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Ex-Notenbanker Stark tritt Draghi auf die Füße
09.10.19 11:00
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Jürgen Stark macht seinem Ärger Luft: Zusammen mit einer Reihe prominenter Ex-Notenbanker greift er die Geldpolitik des scheidenden Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, an, so die Experten von "FONDS professionell".
Der deutsche Ökonom, der von 2006 bis 2012 Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) gewesen sei, habe ein Memorandum unterzeichnet, das die andauernde Niedrigzinspolitik Draghis scharf kritisiere. "Als ehemalige Zentralbanker und als europäische Bürger beobachten wird den anhaltenden Krisenmodus der EZB mit wachsender Sorge", zitiere "Spiegel Online" aus der Streitschrift.
Die Autoren - neben Stark unter anderem der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing, Ex-Bundesbankchef Helmut Schlesinger und der ehemalige Chef der niederländischen Zentralbank, Nout Welling - würden zu den so genannten geldpolitischen Falken gehören. Damit stünden sie tendenziell für eine eher restriktive Geldpolitik, die insbesondere die Inflation in Schach halten wolle. So würden sie den Plan der EZB kritisieren, bald wieder Staatsanleihen im großen Stil aufzukaufen. "Es liegt der Verdacht nahe, dass dahinter die Absicht steckt, hochverschuldete Regierungen vor einem Anstieg der Zinsen zu bewahren", würden sie schreiben.
Draghi werde Ende Oktober von seiner Nachfolgerin Christine Lagarde abgelöst. Der EZB-Präsident habe in seiner rund achtjährigen Amtszeit die Leitzinsen auf Null gesenkt und mit einem Anleihekaufprogramm versucht, die Eurokrise in den Griff zu bekommen. Über die künftige Linie der Notenbank herrsche im EZB-Rat Uneinigkeit - mit dem Memorandum von Stark und seinen Mitautoren würden die Draghi-Gegner Unterstützung erhalten. (Ausgabe vom 08.10.2019) (09.10.2019/alc/a/a)
Der deutsche Ökonom, der von 2006 bis 2012 Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) gewesen sei, habe ein Memorandum unterzeichnet, das die andauernde Niedrigzinspolitik Draghis scharf kritisiere. "Als ehemalige Zentralbanker und als europäische Bürger beobachten wird den anhaltenden Krisenmodus der EZB mit wachsender Sorge", zitiere "Spiegel Online" aus der Streitschrift.
Die Autoren - neben Stark unter anderem der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing, Ex-Bundesbankchef Helmut Schlesinger und der ehemalige Chef der niederländischen Zentralbank, Nout Welling - würden zu den so genannten geldpolitischen Falken gehören. Damit stünden sie tendenziell für eine eher restriktive Geldpolitik, die insbesondere die Inflation in Schach halten wolle. So würden sie den Plan der EZB kritisieren, bald wieder Staatsanleihen im großen Stil aufzukaufen. "Es liegt der Verdacht nahe, dass dahinter die Absicht steckt, hochverschuldete Regierungen vor einem Anstieg der Zinsen zu bewahren", würden sie schreiben.
Draghi werde Ende Oktober von seiner Nachfolgerin Christine Lagarde abgelöst. Der EZB-Präsident habe in seiner rund achtjährigen Amtszeit die Leitzinsen auf Null gesenkt und mit einem Anleihekaufprogramm versucht, die Eurokrise in den Griff zu bekommen. Über die künftige Linie der Notenbank herrsche im EZB-Rat Uneinigkeit - mit dem Memorandum von Stark und seinen Mitautoren würden die Draghi-Gegner Unterstützung erhalten. (Ausgabe vom 08.10.2019) (09.10.2019/alc/a/a)


