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FED lässt Wirtschaft "heiß laufen"


11.04.19 12:18
UBS Asset Management

Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Entgegen der Annahme, dass die Zentralbanken geduldig bleiben, um den Konjunkturzyklus zu verlängern, war es doch eher eine Überraschung, wie schnell die FED Zinserhöhungen vom Tisch genommen hat, so die Experten von UBS Asset Management im aktuellen "Macro Monthly".

"Die Fortsetzung einer expansiven Geldpolitik, zusammen mit einer unterstützenden globalen Fiskalpolitik insbesondere aus China, bieten nach wie vor gute Rahmenbedingungen für kurzfristige Risikoaktiva", sage Evan Brown, Head of Macro Asset Allocation Strategy, Investment Solutions bei UBS Asset Management. "Da die FED versucht, die Wirtschaft ‚heiß laufen‘ zu lassen, um eine Inflationsüberschreitung zu erzeugen, halten wir an einem Breakeven fest", führe der UBS-Experte weiter fort. "Darüber hinaus sehen wir eine Entwicklung hin zum Populismus und das Potenzial für deutlich aggressivere fiskalische Impulse." Unabhängig von normativen Urteilen darüber, ob die Wirtschaftspolitik solide aufgestellt sei, sei es unwahrscheinlich, dass eine fiskalische Verschiebung in dieser Größenordnung förderlich für Risikoaktiva sei. Ein solches Umfeld würde typischerweise eine zusätzliche Diversifizierung in Richtung Realvermögen begünstigen, wie zum Beispiel Richtung Edelmetalle oder Immobilien.

"In Bezug auf die Entwicklung von globalen Aktien sehen wir eine von China angeführte Stabilisierung des Wachstums außerhalb der USA. Die Pause der US-Geldpolitik erachten wir als Schlüssel zur Verlängerung des Konjunkturzyklus, ähnlich wie zu Beginn des Jahres 2016. Die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession im kommenden Jahr schätzen wir angesichts der Stärke der Arbeitsmärkte und des Konsumentenverhaltens für gering ein. Wir gehen davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum um die Trendrate verlangsamt, aber nicht kollabiert", sage Brown. (11.04.2019/alc/a/a)