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Geld- und Kapitalmärkte: Liquiditätsfalle
24.09.14 15:54
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die Bemühungen der EZB mit ihren neuen noch direkter auf die Kreditvergabe der Banken zielenden Liquiditätsangeboten waren bisher wenig erfolgreich, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Sie würden wohl auch wegen der Negativzinsen der Banken für Überschussliquidität nicht ausreichend abgerufen. Seit Monaten seien die Konjunkturmeldungen und vorlaufenden Indikatoren in der Eurozone in der Tendenz eher enttäuschend. Den Begriff Liquiditätsfalle zur Beschreibung der aktuellen Situation in der Wirtschaft und an den Geld- und Kapitalmärkten könne man daher durchaus verwenden.
Auf der anderen Seite des Atlantiks habe es von der US-Notenbank widersprüchliche Signale gegeben. Zwar sei im Kommuniqué weiter von einem "beträchtlichen Zeitraum", in dem die Zinsen nahe null gehalten werden sollten, geschrieben worden, andererseits sei aber die Zinskurve, welche von der FED prognostiziert werde, nach oben verschoben worden.
Die Reaktion an den Märkten sei deutlich gewesen: Der Dollar habe insbesondere gegenüber den Rohstoffwährungen hinzu gewonnen. Auch die Rohstoffpreise selbst seien noch mehr unter Druck geraten. Nach einigen Tagen Bedenkzeit hätten sich auch die Aktienmärkte dieser gefühlt deflationären Bewegung angeschlossen. Hier seien besonders US-Nebenwerte und konjunktursensitive Branchen unter Druck gewesen.
Besser hätten sich großkapitalisierte, defensive Titel gehalten. Nun seien gerade diese, zumindest potenziell, vom Stopfen eines großen Steuerschlupfloches mittels Sitzverlagerungen aus den USA ins Ausland getroffen worden. Sollten unter den aktuellen Kursen liegende Indexmarken gebrochen werden, stünde einem bereinigenden Ausverkauf zunächst wenig im Wege. (24.09.2014/alc/a/a)
Sie würden wohl auch wegen der Negativzinsen der Banken für Überschussliquidität nicht ausreichend abgerufen. Seit Monaten seien die Konjunkturmeldungen und vorlaufenden Indikatoren in der Eurozone in der Tendenz eher enttäuschend. Den Begriff Liquiditätsfalle zur Beschreibung der aktuellen Situation in der Wirtschaft und an den Geld- und Kapitalmärkten könne man daher durchaus verwenden.
Die Reaktion an den Märkten sei deutlich gewesen: Der Dollar habe insbesondere gegenüber den Rohstoffwährungen hinzu gewonnen. Auch die Rohstoffpreise selbst seien noch mehr unter Druck geraten. Nach einigen Tagen Bedenkzeit hätten sich auch die Aktienmärkte dieser gefühlt deflationären Bewegung angeschlossen. Hier seien besonders US-Nebenwerte und konjunktursensitive Branchen unter Druck gewesen.
Besser hätten sich großkapitalisierte, defensive Titel gehalten. Nun seien gerade diese, zumindest potenziell, vom Stopfen eines großen Steuerschlupfloches mittels Sitzverlagerungen aus den USA ins Ausland getroffen worden. Sollten unter den aktuellen Kursen liegende Indexmarken gebrochen werden, stünde einem bereinigenden Ausverkauf zunächst wenig im Wege. (24.09.2014/alc/a/a)


