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FED-Konferenz in Jackson Hole: "Immer weiter so?"
30.08.21 09:30
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, gab in seiner Rede auf dem jährlichen Symposium in Jackson Hole nur wenige neue Details preis, so Oliver Blackbourn, Multi-Asset Portfolio Manager bei Janus Henderson Investors.
Wie bei einem Musikfestival habe es eine Mischung aus altbekannten Hits (vorübergehende Inflation, die Arbeitslosigkeit sei noch lange nicht gesunken) und einigen neuen Songs (Tapering bis Weihnachten) gegeben. Letztendlich schien Powell den Fans zu geben, was sie wollten, wenn man die Reaktion der Märkte betrachtet, berichten die Experten von Janus Henderson Investors. Die Märkte scheinen sich vorerst auf das "Dovish Taper" einzulassen, so die Experten von Janus Henderson Investors.
Powell habe in seinen Kommentaren deutlich gemacht, dass die "erheblichen weiteren Fortschritte", auf die er bei der Inflation gewartet habe, nun erreicht seien, auch wenn es bei der Arbeitslosigkeit noch einiges zu erreichen gelte. Daher scheine er froh zu sein, noch in diesem Jahr mit dem Tapering beginnen zu können - ein Zeitplan, auf den sich auch der Markt angesichts der Anzahl der verbleibenden FED-Sitzungen im Jahr 2021 eingestellt zu haben scheine. Die Frage, die nicht angesprochen worden sei, sei gewesen, wie schnell die FED die Anleihekäufe zurückfahren werde.
Angesichts des Zusammenhangs zwischen dem Ende des Quantative Easing und dem Zeitpunkt, zu dem die Zinssätze steigen könnten, lasse dies immer noch Spielraum für eine eher hawkishe Überraschung am 22. September, sollte im Anschluss an die FED-Sitzung ein Plan für das Tapering angekündigt werden. Eine rasche Verringerung der Anleihekäufe könnte als Hinweis auf mögliche frühere Zinserhöhungen gesehen werden. Powell sei bemüht gewesen, diesen Zusammenhang zu entkräften. Dies werde jedoch wahrscheinlich in der kollektiven Psyche der Märkte bleiben.
Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen hätten nach einer gewissen Volatilität im Vorfeld der Rede etwas nachgegeben, da sich das gemäßigte Szenario des Tapering verfestigt habe. In Anbetracht der wiederholten Äußerungen Powells zur vorübergehenden Inflation und des Fehlens klarer Hinweise auf den Beginn des Tapering sei es auch nicht überraschend gewesen, dass die Renditen kürzerer Laufzeiten ebenfalls nachgegeben hätten. Die wahrgenommene gemäßigte Haltung habe bedeutet, dass der Renditerückgang durch einen Einbruch der Realwerte bedingt gewesen sei, der sich auf alle Anlageklassen ausgewirkt habe.
Niedrigere Realrenditen seien ein wichtiger Faktor für den Anstieg der Aktienbewertungen, insbesondere bei Wachstumswerten gewesen. Der NASDAQ habe den breiter gefassten S&P 500 an dem Tag übertroffen, als die niedrigeren Realrenditen höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse begünstigt hätten. In ähnlicher Weise seien die realen Renditen eine treibende Kraft für Wechselkursschwankungen. Es sei daher nicht überraschend gewesen, dass der US-Dollar schwächer tendiert habe, nachdem die Realrenditen der US-Staatsanleihen gesunken seien. Auch Gold habe leicht zugelegt, da es sowohl an die Realrendite von US-Staatsanleihen als auch an den Dollar gekoppelt sei. (30.08.2021/alc/a/a)
Wie bei einem Musikfestival habe es eine Mischung aus altbekannten Hits (vorübergehende Inflation, die Arbeitslosigkeit sei noch lange nicht gesunken) und einigen neuen Songs (Tapering bis Weihnachten) gegeben. Letztendlich schien Powell den Fans zu geben, was sie wollten, wenn man die Reaktion der Märkte betrachtet, berichten die Experten von Janus Henderson Investors. Die Märkte scheinen sich vorerst auf das "Dovish Taper" einzulassen, so die Experten von Janus Henderson Investors.
Angesichts des Zusammenhangs zwischen dem Ende des Quantative Easing und dem Zeitpunkt, zu dem die Zinssätze steigen könnten, lasse dies immer noch Spielraum für eine eher hawkishe Überraschung am 22. September, sollte im Anschluss an die FED-Sitzung ein Plan für das Tapering angekündigt werden. Eine rasche Verringerung der Anleihekäufe könnte als Hinweis auf mögliche frühere Zinserhöhungen gesehen werden. Powell sei bemüht gewesen, diesen Zusammenhang zu entkräften. Dies werde jedoch wahrscheinlich in der kollektiven Psyche der Märkte bleiben.
Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen hätten nach einer gewissen Volatilität im Vorfeld der Rede etwas nachgegeben, da sich das gemäßigte Szenario des Tapering verfestigt habe. In Anbetracht der wiederholten Äußerungen Powells zur vorübergehenden Inflation und des Fehlens klarer Hinweise auf den Beginn des Tapering sei es auch nicht überraschend gewesen, dass die Renditen kürzerer Laufzeiten ebenfalls nachgegeben hätten. Die wahrgenommene gemäßigte Haltung habe bedeutet, dass der Renditerückgang durch einen Einbruch der Realwerte bedingt gewesen sei, der sich auf alle Anlageklassen ausgewirkt habe.
Niedrigere Realrenditen seien ein wichtiger Faktor für den Anstieg der Aktienbewertungen, insbesondere bei Wachstumswerten gewesen. Der NASDAQ habe den breiter gefassten S&P 500 an dem Tag übertroffen, als die niedrigeren Realrenditen höhere Kurs-Gewinn-Verhältnisse begünstigt hätten. In ähnlicher Weise seien die realen Renditen eine treibende Kraft für Wechselkursschwankungen. Es sei daher nicht überraschend gewesen, dass der US-Dollar schwächer tendiert habe, nachdem die Realrenditen der US-Staatsanleihen gesunken seien. Auch Gold habe leicht zugelegt, da es sowohl an die Realrendite von US-Staatsanleihen als auch an den Dollar gekoppelt sei. (30.08.2021/alc/a/a)


