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FEDS Bowman und Janet Yellen kommentieren die US-Wirtschaft


11.10.23 16:00
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Finanzministerin und ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Janet Yelen und Michelle Bowman von der FED äußerten sich heute zur US-Wirtschaft und den Aussichten für die Geldpolitik, so die Experten von XTB.

Obwohl Ökonomen davon ausgehen würden, dass die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen in diesem Jahr bereits ihren Höhepunkt erreicht hätten, habe Bowman betont, dass immer noch die Möglichkeit bestehe, dass die Zinsen vom aktuellen Niveau angehoben werden müssten.

FEDS Bowman
- Die strengeren Finanzierungsbedingungen würden etwas Geduld zulassen, aber die US-Zinsen müssten möglicherweise noch weiter erhöht werden
- Es würden die Auswirkungen höherer Zinssätze auf das Risiko im Bankensektor beobachtet
- Durch regulatorische Reformen bei Banken könnten Risiken für die Finanzstabilität entstehen - derzeit würden diese vor allem von Unternehmen ausgehen, die außerhalb des Bankensektors tätig seien

Janet Yellen
- Eine sanfte Landung der US-Wirtschaft sei der wahrscheinlichste Weg, aber Angriffe auf Israel würden zusätzliche Risiken bergen.
- Während in einigen Ländern eine Verlangsamung des Wachstums zu verzeichnen sei, würden keine Anzeichen dafür gesehen, dass sich diese Schwäche weit ausbreite und die Weltwirtschaft destabilisiere. Der Weltwirtschaft gehe es besser als erwartet, aber diese Situation werde beobachtet
- Zu den Risiken für die aktuellen Aussichten würden vor allem globale Schocks zählen. Zum jetzigen Zeitpunkt würden jedoch keine nennenswerten Auswirkungen der Angriffe auf Israel auf die Wirtschaft gesehen.
- Man habe die Sanktionen gegen iranisches Öl in keiner Weise gelockert. Es werde eine gesunde Wirtschaftsbeziehung mit China und eine Zusammenarbeit bei der Umschuldung und globalen Herausforderungen angestrebt.
- Der Druck auf die Ölpreise habe die Gewinne Russlands in den letzten zehn Monaten erheblich geschmälert und gleichzeitig die Energiemärkte stabil gehalten
- Man habe sehr konstruktiv mit Vertretern der chinesischen PBoC zusammengearbeitet und sei optimistisch, diese Arbeit fortzusetzen.
- Man freue sich darauf, die Schuldenproblematik mit dem PBoC-Vorsitzenden zu besprechen. Die wirtschaftliche Entwicklung sei bisher langsam verlaufen, aber man habe einige positive Entwicklungen gesehen

Die US Dollar Index Kontrakte (USDIDX) würden heute mit geringer Volatilität gehandelt und um 0,04% zulegen. Der SMA100-Durchschnitt habe den SMA200 von oben gekreuzt und eine "Todeskreuz"-Formation gebildet. Wenn wir zurückblicken, gingen ähnliche Formationen (rote Rechtecke) Perioden etwas längerer Dollarschwäche voraus (was natürlich nicht darüber entscheidet, wie die Situation sein wird), so die Experten von XTB. Diesmal ähnlich. Das Hauptunterstützungsniveau liege bei 105,2 (dem 38,2-Fibonacci-Retracement der Aufwärtswelle vom Juli dieses Jahres). (11.10.2023/alc/a/a)