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FED dürfte erst einmal nicht vom Gas gehen


23.07.21 12:00
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Nächste Woche steht für die Finanzmärkte das FED-Meeting am Mittwoch im Mittelpunkt, so die Experten von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Die FED dürfte angesichts zuletzt gemischterer Konjunkturdaten und auch in den USA wieder anziehender Infektionszahlen erst einmal nicht vom Gas gehen", sei Robert Greil überzeugt. Der Chefstratege von Merck Finck rechne "mit einer Festlegung der Eckpunkte hinsichtlich einer behutsamen Reduzierung der Anleihekäufe auf dem Jacksonhole-Treffen Ende August". Er erwarte, dass dieser Plan der FED beim Treffen im September konkretisiert und kommuniziert werde. Schließlich sei dann auch in den USA klarer, wie hoch die Pandemierisiken für die Konjunktur seien. Greil: "Börsianer sollten sich daher den 9. und 22. September dick im Kalender anstreichen - wenn sowohl die EZB als auch die FED ihre Karten auf den Tisch legen."

In der kommenden Woche stünden erst einmal zahlreiche wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda: In Deutschland würden dem ifo-Geschäftsklima am Montag das GfK-Konsumklima am Mittwoch und am Tag darauf wohl spürbar höhere Inflationszahlen für Juli sowie der Arbeitsmarktbericht für diesen Monat folgen. In der Eurozone stünden am Donnerstag ebenfalls Daten zur Verbraucherstimmung sowie Inflations- und Arbeitsmarktzahlen am Freitag an. Hinzu kämen an diesem Tag noch nähere Daten zur Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal.

In den USA stehe nach Auftragseingangs- und Häusermarktzahlen am Montag tags darauf ebenfalls das Verbrauchervertrauen im Juli im Fokus. Am Donnerstag folge die zweite Schätzung des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal, bevor am Freitag Kerninflationszahlen und Daten zum Einkommen und den Ausgaben der Verbraucher die Woche beenden würden. In Asien würden sich die Blicke in Japan auf Einkaufsmanagerindices sowie einer Serie von harten Zahlen zu Industrie, Einzelhandel und Arbeitsmarkt richten. In China blicke man auf die Industriegewinne im Juni. Morgen in einer Woche würden zudem die offiziellen Einkaufsmanagerindices für Juli publiziert. (23.07.2021/alc/a/a)