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Eurozone: Schwierige Gemengelage für die EZB
05.12.24 10:22
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Gesamt-PMI in der Eurozone sank im November gemäß Erstschätzung von 50,0 auf 48,1 Punkte und somit in die Schrumpfungszone, so die Analysten von Postbank Research.
Der Index der Industrie sei von 46,0 auf 45,2 Punkte gesunken, der PMI der Dienstleistungen von 51,6 auf 49,2 Punkte.
Die Inflationsrate sei im November wie erwartet von 2,0 auf 2,3% gestiegen, die Kernrate habe entgegen der Erwartung eines leichten Anstiegs bei 2,7% verharrt. Die Dienstleistungsinflation habe leicht auf 3,9% nachgegeben.
Die Arbeitslosenquote sei im Oktober auf einem Rekordtief von 6,3% geblieben.
An den Märkten werde unisono erwartet, dass nach der Leitzinssenkung im Oktober eine weitere im Dezember erfolgen werde. Voraussichtlich um 25 Basispunkte, an den Swapmärkten werde allerdings ein Zinsschritt um 50 Basispunkte nicht ausgeschlossen.
Die Schwierigkeit für die EZB bestehe zum einen in der anhaltend hohen Dienstleistungsinflation. Die Abwertung des Euros zum US-Dollar um knapp 3% im November erhöhe zudem, wie auch die potenziellen Handelskonflikte, die Gefahr einer importierten Inflation. In Europa habe sich zuletzt der Spread zwischen deutschen und französischen Anleihen spürbar vergrößert, in der zehnjährigen Laufzeit auf ein 12-Jahres-Hoch. Die Rendite zehnjähriger Bunds sei von 2,49% am 7. November bis auf 2,03% am 2. Dezember gefallen - zuletzt seien sie stark den Bewegungen der US-Renditen gefolgt. Auf Sicht von sechs Monaten sehe man hier wieder etwas Aufwärtsdruck entstehen, die Rendite solle ihrer Ansicht nach bei etwa 2,50% liegen. (Ausgabe Zinsbulletin Dezember 2024) (05.12.2024/alc/a/a)
Der Index der Industrie sei von 46,0 auf 45,2 Punkte gesunken, der PMI der Dienstleistungen von 51,6 auf 49,2 Punkte.
Die Arbeitslosenquote sei im Oktober auf einem Rekordtief von 6,3% geblieben.
An den Märkten werde unisono erwartet, dass nach der Leitzinssenkung im Oktober eine weitere im Dezember erfolgen werde. Voraussichtlich um 25 Basispunkte, an den Swapmärkten werde allerdings ein Zinsschritt um 50 Basispunkte nicht ausgeschlossen.
Die Schwierigkeit für die EZB bestehe zum einen in der anhaltend hohen Dienstleistungsinflation. Die Abwertung des Euros zum US-Dollar um knapp 3% im November erhöhe zudem, wie auch die potenziellen Handelskonflikte, die Gefahr einer importierten Inflation. In Europa habe sich zuletzt der Spread zwischen deutschen und französischen Anleihen spürbar vergrößert, in der zehnjährigen Laufzeit auf ein 12-Jahres-Hoch. Die Rendite zehnjähriger Bunds sei von 2,49% am 7. November bis auf 2,03% am 2. Dezember gefallen - zuletzt seien sie stark den Bewegungen der US-Renditen gefolgt. Auf Sicht von sechs Monaten sehe man hier wieder etwas Aufwärtsdruck entstehen, die Rendite solle ihrer Ansicht nach bei etwa 2,50% liegen. (Ausgabe Zinsbulletin Dezember 2024) (05.12.2024/alc/a/a)


