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FED signalisiert zwei statt vier Zinssenkungen in 2025


20.12.24 14:38
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Kurz vor Weihnachten sorgte die US-Notenbank FED für einen herben Dämpfer, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifkate weekly".

Der S&P 500 Index sei daraufhin um knapp 3 Prozent auf rund 5.872 Zähler abgesackt und habe so den größten Tagesverlust seit Anfang August verzeichnet. Es sei zugleich das größte Tagesminus nach einem US-Notenbank-Entscheid seit März 2020 gewesen. Grund der Kursdelle: Die FED habe zwar wie allgemein erwartet den Leitzins am Mittwoch um einen Viertelpunkt auf die Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent gesenkt, allerdings hätten die Währungshüter um Jerome Powell für das kommende Jahr nur noch zwei Zinssenkungen in Aussicht gestellt, nachdem zuvor vier Zinsschritte prognostiziert worden seien. Der Grund für die vorsichtigere FEDangart: Die FED-Direktoren seien pessimistischer, was die künftige Inflationsentwicklung angehe. Nach der am Mittwoch vorgestellten Prognose würden sie für das Jahr 2025 mit einer Teuerung von 2,5 Prozent rechnen - nach 2,1 Prozent zuvor.

Hoher Optimismus, niedrige Liquidität

Es gebe also einen guten Grund, weshalb Marktteilnehmer enttäuscht reagiert hätten. Mit Blick auf das gesamte Jahr sei der jüngste Schwächeanfall beim S&P 500 aber verkraftbar, weise der Index seit Jahresbeginn doch immer noch ein Plus von mehr als 20 Prozent auf. Große Sprünge seien zumindest kurzfristig kaum zu erwarten. Insbesondere im Vergleich zu ihren europäischen Pendants seien US-Aktien hoch bewertet. Zugleich sei der Optimismus seit dem deutlichen Wahlausgang überdurchschnittlich hoch. Laut der aktuellen Fondsmanager-Umfrage der Bank of America hätten sich die Großinvestoren zuletzt extrem stark in Aktien engagiert. Ihre Liquiditätsreserven seien derweil so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr. (Ausgabe vom 20.12.2024) (20.12.2024/alc/a/a)