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FED folgt der EZB
17.09.24 08:34
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Meist schreiten die USA bei Konjunktur- und Zinszyklen voran, und die Europäer folgen mit etwas zeitlichem Abstand, so die Analysten der DekaBank.
Umso bemerkenswerter sei es, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag erwartungsgemäß zum zweiten Mal die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt habe, während die US-Notenbank FED erst im Lauf dieser Woche ihre erste Leitzinssenkung in diesem Zyklus vollziehen werde. Aus Sicht der EZB seien die von ihr gesetzten Finanzierungsbedingungen nach wie vor restriktiv.
Der Ausblick deute auf eine hohe Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des Zielwerts für die Inflationsrate von 2% hin. Dabei werde die EZB ihren Zinssenkungspfad wohl weiter datenabhängig und in moderatem Tempo fortsetzen. Ohne eine deutliche Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds dürften die Leitzinssenkungen der EZB im Quartalsrhythmus erfolgen.
Die relativ niedrigen Ölpreise würden aktuell den Notenbanken mit Blick auf die Inflation helfen. Hinter der Abwärtsbewegung der Ölpreise stecke allerdings eine ausgeprägte Nachfrageschwäche, insbesondere in China. Die in den letzten Tagen gemeldeten Daten zur Industrieproduktion in Europa für den Monat Juli hätten auch hierzulande einen lahmen Start in das dritte Quartal offenbart. Die Aktienmärkte hätten dies alles in der vergangenen Woche überwiegend mit Kurszuwächsen quittiert.
Erwähnenswert sei, dass die viel zitierten sieben großen Digitalisierungs- und Technologiekonzerne in den USA eine gute Woche erlebt hätten. Dies dürfe jedoch vorerst nur als Gegenbewegung zu der erlebten Schwächephase seit Mitte Juli verstanden werden. Die Renditen von Staatsanleihen hätten diesseits des Atlantiks leicht und in den USA sogar recht deutlich nachgegeben.
In dieser Woche stehe die Geldpolitik der Notenbanken im Fokus der Anleger. Vor allem der Zinsentscheid der US-Notenbank FED dürfte entscheidend sein. In Deutschland würden neue Daten zur wirtschaftlichen Stimmung veröffentlicht. (Ausgabe vom 16.09.2024) (17.09.2024/alc/a/a)
Umso bemerkenswerter sei es, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag erwartungsgemäß zum zweiten Mal die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt habe, während die US-Notenbank FED erst im Lauf dieser Woche ihre erste Leitzinssenkung in diesem Zyklus vollziehen werde. Aus Sicht der EZB seien die von ihr gesetzten Finanzierungsbedingungen nach wie vor restriktiv.
Die relativ niedrigen Ölpreise würden aktuell den Notenbanken mit Blick auf die Inflation helfen. Hinter der Abwärtsbewegung der Ölpreise stecke allerdings eine ausgeprägte Nachfrageschwäche, insbesondere in China. Die in den letzten Tagen gemeldeten Daten zur Industrieproduktion in Europa für den Monat Juli hätten auch hierzulande einen lahmen Start in das dritte Quartal offenbart. Die Aktienmärkte hätten dies alles in der vergangenen Woche überwiegend mit Kurszuwächsen quittiert.
Erwähnenswert sei, dass die viel zitierten sieben großen Digitalisierungs- und Technologiekonzerne in den USA eine gute Woche erlebt hätten. Dies dürfe jedoch vorerst nur als Gegenbewegung zu der erlebten Schwächephase seit Mitte Juli verstanden werden. Die Renditen von Staatsanleihen hätten diesseits des Atlantiks leicht und in den USA sogar recht deutlich nachgegeben.
In dieser Woche stehe die Geldpolitik der Notenbanken im Fokus der Anleger. Vor allem der Zinsentscheid der US-Notenbank FED dürfte entscheidend sein. In Deutschland würden neue Daten zur wirtschaftlichen Stimmung veröffentlicht. (Ausgabe vom 16.09.2024) (17.09.2024/alc/a/a)


