In den USA habe Donald Trump seine Kampagne für die Präsidentschaftswahl 2020 mit einem ersten Auftritt eröffnet. Er habe es nicht versäumt, seine Lieblingswaffe Twitter für einen Angriff auf Mario Draghi zu nutzen. So habe er ihm vorgeworfen, den USA gegenüber "unfair" zu sein und versucht zu haben, mit einer beabsichtigten Zinssenkung den Euro zum Nachteil der US-Währung abzuwerten. Wie üblich habe der US-Präsident auch die Demokraten und die Medien ins Visier genommen, die er bezichtigt habe, ständig "Fake News" zu verbreiten. Die Politik sei eine Quelle zahlreicher Unsicherheiten, doch in dieser Woche habe sie trotz möglicher Auswirkungen auf die Märkte nur wenig Widerhall gefunden. Im Blickfeld der Anleger habe vor allem die Geldpolitik gestanden.
Auf geopolitischer Ebene nehme die Möglichkeit eines offenen Konflikts zwischen den USA und dem Iran immer mehr Gestalt an. Nach dem Abschuss einer vermeintlich in den iranischen Luftraum eingedrungenen US-Drohne durch den Iran habe Donald Trump scheinbar einen Gegenangriff auf strategische Ziele genehmigt, bevor er sich besonnen habe. Das schwarze Gold reagiere auf diese Spannungen und die Gefahr einer Seeblockade der Straße von Hormus, durch die täglich ein Fünftel der weltweiten Ölfördermengen transportiert werde, weiterhin erstaunlich ruhig. (25.06.2019/alc/a/a)
Auf geldpolitischer Ebene hätten sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank FED geäußert, neue Liquiditätsspritzen seien möglich, um dem Risiko einer Deflation und einer Wachstumsverlangsamung der Wirtschaft entgegenzutreten. Zuerst habe EZB-Präsident Mario Draghi auf der jährlichen Konferenz der Notenbank in Sintra von dem Erfordernis gesprochen, "weitere Stützungsmaßnahmen" umzusetzen, falls sich die Aussichten auf eine nachhaltige Rückkehr der Inflation auf ihren Zielwert von 2 Prozent nicht bewahrheiten würden.
Auf politischer Ebene sei die Europäische Union Misstönen ausgesetzt, die dem Reigen der bevorstehenden Nominierungen vorangehen würden: Neu besetzt werden müssten die Ämter des EZB-Präsidenten, des Kommissionspräsidenten und die EU-Ratspräsidentschaft.
Im Vereinigten Königreich schicke sich Boris Johnson an, neuer Regierungschef zu werden. Beim Brexit dürfte er einen härteren Kurs einschlagen als seine Vorgängerin Theresa May. In den USA habe Donald Trump seine Kampagne für die Präsidentschaftswahl 2020 mit einem ersten Auftritt eröffnet. Er habe es nicht versäumt, seine Lieblingswaffe Twitter für einen Angriff auf Mario Draghi zu nutzen. So habe er ihm vorgeworfen, den USA gegenüber "unfair" zu sein und versucht zu haben, mit einer beabsichtigten Zinssenkung den Euro zum Nachteil der US-Währung abzuwerten. Wie üblich habe der US-Präsident auch die Demokraten und die Medien ins Visier genommen, die er bezichtigt habe, ständig "Fake News" zu verbreiten. Die Politik sei eine Quelle zahlreicher Unsicherheiten, doch in dieser Woche habe sie trotz möglicher Auswirkungen auf die Märkte nur wenig Widerhall gefunden. Im Blickfeld der Anleger habe vor allem die Geldpolitik gestanden.
Auf geopolitischer Ebene nehme die Möglichkeit eines offenen Konflikts zwischen den USA und dem Iran immer mehr Gestalt an. Nach dem Abschuss einer vermeintlich in den iranischen Luftraum eingedrungenen US-Drohne durch den Iran habe Donald Trump scheinbar einen Gegenangriff auf strategische Ziele genehmigt, bevor er sich besonnen habe. Das schwarze Gold reagiere auf diese Spannungen und die Gefahr einer Seeblockade der Straße von Hormus, durch die täglich ein Fünftel der weltweiten Ölfördermengen transportiert werde, weiterhin erstaunlich ruhig. (25.06.2019/alc/a/a)


