Erweiterte Funktionen
FED hebt Leitzins an
14.12.17 11:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EWU-Industrieproduktion ist im Oktober um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.
Der durch besondere Kalendereffekte bedingte, kräftige Rückgang der deutschen Produktion sei insbesondere durch einen starken Anstieg in Frankreich und solide Zuwächse in Italien und Spanien überkompensiert worden.
Die US-Verbraucherpreise seien im November im Vormonatsvergleich erwartungsgemäß um 0,4% gestiegen. Die Inflationsrate sei dadurch von 2,0% auf 2,2% geklettert. Als Treiber hätten sich dabei die Energiepreise erwiesen, die gegenüber Oktober um 3,9% zugelegt hätten. Die Kernverbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel hätten sich dagegen binnen Monatsfrist lediglich um 0,1% erhöht. Die Kerninflationsrate habe sich von 1,8% auf 1,7% ermäßigt. Der grundlegende Preisauftrieb in den USA sei damit weiterhin verhalten.
Dies habe die US-Notenbank aber nicht davon abgehalten, ihren Leitzins gestern Abend wie erwartet um 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,50% anzuheben. Das begleitende Statement zeige, dass die FOMC-Mitglieder zwar die Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung nochmals etwas besser beurteilen würden. Gleichwohl würden sie für das kommende Jahr unverändert drei weitere Zinsschritte erwarten, was wohl auf mangelnde Fortschritte bei der Erreichung des Inflationsziels zurückzuführen sei. Ende 2018 würde die Fed Funds Target Rate damit im Einklang mit den Erwartungen der Analysten von Postbank Research bei 2,00 bis 2,25% liegen.
Heute tage der EZB-Rat. Die Analysten von Postbank Research würden mit keinen neuen Beschlüssen rechnen, da hierfür nach der Ankündigung zur Verlängerung des Anleiheankaufprogramms im Oktober aus Sicht der EZB aktuell auch kein Anlass bestehe. Allerdings gebe es unter den Währungshütern offenbar inzwischen Diskussionen, wann eine Änderung der Forward Guidance in Bezug auf die Leitzinsentwicklung erforderlich sein könnte, um den richtigen Zeitpunkt, die Märkte auf eine zukünftige Leitzinsanhebung vorzubereiten, nicht zu verpassen. Die Analysten von Postbank Research würden zwar auf der heutigen Ratssitzung mit keiner Anpassung der aktuellen Kommunikation rechnen, dass die Leitzinsen noch für längere Zeit nach dem Ende der Nettoankäufe auf dem aktuellen Niveau bleiben würden. Gleichwohl dürften Beobachter auf der Pressekonferenz nach diesbezüglichen Hinweisen Ausschau halten.
Auch seitens der Bank of England seien nach der kürzlich erfolgten Leitzinsanhebung auf 0,50% heute keine neuen Entscheidungen zu erwarten. Das Dilemma zwischen einem Brexit-bedingten Rückgang der konjunkturellen Dynamik und einem gleichzeitigen, deutlichen Inflationsanstieg dürfte die Währungshüter auch 2018 weiter begleiten. (14.12.2017/alc/a/a)
Der durch besondere Kalendereffekte bedingte, kräftige Rückgang der deutschen Produktion sei insbesondere durch einen starken Anstieg in Frankreich und solide Zuwächse in Italien und Spanien überkompensiert worden.
Dies habe die US-Notenbank aber nicht davon abgehalten, ihren Leitzins gestern Abend wie erwartet um 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,50% anzuheben. Das begleitende Statement zeige, dass die FOMC-Mitglieder zwar die Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung nochmals etwas besser beurteilen würden. Gleichwohl würden sie für das kommende Jahr unverändert drei weitere Zinsschritte erwarten, was wohl auf mangelnde Fortschritte bei der Erreichung des Inflationsziels zurückzuführen sei. Ende 2018 würde die Fed Funds Target Rate damit im Einklang mit den Erwartungen der Analysten von Postbank Research bei 2,00 bis 2,25% liegen.
Heute tage der EZB-Rat. Die Analysten von Postbank Research würden mit keinen neuen Beschlüssen rechnen, da hierfür nach der Ankündigung zur Verlängerung des Anleiheankaufprogramms im Oktober aus Sicht der EZB aktuell auch kein Anlass bestehe. Allerdings gebe es unter den Währungshütern offenbar inzwischen Diskussionen, wann eine Änderung der Forward Guidance in Bezug auf die Leitzinsentwicklung erforderlich sein könnte, um den richtigen Zeitpunkt, die Märkte auf eine zukünftige Leitzinsanhebung vorzubereiten, nicht zu verpassen. Die Analysten von Postbank Research würden zwar auf der heutigen Ratssitzung mit keiner Anpassung der aktuellen Kommunikation rechnen, dass die Leitzinsen noch für längere Zeit nach dem Ende der Nettoankäufe auf dem aktuellen Niveau bleiben würden. Gleichwohl dürften Beobachter auf der Pressekonferenz nach diesbezüglichen Hinweisen Ausschau halten.
Auch seitens der Bank of England seien nach der kürzlich erfolgten Leitzinsanhebung auf 0,50% heute keine neuen Entscheidungen zu erwarten. Das Dilemma zwischen einem Brexit-bedingten Rückgang der konjunkturellen Dynamik und einem gleichzeitigen, deutlichen Inflationsanstieg dürfte die Währungshüter auch 2018 weiter begleiten. (14.12.2017/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


