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Fiskalpolitik als neues Mantra im vierten Quartal
30.09.16 15:03
Saxo Bank
Kopenhagen (www.anleihencheck.de) - In den vergangenen drei Monaten haben verschiedene Zentralbanken betont, dass Geldpolitik nur Zeit erkaufen kann, so Christopher Dembik, Volkswirt bei der Saxo Bank.
Darüber hinaus seien jedoch zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Insofern bestehe kein Zweifel daran, dass Fiskalausgaben für Investoren überall auf der Welt im neuen Quartal ganz oben auf der Agenda stehen würden.
In punkto Fiskalstimuli bereite Asien den Weg, wenngleich mehr als ein Drittel der EU-Staaten entsprechende Programme auflegen oder es planen würden. "Die Rückkehr expansiver Staatsausgaben dürfte dann auch das endgültige Aus der 3-Prozent-Grenze für Neuverschuldung von EU-Mitgliedern bedeuten", so Dembik.
"Staatsausgaben sind per se weder gut noch schlecht und mit Sicherheit kein Allheilmittel, wie das Beispiel Japan verdeutlicht", habe Dembik gesagt. Ihre Effektivität hänge von der zugrundeliegenden ökonomischen Analyse und der Implementierung ab. "Es ist aber ein gutes Zeichen, dass die Regierungen aktiv werden. Die seit 2008 geltende Devise, Geldpolitik als Substitut für Fiskalpolitik zu begreifen, gilt nicht mehr", habe Dembik abschließend gesagt. (30.09.2016/alc/a/a)
Darüber hinaus seien jedoch zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Insofern bestehe kein Zweifel daran, dass Fiskalausgaben für Investoren überall auf der Welt im neuen Quartal ganz oben auf der Agenda stehen würden.
In punkto Fiskalstimuli bereite Asien den Weg, wenngleich mehr als ein Drittel der EU-Staaten entsprechende Programme auflegen oder es planen würden. "Die Rückkehr expansiver Staatsausgaben dürfte dann auch das endgültige Aus der 3-Prozent-Grenze für Neuverschuldung von EU-Mitgliedern bedeuten", so Dembik.
"Staatsausgaben sind per se weder gut noch schlecht und mit Sicherheit kein Allheilmittel, wie das Beispiel Japan verdeutlicht", habe Dembik gesagt. Ihre Effektivität hänge von der zugrundeliegenden ökonomischen Analyse und der Implementierung ab. "Es ist aber ein gutes Zeichen, dass die Regierungen aktiv werden. Die seit 2008 geltende Devise, Geldpolitik als Substitut für Fiskalpolitik zu begreifen, gilt nicht mehr", habe Dembik abschließend gesagt. (30.09.2016/alc/a/a)


