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FED beendet ihre Politik des billigen Geldes
21.12.15 10:12
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - "Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve Bank hat beschlossen, den Leitzins zu erhöhen." Mit diesem Satz konnte Janet Yellen am Donnerstag niemanden wirklich überraschen, konnten frühere Andeutungen der Chefin der US-Notenbank FED doch bereits in diese Richtung interpretiert werden, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Dennoch seien gerade die Reaktionen der Märkte mit Spannung erwartet worden - nach der jüngsten EZB-Sitzung hätten die Börsen ja gezeigt, dass sie sich auch bei eigentlich erwartbaren Entscheidungen schnell enttäuscht zeigen würden. Auf die FED-Entscheidung hätten die Märkte jedoch euphorisch reagiert, die Börsen hätten kräftig an Wert zugelegt.
Es sei also Fakt: Die FED werde den Leitzins von 0 bis 0,25 Prozent auf 0,25 bis 0,5 Prozent erhöhen - in einem ersten Schritt. Yellen bleibe zwar mit der Aussage, in Abhängigkeit von den Wirtschaftsdaten einen moderaten Zinszyklus verfolgen zu wollen, schwammig und lasse der FED so einige Optionen offen. Allerdings würden Beobachter von einer graduellen Erhöhung der Zinsen ausgehen.
Auf der einen Seite läute die FED damit das vorläufige Ende der expansiven Geldpolitik ein. Dem Aktienmarkt fließe nun nicht mehr so viel Liquidität zu, der größte Kurstreiber der vergangenen Jahre entfalle damit. Auf der anderen Seite sei endlich die Unsicherheit aus dem Markt. Zudem signalisiere der FED-Entscheid, dass sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt wieder in die richtige Richtung entwickeln und keine geldpolitische Unterstützung mehr brauchen würden.
Das sich mit der Zinsentscheidung fortsetzende Erstarken des US-Dollar gegenüber dem Euro dürfte dabei vor allem europäischen Exportunternehmen in die Karten spielen, wohingegen ein noch stärkerer Greenback für US-Unternehmen eher kontraproduktiv wäre. Ohnehin seien Aktien vom Alten Kontinent vorzuziehen, sei ihre Bewertung doch deutlich günstiger. Zumal angesichts der expansiven Zinspolitik der Europäischen Zentralbank in Europa die Zeit des billigen Geldes vorerst noch nicht zu Ende sei. (Ausgabe vom 18.12.2015) (21.12.2015/alc/a/a)
Dennoch seien gerade die Reaktionen der Märkte mit Spannung erwartet worden - nach der jüngsten EZB-Sitzung hätten die Börsen ja gezeigt, dass sie sich auch bei eigentlich erwartbaren Entscheidungen schnell enttäuscht zeigen würden. Auf die FED-Entscheidung hätten die Märkte jedoch euphorisch reagiert, die Börsen hätten kräftig an Wert zugelegt.
Auf der einen Seite läute die FED damit das vorläufige Ende der expansiven Geldpolitik ein. Dem Aktienmarkt fließe nun nicht mehr so viel Liquidität zu, der größte Kurstreiber der vergangenen Jahre entfalle damit. Auf der anderen Seite sei endlich die Unsicherheit aus dem Markt. Zudem signalisiere der FED-Entscheid, dass sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt wieder in die richtige Richtung entwickeln und keine geldpolitische Unterstützung mehr brauchen würden.
Das sich mit der Zinsentscheidung fortsetzende Erstarken des US-Dollar gegenüber dem Euro dürfte dabei vor allem europäischen Exportunternehmen in die Karten spielen, wohingegen ein noch stärkerer Greenback für US-Unternehmen eher kontraproduktiv wäre. Ohnehin seien Aktien vom Alten Kontinent vorzuziehen, sei ihre Bewertung doch deutlich günstiger. Zumal angesichts der expansiven Zinspolitik der Europäischen Zentralbank in Europa die Zeit des billigen Geldes vorerst noch nicht zu Ende sei. (Ausgabe vom 18.12.2015) (21.12.2015/alc/a/a)


