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FOMC-Sitzungsprotokoll im Fokus


21.08.24 08:54
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die jüngste Leitzinsanhebung der Bank of Japan hat den Yen nicht stärken können, so die Analysten der Nord LB.

Die spürbaren Aufwertungstendenzen bei der japanischen Währung seien erst mit veränderten Markterwartungen bezüglich der Geldpolitik in den USA aufgekommen. Zwischenzeitlich hätten die Anleger in der Tat eher eine sehr offensive Zinswende durch die FED prognostiziert. Die mit dieser veränderten Erwartungshaltung der Marktteilnehmer einhergehenden klaren Aufwertungstendenzen beim Yen hätten dann zu Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten geführt. Diese Tatsache könnte nun auch einen gewissen Einfluss auf die weitere Geldpolitik der FED haben. Wichtiger dürfte aber wohl sein, dass die Notenbanker in Washington sicherlich nicht durch Hektik getrieben erscheinen werden wollten. Jerome Powell dürfte seinen baldigen Auftritt beim Symposium in Jackson Hole daher wahrscheinlich nutzen, um den Finanzmärkten relativ klare Hinweise für das Bevorstehen von eher vorsichtigen Leitzinssenkungen durch das FOMC zu liefern.

Heute dürfte vor allem das aktuelle FOMC-Sitzungsprotokoll im Fokus der Anleger stehen. Die US-Notenbank werde im Laufe des Jahres wahrscheinlich auch eine Zinswende einleiten müssen. Die zentrale Frage für die Marktteilnehmer sei nun eigentlich fast nur noch, wie offensiv man in Washington agieren wollen werde. Das Sitzungsprotokoll könnte schon helfen, die wahrscheinlich ziemlich komplexen Diskussionsprozesse innerhalb der FED etwas besser zu verstehen.

Die Kurse deutscher Staatsanleihen seien gestern gestiegen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei im Gegenzug auf 2,22% gefallen. (21.08.2024/alc/a/a)