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Fallen Angels verleihen Anleihe-Renditen Flügel
04.08.20 10:30
BNY Mellon IM
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Rating-Agenturen haben einen erheblichen Teil von Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Status aufgrund des aktuellen negativen Wirtschaftsumfelds auf Hochzinsanleihen herabgestuft, so die Experten von BNY Mellon Investment Management.
Trotzdem würden drei Gründe dafür sprechen, jetzt in die so genannten "Fallen Angels" zu investieren, sage Paul Benson, Head of Fixed Income Efficient Beta bei Mellon - einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management: Die Zunahme von Herabstufungen, die attraktiven Risikoaufschläge und der Kauf von Hochzinsanleihen durch die US-Notenbank.
Unternehmen würden im Rekordtempo Anleihen emittieren, weil es immer noch sehr ungewiss sei, wann eine wirtschaftliche Erholung einsetze. Damit wollten sie einen Liquiditätspuffer aufbauen, um die Krise zu überstehen. Ein auf absehbare Zeit geringeres Umsatzwachstum in Verbindung mit schwächeren Bilanzen werde vermutlich jedoch dazu führen, dass Rating-Agenturen weiterhin Bonitätsherabstufungen mit noch höherem Tempo vornehmen würden. Rating-Agenturen würden Unternehmen in der Regel dann herabstufen, wenn sich der Kurs eines Unternehmens verschlechtere - sei es wegen eines unvorhersehbaren Ereignisses oder einer schlechteren Bilanz. Die Folge: Institutionelle Investoren seien häufig dazu gezwungen die betroffene Anleihe zu verkaufen, weil sie diese nicht mehr halten könnten bzw. dürften.
Der US-Markt für Investment-Grade-Anleihen habe ein Volumen von rund sechs Billionen US-Dollar. Damit sei er fast fünfmal so groß wie der Markt für Hochzinsanleihen. Deshalb könnten Zwangsverkäufe auf diesem Markt zu Störungen führen und in der Folge ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage schaffen.
Eine solches "technisches Ungleichgewicht" führe gegenüber dem angemessenen Marktpreis normalerweise zu einem Abschlag von etwa 150 Basispunkten. Anleger könnten diese strukturelle Alpha-Chance nutzen. Dabei sei es wichtig, das Risiko zu minimieren und breit zu diversifizieren.
Auch würden die Option-Adjusted-Spreads der "Fallen Angels" ein positives Signal senden: Sie hätten sich zwar von den dreistelligen Höchstständen im März wieder etwas erholt. Dennoch seien sie im historischen Vergleich immer noch sehr groß und würden damit einen günstigen Einstiegszeitpunkt für Investoren bieten.
Ein letzter Grund: Die US-Notenbank kaufe im Rahmen ihres Anleiheprogramms weiterhin US-Unternehmensanleihen, einschließlich "Fallen Angel"-Anleihen. Dies habe dazu beigetragen, deren Abwärtsrisiko zu vermindern, und den Kurs von technisch überkauften "Fallen Angels" zu unterstützen und eine Kursumkehr zu ermöglichen. (04.08.2020/alc/a/a)
Trotzdem würden drei Gründe dafür sprechen, jetzt in die so genannten "Fallen Angels" zu investieren, sage Paul Benson, Head of Fixed Income Efficient Beta bei Mellon - einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management: Die Zunahme von Herabstufungen, die attraktiven Risikoaufschläge und der Kauf von Hochzinsanleihen durch die US-Notenbank.
Unternehmen würden im Rekordtempo Anleihen emittieren, weil es immer noch sehr ungewiss sei, wann eine wirtschaftliche Erholung einsetze. Damit wollten sie einen Liquiditätspuffer aufbauen, um die Krise zu überstehen. Ein auf absehbare Zeit geringeres Umsatzwachstum in Verbindung mit schwächeren Bilanzen werde vermutlich jedoch dazu führen, dass Rating-Agenturen weiterhin Bonitätsherabstufungen mit noch höherem Tempo vornehmen würden. Rating-Agenturen würden Unternehmen in der Regel dann herabstufen, wenn sich der Kurs eines Unternehmens verschlechtere - sei es wegen eines unvorhersehbaren Ereignisses oder einer schlechteren Bilanz. Die Folge: Institutionelle Investoren seien häufig dazu gezwungen die betroffene Anleihe zu verkaufen, weil sie diese nicht mehr halten könnten bzw. dürften.
Eine solches "technisches Ungleichgewicht" führe gegenüber dem angemessenen Marktpreis normalerweise zu einem Abschlag von etwa 150 Basispunkten. Anleger könnten diese strukturelle Alpha-Chance nutzen. Dabei sei es wichtig, das Risiko zu minimieren und breit zu diversifizieren.
Auch würden die Option-Adjusted-Spreads der "Fallen Angels" ein positives Signal senden: Sie hätten sich zwar von den dreistelligen Höchstständen im März wieder etwas erholt. Dennoch seien sie im historischen Vergleich immer noch sehr groß und würden damit einen günstigen Einstiegszeitpunkt für Investoren bieten.
Ein letzter Grund: Die US-Notenbank kaufe im Rahmen ihres Anleiheprogramms weiterhin US-Unternehmensanleihen, einschließlich "Fallen Angel"-Anleihen. Dies habe dazu beigetragen, deren Abwärtsrisiko zu vermindern, und den Kurs von technisch überkauften "Fallen Angels" zu unterstützen und eine Kursumkehr zu ermöglichen. (04.08.2020/alc/a/a)


