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FED-Chef Powell dämpft Euphorie
30.10.25 12:00
Goldman Sachs Asset Management
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - FED-Chef Powell hat in zwölf verschiedenen Reden im Jahr 2025 seine Datenabhängigkeit betont, so Alexandra Wilson-Elizondo, Global Co-CIO of Multi-Asset Solutions bei Goldman Sachs Asset Management.
Doch was solle die FED tun, wenn während eines anhaltenden, sich kaum abschwächenden Regierungsstillstands die Datenlage versiege und wichtige Veröffentlichungen verzögert oder verzerrt würden? Die Geldpolitik dürfte dann weitgehend auf Autopilot laufen und dem in der Dot-Plot-Projektion vorgezeichneten Kurs folgen, bis neue, verlässliche Daten ein anderes Bild zeichnen.
Eine einzelne schwache Inflationsveröffentlichung, verankerte Inflationserwartungen und anekdotische Hinweise auf eine abkühlende Arbeitsnachfrage würden für eine vorsichtige Lockerungstendenz sprechen. Sollten die Rahmenbedingungen stabil bleiben, erscheine eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Sitzung im Dezember wahrscheinlich. Das Ende der quantitativen Straffung betreffe vor allem die Zusammensetzung der Reserven und die Mechanismen des Geldmarkts - über den künftigen Zinskurs sage es dagegen wenig aus. Der Zielkorridor für die FED Funds bleibe das wichtigste Instrument, um die finanziellen Rahmenbedingungen zu steuern. (30.10.2025/alc/a/a)
Doch was solle die FED tun, wenn während eines anhaltenden, sich kaum abschwächenden Regierungsstillstands die Datenlage versiege und wichtige Veröffentlichungen verzögert oder verzerrt würden? Die Geldpolitik dürfte dann weitgehend auf Autopilot laufen und dem in der Dot-Plot-Projektion vorgezeichneten Kurs folgen, bis neue, verlässliche Daten ein anderes Bild zeichnen.
Eine einzelne schwache Inflationsveröffentlichung, verankerte Inflationserwartungen und anekdotische Hinweise auf eine abkühlende Arbeitsnachfrage würden für eine vorsichtige Lockerungstendenz sprechen. Sollten die Rahmenbedingungen stabil bleiben, erscheine eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Sitzung im Dezember wahrscheinlich. Das Ende der quantitativen Straffung betreffe vor allem die Zusammensetzung der Reserven und die Mechanismen des Geldmarkts - über den künftigen Zinskurs sage es dagegen wenig aus. Der Zielkorridor für die FED Funds bleibe das wichtigste Instrument, um die finanziellen Rahmenbedingungen zu steuern. (30.10.2025/alc/a/a)


