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Finanzmärkte: Größtes Wachstumspotenzial an US-Märkten
11.05.17 12:30
Legal & General IM
London (www.anleihencheck.de) - Die Lage an den internationalen Finanzmärkten ist unsicher. "Ähnlich wie im vergangenen Jahr, könnte es auch in den kommenden Monaten einige Marktturbulenzen geben", so Ben Bennett, Head of Credit Strategy bei Legal & General Investment Management (LGIM).
Der Unterschied zu 2016 sei jedoch, dass die wichtigen Zentralbanken 2017 keine große finanzielle Unterstützung leisten würden. "Im Gegenteil sehen wir eher die Entwicklung, dass die Zentralbanken ihre expansive Geldpolitik der vergangenen Jahre einschränken." Bennett gehe daher davon aus, dass bis Ende des Jahres die Renditespannen größer und die Renditen auf Staatsanleihen sinken würden.
Zudem sehe Bennett verschiedene politische Risiken, insbesondere in Europa und Asien, sowie zunehmende geopolitische Spannungen, vorwiegend in Syrien und Nord Korea. Diese Situation könne die Märkte potenziell stark belasten, die genaue Auswirkungen seien jedoch schwer abzuschätzen. Entsprechend erwarte Bennett die besten Wachstumschancen bei US-Aktien. "Es gibt natürlich eine signifikante Unsicherheit darüber, wie genau sich die Politik von Präsident Trump darstellen wird", erkläre Bennett. "Aber es sieht danach aus, als würde er auf Binnenwachstum und Deregulation setzen, auch wenn es bei der Umsetzung Enttäuschungen gibt."
Obwohl die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve (FED) den Leitzins im März, und damit früher als von Anlegern erwartet, angehoben habe, sei der Markt stabil geblieben. Im Gegensatz zu 2013, als bereits die Erwartung einer Erhöhung ausgereicht habe, um den Markt in Unruhe zu versetzen. "Das liegt zum Teil in der Erwartung der Anleger begründet, die davon ausgehen, dass die FED ihre Geldpolitik nur langsam einschränken wird", so Bennett. Für 2017 rechne man mit ein oder zwei weiteren Anhebungen des Leitzinses. Zudem hätten die Zentralbanken Japans und Europas weniger Staatsanleihen gekauft, obwohl sowohl in Japan als auch in der EU die Kerninflation sehr gering sei. "Bei konservativen Schätzungen, wie schnell die Zentralbanken ihre Unterstützung zurückziehen werden, erwarten wir für die kommenden Monate eine deutlich weniger expansive Geldpolitik, vor allen Dingen für das nächste Jahr", so Bennett.
Auf den europäischen Märkten sehe Bennett wenig Wachstumschancen aufgrund der unklaren politischen Lage. Der Brexit habe das Britische Pfund geschwächt, wodurch importierte Waren für die Briten teurer geworden seien. "Der Brexit wird durch die kommenden Neuwahlen weiter die Schlagzeilen bestimmen", sei Bennett sicher. "Die Unsicherheit wegen des Brexit wird während der Austrittsverhandlungen bestehen bleiben und die britische Wirtschaft weiter belasten." Nach den Wahlen in Frankreich am vergangenen Wochenende stünden nun noch Wahlen in Deutschland und Anfang 2018 in Italien bevor. "Es ist möglich, dass deshalb Investitionen und Ausgaben zurückgestellt wurden und werden, sollte sich das Ergebnis der Wahlen als destabilisierend herausstellen", so Bennett. Ein günstiges Ergebnis könnte zwar den gegenteiligen Effekt haben, dem wiederum stehe die restriktivere Politik der Zentralbank entgegen. "Wir sind weiterhin überzeugt, dass die nächste Krise die EU und den Euro in eine "Alles oder Nichts" Situation bringen könnte."
Entscheidend für die Wirtschaft und die Märkte sei es, dass die globale Inflation ansteige. Damit dies geschehe, analysiere Bennett, müsse US-Präsident Trump Steuern und Regulationen kürzen, Investitionen anfeuern und Konsumausgaben durch höhere Löhne stärken. In Europa müssten die anstehenden Wahlen einen für die Wirtschaft günstigen Ausgang nehmen. Das chinesische Binnenwachstum müsse stark bleiben und der Anti-Globalisierungstrend wieder abnehmen, um die Exporte der aufstrebenden Wirtschaftsnationen zu stärken. "Anfang des Jahres", habe Bennett gesagt, "haben wir diesem Szenario eine Chance von etwa 20 Prozent eingeräumt. Ich fürchte, diese Chance hat sich seitdem nicht deutlich verbessert." (11.05.2017/alc/a/a)
Der Unterschied zu 2016 sei jedoch, dass die wichtigen Zentralbanken 2017 keine große finanzielle Unterstützung leisten würden. "Im Gegenteil sehen wir eher die Entwicklung, dass die Zentralbanken ihre expansive Geldpolitik der vergangenen Jahre einschränken." Bennett gehe daher davon aus, dass bis Ende des Jahres die Renditespannen größer und die Renditen auf Staatsanleihen sinken würden.
Obwohl die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve (FED) den Leitzins im März, und damit früher als von Anlegern erwartet, angehoben habe, sei der Markt stabil geblieben. Im Gegensatz zu 2013, als bereits die Erwartung einer Erhöhung ausgereicht habe, um den Markt in Unruhe zu versetzen. "Das liegt zum Teil in der Erwartung der Anleger begründet, die davon ausgehen, dass die FED ihre Geldpolitik nur langsam einschränken wird", so Bennett. Für 2017 rechne man mit ein oder zwei weiteren Anhebungen des Leitzinses. Zudem hätten die Zentralbanken Japans und Europas weniger Staatsanleihen gekauft, obwohl sowohl in Japan als auch in der EU die Kerninflation sehr gering sei. "Bei konservativen Schätzungen, wie schnell die Zentralbanken ihre Unterstützung zurückziehen werden, erwarten wir für die kommenden Monate eine deutlich weniger expansive Geldpolitik, vor allen Dingen für das nächste Jahr", so Bennett.
Auf den europäischen Märkten sehe Bennett wenig Wachstumschancen aufgrund der unklaren politischen Lage. Der Brexit habe das Britische Pfund geschwächt, wodurch importierte Waren für die Briten teurer geworden seien. "Der Brexit wird durch die kommenden Neuwahlen weiter die Schlagzeilen bestimmen", sei Bennett sicher. "Die Unsicherheit wegen des Brexit wird während der Austrittsverhandlungen bestehen bleiben und die britische Wirtschaft weiter belasten." Nach den Wahlen in Frankreich am vergangenen Wochenende stünden nun noch Wahlen in Deutschland und Anfang 2018 in Italien bevor. "Es ist möglich, dass deshalb Investitionen und Ausgaben zurückgestellt wurden und werden, sollte sich das Ergebnis der Wahlen als destabilisierend herausstellen", so Bennett. Ein günstiges Ergebnis könnte zwar den gegenteiligen Effekt haben, dem wiederum stehe die restriktivere Politik der Zentralbank entgegen. "Wir sind weiterhin überzeugt, dass die nächste Krise die EU und den Euro in eine "Alles oder Nichts" Situation bringen könnte."
Entscheidend für die Wirtschaft und die Märkte sei es, dass die globale Inflation ansteige. Damit dies geschehe, analysiere Bennett, müsse US-Präsident Trump Steuern und Regulationen kürzen, Investitionen anfeuern und Konsumausgaben durch höhere Löhne stärken. In Europa müssten die anstehenden Wahlen einen für die Wirtschaft günstigen Ausgang nehmen. Das chinesische Binnenwachstum müsse stark bleiben und der Anti-Globalisierungstrend wieder abnehmen, um die Exporte der aufstrebenden Wirtschaftsnationen zu stärken. "Anfang des Jahres", habe Bennett gesagt, "haben wir diesem Szenario eine Chance von etwa 20 Prozent eingeräumt. Ich fürchte, diese Chance hat sich seitdem nicht deutlich verbessert." (11.05.2017/alc/a/a)


