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FED setzt Zinserhöhungszyklus fort


28.12.17 08:45
Berenberg Bank

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die FED ist dagegen bereits dabei, ihre Geldpolitik behutsam zu normalisieren, so Cornelia Koller von der Privatbank Berenberg.

Während ihrer letzten Sitzung im Dezember habe sie die Leitzinsen mit Blick auf die lebhafte Konjunktur und die gute Entwicklung des US-Arbeitsmarktes zum dritten Mal im Jahr 2017 um 25 Basispunkte auf nun 1,5% angehoben. Zudem kürze sie seit Oktober 2017 ihre im Zuge der Finanzkrise bis auf rund 4,5 Bio. US-Dollar aufgeblähte Bilanzsumme, indem sie das Volumen der reinvestierten Gelder schrittweise reduziere und nicht mehr alle fälligen Anlagen ersetze. Die Analysten würden erwarten, dass die FED diesen Kurs 2018 fortsetzen werde. Der Preisanstieg, gemessen am Deflator der persönlichen Verbrauchsausgaben, den die FED als Inflationsmaßstab heranziehe, liege zwar weiter unterhalb des geldpolitischen Ziels von 2% (Oktober: 1,6%, Kernrate 1,4%), FED-Präsidentin Janet Yellen sei aber zuversichtlich, diesem Ziel mit anziehender Konjunktur und stärker ausgelastetem Arbeitsmarkt mittelfristig näher zu kommen.

Ab Februar heiße der neue US-Notenbankpräsident Jerome Powell. Der Nachfolger Yellens stehe für Kontinuität in der Zinspolitik. Die Analysten würden erwarten, dass die FED ihren schrittweisen Zinserhöhungszyklus fortsetzen und ihren Leitzins im nächsten Jahr viermal um jeweils 25 Basispunkte anheben werde, sodass der Leitzins Ende 2018 bei 2,5% liegen werde. (Ausblick 2018) (28.12.2017/alc/a/a)