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FED-Entscheid: "Die FED muss mutiger sein"
30.04.20 12:15
Aberdeen Standard Investment
London (www.anleihencheck.de) - Die Ankündigung der FED offenbart nichts Neues, so James McCann, Senior Global Economist bei Aberdeen Standard Investments.
Sie hebe all die Arbeit hervor, die sie momentan zur Unterstützung der Wirtschaft leiste, und verspreche mehr zu tun, falls nötig. Es sei vernünftig, dass die FED eine kurze Pause einlege, um die Auswirkungen ihrer Maßnahmen zu prüfen. Aber sie könne es sich nicht leisten, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.
Gegenwärtig verlasse sich die FED im Wesentlichen auf die bekannten alten Instrumente. Durch die Finanzkrise wisse man jedoch, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen würden, um das von allen gewünschte nachhaltige Wachstum, Inflation und höhere Bewertungen zu erreichen.
Die FED müsse mutiger sein. Ihr erster Schritt sollte darin bestehen, die Bedingungen der Kreditvergabe weiter zu lockern. Damit würde sie sicherzustellen, dass genügend Liquidität in die Teile der Wirtschaft fließe, die sich in der Krise befinden würden.
Sie müsse auch innovativ sein und Helikoptergelder in Betracht ziehen. Was im Moment diskutiert werde, sei kein echtes Helikoptergeld, weil die Maßnahmen, die zur Finanzierung der finanzpolitischen Bemühungen vorgeschlagen würden, nicht von Dauer seien. Das sei ein entscheidender Unterschied. Durch die langfristige Unterstützung durch Helikoptergelder könnte die FED Wachstum und Inflation kräftig ankurbeln, und zwar auf eine Art und Weise, wie es durch das Festhalten an den alten Instrumenten unwahrscheinlich sei. Wenn sie das richtig angehe, könne die FED auch den durch die Ausgabe von Helikoptergeld so sehr befürchteten Verlust der Unabhängigkeit vermeiden. Aber der erste Schritt zu einem Wandel bestehe darin, die Notwendigkeit eines Wandels zu akzeptieren. Und genau da würden die Probleme der FED anfangen. (30.04.2020/alc/a/a)
Sie hebe all die Arbeit hervor, die sie momentan zur Unterstützung der Wirtschaft leiste, und verspreche mehr zu tun, falls nötig. Es sei vernünftig, dass die FED eine kurze Pause einlege, um die Auswirkungen ihrer Maßnahmen zu prüfen. Aber sie könne es sich nicht leisten, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.
Die FED müsse mutiger sein. Ihr erster Schritt sollte darin bestehen, die Bedingungen der Kreditvergabe weiter zu lockern. Damit würde sie sicherzustellen, dass genügend Liquidität in die Teile der Wirtschaft fließe, die sich in der Krise befinden würden.
Sie müsse auch innovativ sein und Helikoptergelder in Betracht ziehen. Was im Moment diskutiert werde, sei kein echtes Helikoptergeld, weil die Maßnahmen, die zur Finanzierung der finanzpolitischen Bemühungen vorgeschlagen würden, nicht von Dauer seien. Das sei ein entscheidender Unterschied. Durch die langfristige Unterstützung durch Helikoptergelder könnte die FED Wachstum und Inflation kräftig ankurbeln, und zwar auf eine Art und Weise, wie es durch das Festhalten an den alten Instrumenten unwahrscheinlich sei. Wenn sie das richtig angehe, könne die FED auch den durch die Ausgabe von Helikoptergeld so sehr befürchteten Verlust der Unabhängigkeit vermeiden. Aber der erste Schritt zu einem Wandel bestehe darin, die Notwendigkeit eines Wandels zu akzeptieren. Und genau da würden die Probleme der FED anfangen. (30.04.2020/alc/a/a)


