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FED: Zinserhöhung im September erscheint wieder möglich


28.07.16 08:43
State Street Global Markets

Boston (www.anleihencheck.de) - Eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve im September erscheint wieder möglich, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür noch sehr gering ist, so Michael Metcalfe, Head of Global Macro Strategy bei State Street Global Markets.

Die Experten seien weiterhin beunruhigt, dass die meisten Inflationsprognosen, auch die der US-Notenbank, für die zweite Hälfte 2016 zu wenig Bewegung im Preisniveau einkalkulieren würden. Obwohl die Schwankungen der Inflation im Juli geringer gewesen seien, enthalte die Entwicklung der von PriceStats erfassten US-Onlinepreise weiterhin warnende Hinweise, dass die Inflationserwartungen zu gering sein könnten. Auch wenn die Märkte bereits seit mehr als zwei Jahren über Zinsanhebungen der FED spekulieren würden, bedeute dies nicht, dass die Investoren auf einen Zyklus der geldpolitischen Straffung in den USA vorbereitet seien. Das gelte insbesondere für den Devisenmarkt, wo der US-Dollar von den Anlegern nicht mehr überbewertet werde, so Metcalfe.

Letztendlich dominieren nach wie vor die Ungewissheit durch den Brexit und die schwachen globalen Aussichten, so Christopher Probyn, Chief Economist bei State Street Global Advisors. Sollte sich das US-Wirtschaftswachstum jedoch weiterhin nahe der zwei Prozent bewegen, die Arbeitslosenquote weiter abschwächen und die Inflation auf den Zielwert von zwei Prozent ansteigen, wäre die FED in diesem Jahr in der Lage, die Zinsen wahrscheinlich im Dezember anzuheben. Zwei weitere Erhöhungen könnten im Juni und Dezember 2017 folgen. (Ausgabe vom 27.07.2016) (28.07.2016/alc/a/a)