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FED dürfte den Leitzins erstmals im September wieder anheben
11.05.15 11:06
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Beschäftigungsentwicklung in den USA hat sich im April von ihrer Schwäche aus dem Vormonat erholt, berichten die Analysten von Postbank Research.
Im April seien außerhalb des Agrarsektors 223 Tsd. neue Stellen geschaffen worden, was nur minimal unter den Markterwartungen gelegen habe. Damit sei der erhoffte positive Rückprall geschafft worden. Allerdings habe die Revision des Vormonatsergebnisses das Bild ein wenig getrübt. Statt des zunächst ausgewiesenen Anstiegs von 126 Tsd. seien im März lediglich 85 Tsd. neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Der Trend bei der Arbeitslosenquote sei im April ungebrochen gewesen. Sie habe von 5,5% auf 5,4% nachgegeben, wenngleich dies einem Rundungseffekt bei der zweiten Nachkommastelle zu verdanken gewesen sei. Immerhin habe die Zahl der Arbeitslosen zum dritten Mal in Folge nachgegeben, während die Zahl der Beschäftigten um 192 Tsd. gestiegen sei und ihren positiven Trend damit fortgesetzt habe.
Die nach wie vor sehr geringe Partizipationsrate von 62,8% signalisiere jedoch, dass der US-Arbeitsmarkt noch lange nicht an Kapazitätsengpässe stoße. Dieser Verdacht erhärte sich beim Blick auf die Lohnentwicklung, die immer noch gedämpft verlaufe. Im April seien die Löhne um 0,1% gegenüber dem Vormonat gestiegen, die Veränderungsrate zum Vorjahr habe sich leicht auf 2,2% beschleunigt. Seit nunmehr gut vier Jahren würden die Lohnsteigerungen allerdings um die 2%-Marke schwanken und eine Beschleunigung sei bislang noch nicht auszumachen.
Insgesamt lieferte der Bericht nach Erachten der Analysten von Postbank Research keine Hinweise darauf, dass die FED schon im Juni den Leitzins erstmals anheben wird. Vor allem die schwache Lohnentwicklung dürfte die FED noch zögern lassen. Dass der Arbeitsmarkt im April wieder in die Spur gefunden habe, stütze vielmehr die Erwartung der Analysten, dass die FED erstmals im September den Leitzins wieder anheben werde.
Der einzig nennenswerte Eintrag auf dem Datenkalender sei heute die Zinsentscheidung der Bank of England. Die Analysten von Postbank Research sowie der Markt erwarten eine Fortsetzung des sehr lockeren geldpolitischen Kurses. Der Leitzins dürfte unverändert bei 0,50% bleiben und auch ansonsten sollte es keine Änderungen geben. (11.05.2015/alc/a/a)
Im April seien außerhalb des Agrarsektors 223 Tsd. neue Stellen geschaffen worden, was nur minimal unter den Markterwartungen gelegen habe. Damit sei der erhoffte positive Rückprall geschafft worden. Allerdings habe die Revision des Vormonatsergebnisses das Bild ein wenig getrübt. Statt des zunächst ausgewiesenen Anstiegs von 126 Tsd. seien im März lediglich 85 Tsd. neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Der Trend bei der Arbeitslosenquote sei im April ungebrochen gewesen. Sie habe von 5,5% auf 5,4% nachgegeben, wenngleich dies einem Rundungseffekt bei der zweiten Nachkommastelle zu verdanken gewesen sei. Immerhin habe die Zahl der Arbeitslosen zum dritten Mal in Folge nachgegeben, während die Zahl der Beschäftigten um 192 Tsd. gestiegen sei und ihren positiven Trend damit fortgesetzt habe.
Insgesamt lieferte der Bericht nach Erachten der Analysten von Postbank Research keine Hinweise darauf, dass die FED schon im Juni den Leitzins erstmals anheben wird. Vor allem die schwache Lohnentwicklung dürfte die FED noch zögern lassen. Dass der Arbeitsmarkt im April wieder in die Spur gefunden habe, stütze vielmehr die Erwartung der Analysten, dass die FED erstmals im September den Leitzins wieder anheben werde.
Der einzig nennenswerte Eintrag auf dem Datenkalender sei heute die Zinsentscheidung der Bank of England. Die Analysten von Postbank Research sowie der Markt erwarten eine Fortsetzung des sehr lockeren geldpolitischen Kurses. Der Leitzins dürfte unverändert bei 0,50% bleiben und auch ansonsten sollte es keine Änderungen geben. (11.05.2015/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


