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FED: Zinssenkung im September ist nicht besiegelt
20.08.25 14:00
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - Für die Finanzmärkte ist eine Zinssenkung der FED im September praktisch beschlossene Sache, so Benoit Anne, Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management.
In Wirklichkeit sei sie alles andere als sicher. Die kurzfristigen Aussichten der FED seien nach Erachten von MFS Investment Management weniger eindeutig als die Marktpreise vermuten lassen würden. Und dies aus einer Reihe von Gründen. Die Daten für nicht landwirtschaftliche Betriebe seien im August eher negativ gewesen. In Folge habe der politische Druck auf die Fed weiter zugenommen.
Die FED sei von Wirtschaftsdaten abhängig. Das bedeute aber nicht, dass eine einzige Datenveröffentlichung notwendigerweise den gesamten politischen Ausblick verändere. Dafür müsste es ein stärkeres Signal geben. Zwar hätten sich die Arbeitsmarktdaten teilweise verschlechtert, aber noch nicht drastisch. Das heiße, die FED werde diese Entwicklung noch etwas genauer beobachten, bevor sie Maßnahmen ergreife.
Die FED werde die Zinsen nur dann senken, wenn der FOMC (Federal Open Market Committee) mehrheitlich dafür stimme. Abgesehen von der Beschäftigungslage bestehe nach wie vor Unsicherheit über die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation, die eine gewisse Vorsicht rechtfertige, zumal die Inflation nach wie vor hartnäckig zu sein scheine.
Insgesamt sei es nicht klar, ob der Vorsitzende Powell auf dem Treffen in Jackson Hole klare Vorgaben machen werde. Würden starke Signale ausbleiben, würden auch die Chancen für eine Zinssenkung im September deutlich sinken. Vor diesem Hintergrund sei es schwierig, aktuell eine optimistische Haltung für US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit einzunehmen, insbesondere in Anbetracht des aktuellen Zinsniveaus und der anhaltenden Haushaltsprobleme. (20.08.2025/alc/a/a)
In Wirklichkeit sei sie alles andere als sicher. Die kurzfristigen Aussichten der FED seien nach Erachten von MFS Investment Management weniger eindeutig als die Marktpreise vermuten lassen würden. Und dies aus einer Reihe von Gründen. Die Daten für nicht landwirtschaftliche Betriebe seien im August eher negativ gewesen. In Folge habe der politische Druck auf die Fed weiter zugenommen.
Die FED werde die Zinsen nur dann senken, wenn der FOMC (Federal Open Market Committee) mehrheitlich dafür stimme. Abgesehen von der Beschäftigungslage bestehe nach wie vor Unsicherheit über die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation, die eine gewisse Vorsicht rechtfertige, zumal die Inflation nach wie vor hartnäckig zu sein scheine.
Insgesamt sei es nicht klar, ob der Vorsitzende Powell auf dem Treffen in Jackson Hole klare Vorgaben machen werde. Würden starke Signale ausbleiben, würden auch die Chancen für eine Zinssenkung im September deutlich sinken. Vor diesem Hintergrund sei es schwierig, aktuell eine optimistische Haltung für US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit einzunehmen, insbesondere in Anbetracht des aktuellen Zinsniveaus und der anhaltenden Haushaltsprobleme. (20.08.2025/alc/a/a)


